Will man mal analysieren, wie ein Autor geschickt und nachhaltig bewegend seine Kurzgeschichten zusammenbaut, dann sollte man Raymond Carver oder Stewart O'Nan lesen. Vielleicht hat ihm sein Ingenieurstudium bei der Entwicklung der exakten (Satz-)Bautechnik geholfen, verblüffend ist jedenfalls immer wieder, wie genau nicht nur seine Augen, sondern auch sein Herz sehen und sich uns 1:1 vermitteln. Die Story über Krebskranke, die versuchen, sich ihren Humor zu bewahren, gehört zum melancholischsten, was ich in den letzten Jahren gelesen habe.