Ingrid Noll schreibt virtuos, ironisch und spannend einen Kriminalroman, der
als Beichte in einem Krankenbett der Bettnachbarin erzählt wird.Die Hauptdarstellerin Hella Moormann ist Apothekerin, liegt in einem Krankenhaus und erzählt ihrer Bettnachbarin die abenteurlichsten Geschichten und ganz nebenbei fallen noch ein paar Tote an. Der rote Faden wird durch ihre Männergeschichten mit einem jüngeren, unreifen Studenten und mit weiteren potentiellen Vätern ihres ungeborenen Kindes gesponnen. Für mich ist es ein unterhaltsamer, spannender Kriminalroman mit viel psychologischem Gespür ironisch geschrieben, wo noch im letzten Satz ein potentielles Opfer auftaucht. Durch die Beschränkung auf 248 Seiten gab es für mich keine langweiligen Stellen, die häufig in umfangreicheren Romanen entstehen. Daher sind bei der Bewertung 5 Sterne gerechtfertigt.