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Die Aspern-Schriften
 
 
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Die Aspern-Schriften [Gebundene Ausgabe]

Henry James , Bettina Blumenberg
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: Triptychon; Auflage: 2., veränd. u. verb. Neuaufl. (Dezember 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3935993048
  • ISBN-13: 978-3935993043
  • Größe und/oder Gewicht: 20 x 12,6 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 741.850 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Henry James
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 15.09.2003
Kristina Maidt-Zinke lobt die Neuausgabe der 1887 entstandenen Novelle als sehr gelungen, vor allem das Nachwort begeistert sie durch seine enthusiastische Einführung jenseits aller "schwerfälligen Gelehrsamkeit". Die Novelle des amerikanischen Autors erzählt von einem Journalisten und Literaturwissenschaftler, der hinter dem Nachlass eines berühmten Dichters her ist, den zwei allein stehende Frauen besitzen, fasst die Rezensentin zusammen. Sie preist das Buch als "kleine, schillernde Kostbarkeit" wobei sie überrascht feststellt, dass die Hauptfigur in seiner skrupellosen Jagd nach den Papieren "frappierend modern" erscheint. Maidt-Zinke ist beeindruckt, wie "virtuos" James mit Andeutungen, Vermutungen und Ungewissheiten spielt, wobei sie insbesondere das "komödiantischen" Geschick James' bei der Beschreibung der Verwicklungen zwischen der Hauptfigur und den beiden Damen, die ihrerseits auch ziemlich gerissen erscheinen, hervorhebt. Die Leser seien zwischen "klarem Durchblick" und "Verwirrung" hin und her gerissen, was ein Großteil des Lesevergnügens ausmacht, meint die Rezensentin angetan. Lediglich einige "Eigenmächtigkeiten" in der Übersetzung irritieren die ansonsten begeisterte Rezensentin.

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

1875 machte Henry James England endgültig zu seiner neuen Heimat und vertiefte sein vorrangiges literarisches Thema - Porträts von im Ausland lebenden Amerikanern und den Gegensatz der Lebensweisen und Kulturen - u. a. auch in der vorliegenden Erzählung. Damit versicherte sich der wohl tiefsinnigste Psychologe unter den bedeutenden Romanautoren des späten 19. Jahrhunderts seiner Modernität und wurde immer wieder ins heutige Bewusstsein gehoben

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Literatur-Konzentrat! 20. Oktober 2005
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Drei Menschen, ein Schauplatz und eine ungeheure Spannung!

Mit dieser 1888 entstandenen Novelle hat Henry James ein wahres Konzentrat guter Literatur hinterlassen, die auch 120 Jahre nach Entstehen auf den Leser einen ungeheuren Reiz und zeitlose Schönheit ausübt.

Die Handlung dieses schmalen Buches ist schnell erzählt:

Im Mittelpunkt steht ein namenloser Privatgelehrter, der sich seit vielen Jahren mit dem Schriftsteller Jeffrey Aspern beschäftigt. Von seinen Büchern hingerissen, arbeitet er schon lange an einer Biographie Asperns. Die Hinweise, dass in Venedig noch die hochbetagte, langjährige Geliebte Asperns leben soll, verdichten sich. Ihm ist jedoch klar, dass er sich vorsichtig an die völlig zurückgezogen lebende Frau heranpirschen muss, gar listenreich vorgehen muss, um überhaupt das Vertrauen dieser Frau zu gewinnen. Der Umweg in den venezianischen Palazzo führt schließlich über die Nichte, die ihre eigenen Interessen für die Pflege der alten Dame hintan gestellt hat. Und schließlich gelingt es dem Aspern-Freund, Zugang zu den beiden Frauen zu bekommen. An die unter Verschluss gehaltenen Briefe zu kommen ist jedoch ein heikles Unterfangen und in seiner Gier geht der Held der Geschichte schließlich einen Schritt zu weit...

