Dem Autor gelingt fast spielend, was vielen anderen Verfassern juristischer Lehrbücher schwer fällt: Er drückt sich verständlich - ja, gar lesenswert - aus. Schon allein dadurch ragt das Buch aus der Fülle jener Konkurrenten heraus, die offenbar meinen, ihr Werk müsse nur fachlich korrekt, aber nicht angenehm zu lesen sein. Zudem verzichtet der Autor in erfreulicher Weise darauf, den Leser (wie etwa einige Autoren staatsanwaltlich ausgerichteter Skripte) anmaßend im Imperativ zu belehren - Schellhammer hingegen lehrt im besten Sinne. Die regelmäßigen Wiederholungen, derer er sich dazu bedient, befremden zwar zunächst; aber spätestens nach der Hälfte des Buches weiß man: jetzt hat man es behalten.
Zum Inhalt im Einzelnen sei auf die via Google auffindbaren ausführlichen Rezensionen verwiesen.