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Produktinformation
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Die Unterdrücker sind geheimnisvolle Maschinenwesen, die seit Milliarden Jahren in der Leere des Alls lauern, um aufkeimendes intelligentes Leben zu vernichten. Nun sind sie auf die Menschheit aufmerksam geworden und bedrohen deren Existenz. Als die Synthetiker trotz ihres langen Krieges gegen die Demarchisten begreifen, in welcher Gefahr sie schweben, beschließen sie zu ihrem Schutz lang verloren geglaubte Waffen aus einem Raumschiff zu bergen, dass nahe dem Planeten Resurgam gestrandet ist. Daraus erwächst ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit, denn die Synthetiker sind nicht die einzigen, die in den Besitz der Waffen gelangen wollen.
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Kommentar:
Alastair Reynolds bleibt seinem Stil treu und wirft den Leser in das kalte Wasser. Unterschiedliche Erzählstränge werfen den Lesen hin und her, bis sie zu einem roten Faden verwoben werden. Insgesamt ist "Die Arche" trotzdem erheblich strukturierter und Verdaulicher als "Unendlichkeit", da die Szenenwechsel chronologisch korrekt erfolgen. Trotzdem kann ich nur jedem dringend raten, vorher "Unendlichkeit" zu lesen, um sich in den Handlungssträngen und Kulturen zurecht zu finden. "Chasm City" gehört nicht direkt in die Handlung der Story, man aber sehr viel mehr Spaß an "Die Arche", wenn man es ebenfalls kennt, da man lieb gewonnene Bekannte wieder trifft und so erfährt, was aus ihnen geworden ist. Die Arche führt die Personen beider Vorgänger-Romane zusammen und macht aus den Fragmenten ein überzeugendes und fesselndes Ganzes. Wir begegnen z.B. Tanner Mirabel und Zebra wieder, erfahren wie es Ana Khouri und Ilia Volyova auf Resurgam ergangen ist und hören Neues über mystische Figuren, wie die Mademoiselle. Zusätzlich tauchen neue Figuren auf - nicht zu vergessen die Unterdrücker, welche Ihr Vernichtungswerk beginnen.
Die Story steuert ohne besondere Überraschungen auf ihren durchaus spannenden Höhepunkt zu, wobei mir nach Lesen aller drei Bände aufgefallen ist, dass Alastair Reynolds die Vorgeschichte gerne dehnt wie ein Kaugummi, aber das Ende dann doch sehr plötzlich und erzählerisch viel weniger dicht kommen lässt. Auf jeden Fall kann man auf die Fortsetzung gespannt sein!
Übrigens: Das Alastair Reynolds Physiker ist, bekommt man in diesem Roman bisher am deutlichsten zu spüren. Wer es mag, den erwarten seitenlange (aber trotzdem faszinierende) Beschreibungen von neuen Antriebstechniken oder des beeindruckenden Vernichtungswerks der Unterdrücker.
Die Geschichte findet fünfzig Jahre nach den Ereignissen von „Unendlichkeit" statt. Ein altes, außerirdisches Artefakt, dass die Macher vor intelligentem Leben warnen sollte, wurde aufgeweckt. Nun ist die Reaktion darauf unterwegs....
Reynolds führt neue Charaktere, Schauplätze und Ereignisse ein. Aber auch Charaktere aus „Unendlichkeit" spielen eine wichtige Rolle. Thematisch im Mittelpunkt stehen die „Conjoiner", eine Rasse von Menschen die sich biotechnologisch weiterentwickelt hat und über die Fähigkeit der Gedankenübertragung und Gedankenverschmelzung verfügt sowie die „Inhibitoren", Maschinenwesen, die plötzlich aufgrund der Reaktionen eines Sensors für intelligentes Leben erschienen sind.
Im Gegensatz zu den wissenschaftlich anspruchsvollen Vorgängerromanen, die bezüglich der Technik eher nüchtern waren, läßt Reynolds diesmal eine Prise Allgemein- und Mainstream Science Fiction einfließen. Er schafft es dabei um Haaresbreite, sich von der Massenware zu unterscheiden (die „Conjoiner" erinnern etwas an die Star-Trek-Borg). Gerade zum Ende des Romans, gelingt es dem Autor jedoch wieder, Wissenschaft zu thematisieren und interessante Ideen aufzuzeigen.
Der Leser findet erneut die typischen Merkmale eines Reynolds Romans: bahnbrechende physikalische Hintergründe, wie sie sonst kein andere Autor zu schreiben vermag; eine realistisch und glaubwürdig erscheinende Zukunftsperspektive; filmreife Actionsequenzen; dramatische Wendungen und abenteuerliche Schauplätze.
In englischer Sprache ist bereits ein (abschließender) Ergänzungssroman erschienen.
Fazit: Aufgrund der Mainstream-Anleihen nicht ganz so innovative und neuartige Space Opera wie die Vorgängerromane. Dennoch aufgrund zahlreicher Tugenden sehr empfehlenswert. Als Einzellektüre nur schwer verständlich.
Etwas mehr actionorientiert und geradliniger erzählt als Teil 1 ist "Die Arche" eine würdige Fortsetzung von der... Lesen Sie weiter...
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