Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
KING: nomen est omen, 22. November 2009
Habe an zwei Abenden / Nächten bis gegen 3 Uhr den neuen Stephen King ausgelesen. So 100 Seiten die Stunde. Denn ich musste weiterlesen, weiterlesen, weiterlesen...
Ein absolut spannendes Buch. Kein Vergleich mit LIMIT von Frank Schätzing. Wie in Kings besten Büchern ist die Ursache sekundär... ob Vampire [Salem's Lot / Brennen muss Salem], ein teuflischer Antiquitätenhändler [Needful Things / In einer kleinen Stadt] oder eine Bedrohung durch Ungeheures [Der Nebel]... jetzt eine plötzliche, durchsichtige [na ja nicht auf Dauer und gänzlich, aber mehr sei nicht verraten] aber unüberwindbare Kuppel...
... immer wieder war spannend, wie Stephen King das Verhalten von Menschen in Krisensituationen seziert... Wie unter eine Lupe, oder soll ich schreiben unter einem Brennglas [wer das Buch liest, wird wissen wie treffend diese Bezeichnung ist] "beobachtet" Stephen King menschliches Verhalten in Extremsituationen... und was er sieht, beschreibt, gefällt wahrscheinlich weder ihm, noch muss es uns gefallen... aber es ist verdammt realistisch... Klüger, als sogenannte große Sprachliteratur und vor allem 1000mal spannender... Der Mann kennt seine Pappenheimer / Mainer, ja uns Menschen ganz genau...
Nicht unbedingt ein literarischer Wurf. Aber wie hatte Stanley Kubrick schon über The Shining gesagt: keine große Literatur aber psychologisch eines der klügsten Bücher von allen die ich gelesen habe. Dem würde Stephen King, der ja selbst seine Sprache als das eine Art "Big Mac" beschreibt, nicht widersprechen...
Pyschologisch ähnlich kluge Bücher mag es immer geben, aber ich kenne keine spannenderen.
Und es sind die Menschen, Menschen, Menschen mit allen ihren Bosheiten, all ihrer Niedertracht, all ihrer Gemeinheiten, aber auch ihrer Anständigkeit, Hilfsbereitschaft, ihrem Mitleid, und auch all die Mitläufer, die weder wirklich böse und wirklich gut sind, die er spannend charakterisiert und nicht nur Abziehbilder und Funktionsträger ohne Persönlichkeit wie bei Dean R. Koontz, Dan Brown, Frank Schätzing oder auch Stieg Larson.
Nomen es Omen. Er ist und bleibt der King, auch wenn es zwischenzeitlich mal schwächere Bücher hatte.
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf, 22. November 2009
Die kleine Ortschafts Chesters Mill ist plötzlich durch ein unsichtbares, undurchdringliches Kraftfeld - eine Art Käseglocke - vom Rest der Welt abgeschnitten, und king beschreibt auf über tausend Seiten, was im Zuge davon passiert.
Die Geschichte scheint anfangs noch nicht den rechten Zug zu haben. Der Leser wird mit einer Unmenge von Figuren konfrontiert und den ganzen Problemen und den dunklen Geheimnissen, die sie haben.
Das erweist sich aber als notwendig und sinnvoll, um die weiteren Entwicklungen zu verstehen.
Wie bei vielen späteren Kings tritt das Übernatürliche hier zurück und bietet eher einen Auslöser. Interessant ist einfach zu sehen, wie sich Menschen in Ausnahmesituationen benehmen und im Ausloten davon ist King einfach der meister.
Das eigentliche Thema des Buches - oder zumindest eines davon - ist Macht, Machtmissbrauch, wie verhalten sich Menschen, wenn Regeln und Strukturen zusammenbrechen, wenn sie Macht über andere haben oder anderen machtlos ausgeliefert sind. Ähnlichkeiten mit der Bushregierung sind hier wohl nicht ganz zufällig.
Auch auf die ökologischen Probleme in so einem geschlossenen System geht King ein.
Nur der deutschte Titel "Die Arena" wirkt etwas unpassend. Von Gladiatorenkämpfen habe ich in dem Buch nicht viel gemerkt. Aber deutsche Kingtitel sind ja oft etwas merkwürdig.
Ein Riesenwälzer, aber lohnt sich auf jeden Fall.
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"King is back und besser als je zuvor", 23. November 2009
King hatte eine Phase der unterdurchschnittlichen Bücher, doch die ist nun endlich vorbei und "Die Arena" ist das beste Indiz hierfür: Das beste Buch das King je geschrieben hat (nach "Es", freilich!). Es ist spannend, mysteriös und profan simpel. Es ist, was wir als "King" abtuen: Ein Meisterwerk erster Güteklasse!
Es reißt mit und führt wieder einmal in dunkle Gewässer des Wahnsinns und der niederträchtigen Kabalen kleinstädtischer Bewohner, diesmal unter einer Kuppel. Wer glauben mag, dass das doch auch schon im Simpsons Film vorkam, der hat recht. Doch, und, das wissen die King-Fans natürlich, hatte er die Story schon etwa vor 20 Jahren erarbeitet. King ist der Meister der schnell gezeichneten Charaktere, die einen nur so in ihren Bann schlagen. Mysteriöse Zeichen und Verbindungen zu Werken wie "Es" und "N" sind gegeben und über all dies thront die eine Frage: "Woher kommt die Kuppel?"
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