Ungeheuer spannend, beinahe kriminalistisch ist diese Erzählung sehr kunstvoll aufgebaut. In minimalistischer und doch sehr bildreicher Sprache bringt James dieses Figurentrio schließlich an die Grenzen zwischenmenschlicher Kommunikation.

Der Leser hat von Anfang an den Eindruck, die Fäden der Geschichte aus den Händen zu verlieren, ohne sie noch einmal zu packen zu können.

Damit stürzt auch der Leser auf ein Ende zu, dass nicht überraschend und doch ungewöhnlich ist.

Henry James hat in dieses kleine Meisterwerk außerdem hinreißende Schilderungen der Serenissima eingebaut, die auch heute noch einen Reiz auf den Leser ausüben, dass er am liebsten gleich die Koffer packen würde...
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
beklemmende Novelle 8. Juli 2005
Von Kunde2014
Format:Taschenbuch
In den im Jahre 1888 geschriebenen Aspern-Schriften geht es um die Beziehung zwischen drei Personen. Zum einen haben wir den Protagonisten, Herausgeber der Werke eines Literaten namens Aspern, einen ansonsten nicht näher bezeichneten Herrn britischer Herkunft und vermutlich jugendlichen bis mittleren Alters. Zum anderen zwei Damen, deren eine (inzwischen steinalte) vor vielen Jahren Verbindung zu jenem Aspern hatte, dessen Schriften oder Briefe an sie sich eventuell noch in ihrem Besitz befinden. Unser Brite versucht mit Hilfe von Tricks, Täuschungen, Schmeicheleien an jene Papiere zu gelangen. Das eigentlich Interessante, auf das James in seinen Schilderungen die meiste Mühe verwendet, ist seine Beziehung zu der jängeren der beiden Damen, die Nichte oder Ziehnichte der älteren ist und in ziemlicher Weltabgeschiedenheit mit ihr zusammen in Venedig lebt. Die Beschreibung dieser Frau, ihre Wirkung auf den Herrn, seine sich ändernde Wahrnehmung ihrer Person sind das eigentlich Kunstvolle an dieser Erzählung. Meisterhaft beschreibt James Nuancen der Gefühle und minimale Änderungen in der Wahrnehmung. Akkurat kann er Körperhaltungen und Gesichtsausdrücke beschreiben. Nicht zuletzt geht es um Begierde auf private Vermächtnisse eines Verstorbenen und diesbezügliche Gewissenskonflikte.
Das Buch als Roman zu bezeichnen, finde ich unpassend. Dazu spielt es in zu eng begrenztem Rahmen, sowohl zeitlich als auch örtlich. Diese Begrenztheit macht seine teilweise beklemmende Wirkung aus. Ein spannendes Werk.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Henry James siedelt seine 1888 entstandene Novelle "Die Aspern Schriften" in Venedig an und ihm ist mit dieser Erzählung ein ganz besonderes Stück Literatur gelungen!
Der namenlose Protagonist der Novelle wird von seiner Leidenschaft um das Werk des Schriftstellers Jeffrey Aspern mitgerissen. Er erfährt, dass in Venedig noch immer die hochbetagte Geliebte des Autors zurückgezogen lebt und er vermutet zurecht, dass sie noch immer bisher unveröffentlichte Briefe des längst verstorbenen Autors hütet. Unter Vorspiegelung falscher Tatsachen verschafft er sich Zugang in den Palazzo, in dem die alte Frau gemeinsam mit ihrer ältlichen Nichte lebt und er erschleicht sich das Vertrauen der Nichte, um an diese sehr gehüteten Papiere zu kommen. Zu spät erkennt er, dass er in seiner Gier zu weit geht und der Zweck nicht immer die Mittel heiligt...
Henry James kommt in dieser meisterhaften Erzählung mit sehr einfachen Stilmitteln aus, die er aber so kunstvoll einsetzt, dass beim Leser wirklich "Kino im Kopf" entsteht. Nur wenige Schauplätze, eine immer etwas morbide und düstere Stimmung- das Buch lebt vorallem durch das, was es verschweigt!
Ein absolut zeitloses, spannendes Leseerlebnis.
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