Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
KING: nomen est omen, 22. November 2009
Habe an zwei Abenden / Nächten bis gegen 3 Uhr den neuen Stephen King ausgelesen. So 100 Seiten die Stunde. Denn ich musste weiterlesen, weiterlesen, weiterlesen...
Ein absolut spannendes Buch. Kein Vergleich mit LIMIT von Frank Schätzing. Wie in Kings besten Büchern ist die Ursache sekundär... ob Vampire [Salem's Lot / Brennen muss Salem], ein teuflischer Antiquitätenhändler [Needful Things / In einer kleinen Stadt] oder eine Bedrohung durch Ungeheures [Der Nebel]... jetzt eine plötzliche, durchsichtige [na ja nicht auf Dauer und gänzlich, aber mehr sei nicht verraten] aber unüberwindbare Kuppel...
... immer wieder war spannend, wie Stephen King das Verhalten von Menschen in Krisensituationen seziert... Wie unter eine Lupe, oder soll ich schreiben unter einem Brennglas [wer das Buch liest, wird wissen wie treffend diese Bezeichnung ist] "beobachtet" Stephen King menschliches Verhalten in Extremsituationen... und was er sieht, beschreibt, gefällt wahrscheinlich weder ihm, noch muss es uns gefallen... aber es ist verdammt realistisch... Klüger, als sogenannte große Sprachliteratur und vor allem 1000mal spannender... Der Mann kennt seine Pappenheimer / Mainer, ja uns Menschen ganz genau...
Nicht unbedingt ein literarischer Wurf. Aber wie hatte Stanley Kubrick schon über The Shining gesagt: keine große Literatur aber psychologisch eines der klügsten Bücher von allen die ich gelesen habe. Dem würde Stephen King, der ja selbst seine Sprache als das eine Art "Big Mac" beschreibt, nicht widersprechen...
Pyschologisch ähnlich kluge Bücher mag es immer geben, aber ich kenne keine spannenderen.
Und es sind die Menschen, Menschen, Menschen mit allen ihren Bosheiten, all ihrer Niedertracht, all ihrer Gemeinheiten, aber auch ihrer Anständigkeit, Hilfsbereitschaft, ihrem Mitleid, und auch all die Mitläufer, die weder wirklich böse und wirklich gut sind, die er spannend charakterisiert und nicht nur Abziehbilder und Funktionsträger ohne Persönlichkeit wie bei Dean R. Koontz, Dan Brown, Frank Schätzing oder auch Stieg Larson.
Nomen es Omen. Er ist und bleibt der King, auch wenn es zwischenzeitlich mal schwächere Bücher hatte.
|
|
|
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
The King is back, 24. November 2009
Jaaaaa... da isser wieder.... *freu*
Vor kurzem habe ich erst an anderer Stelle erzählt, daß ich in den letzten Jahren immer wieder mal Bücher meines Lieblingsschriftstellers nach kurzem Anlesen wieder zurück ins Regal gestellt habe. Sie wollten bei mir einfach nicht recht zünden, so wie zum Beispiel die älteren Werke, die man einfach nicht mehr weglegen konnte, bis man sie ausgelesen hatte. Eben Werke wie "Es", "Feuerkind", "The Stand" und dergleichen. Ich hab aufgehört, die Werke gleich am Erscheinungstag zu kaufen.
UND JETZT IST ER WIEDER DA !!!
Jener King, den man nur noch weglegt um pinkeln zu gehen oder sich schnell was in die Futterluke zu schieben und das Telefon und die Türklingel abstellt. Er ist zurück. Und er hat nichts von seiner Fähigkeit eingebüßt, menschliche Abgründe bildhaft darzustellen.
Schon in "The Stand" und "Needful Things" hat er glaubhaft und realistisch geschildert, was passiert, wenn sich ganz normale Leute in Ausnahmesituationen befinden und das Gerüst unserer Gesellschaften, die Gesetze, außer Kraft gesetzt sind. Dabei hat man aber keinesfalls das Gefühl, daß er sich wiederholt.
Über literarischen Anspruch reden hier manche. Also mein literarischer Anspruch ist sicher nicht derselbe wie der von Herrn Reich-Ranitzki. Ich will unterhalten werden. Ich will nicht dauernd Sätze dreimal lesen müssen um sie zu verstehen. Und ich will vor meinem geistigen Auge einen kompletten Film sehen, wenn ich ein Buch lese. Und zwar deutlich und in Farbe. Und DAS kann er. Oh ja!
|
|
|
11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf, 22. November 2009
Die kleine Ortschafts Chesters Mill ist plötzlich durch ein unsichtbares, undurchdringliches Kraftfeld - eine Art Käseglocke - vom Rest der Welt abgeschnitten, und king beschreibt auf über tausend Seiten, was im Zuge davon passiert.
Die Geschichte scheint anfangs noch nicht den rechten Zug zu haben. Der Leser wird mit einer Unmenge von Figuren konfrontiert und den ganzen Problemen und den dunklen Geheimnissen, die sie haben.
Das erweist sich aber als notwendig und sinnvoll, um die weiteren Entwicklungen zu verstehen.
Wie bei vielen späteren Kings tritt das Übernatürliche hier zurück und bietet eher einen Auslöser. Interessant ist einfach zu sehen, wie sich Menschen in Ausnahmesituationen benehmen und im Ausloten davon ist King einfach der meister.
Das eigentliche Thema des Buches - oder zumindest eines davon - ist Macht, Machtmissbrauch, wie verhalten sich Menschen, wenn Regeln und Strukturen zusammenbrechen, wenn sie Macht über andere haben oder anderen machtlos ausgeliefert sind. Ähnlichkeiten mit der Bushregierung sind hier wohl nicht ganz zufällig.
Auch auf die ökologischen Probleme in so einem geschlossenen System geht King ein.
Nur der deutschte Titel "Die Arena" wirkt etwas unpassend. Von Gladiatorenkämpfen habe ich in dem Buch nicht viel gemerkt. Aber deutsche Kingtitel sind ja oft etwas merkwürdig.
Ein Riesenwälzer, aber lohnt sich auf jeden Fall.
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|