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Die Apokalypse nach Richard: Eine festliche Geschichte Gebundene Ausgabe – 5. Oktober 2012

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 189 Seiten
  • Verlag: Aufbau Verlag; Auflage: 3 (5. Oktober 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3351035012
  • ISBN-13: 978-3351035013
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 12,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 361.714 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Matthias Matussek, geboren 1954, kam nach Stationen beim Berliner Abend und beim Stern zum SPIEGEL, für den er als Korrespondent und Reporter nach New York, Rio de Janeiro und London ging. Im Herbst 2005 kehrte er in die Zentrale nach Hamburg zurück, wo er bis Januar 2008 das Feuilleton leitete. Heute schreibt er als Autor für das Magazin und agiert als Videoblogger für Spiegel Online. Sein Buch »Wir Deutschen. Warum die anderen uns gern haben können« (2006) stand monatelang auf der Bestsellerliste, und mit »Das katholische Abenteuer« (2011) erging es ihm ebenso.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

34 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Stefan Hartmann am 4. Oktober 2012
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Wer mit dem bekannten Spiegel-Journalisten und gern gefragten Talk-show-Gast Matthias Matussek (Jg. 1954) aktuell nur einen islamkritischen „katholischen Abenteurer“ (so der Titel seines Bestsellers zum Papstbesuch 2011) oder gar (wie der Freiburger „Christ in der Gegenwart“) einen „Geisterfahrer“ verbindet, der wird, wenn er zum soeben erschienenen vorweihnachtlichem Buch "Apokalypse nach Richard. Eine festliche Geschichte" greift, eines Besseren belehrt.

Hinter Matussek, der seit Jahren im Internet einen spaßigen Video-Blog betreibt und erkennbar auch das Genre der Erzählung beherrscht, der in der ganzen Welt zuhause ist und uns unter anderen Mozart, Dickens, Mark Twain, Hemingway und Hermann Hesse aufbereitet, steckt eine passionierte und verletzbare Seele, die hier zu ihrem sehr persönlichen Ausdruck findet. Er ist identisch mit dem Protagonisten Roman, Richards Sohn, der sich wie sein Vater einer Sache und einem Glauben hingeben und öffnen will, auch wenn er dessen Reinheit nicht erreicht und manchmal wider Willen den Wolfspelz eines Polterers und Berserkers anziehen muss. Die Lage vieler verfolgter Christen und der Identitätsverlust des kirchlichen Christentums ist auch nicht gerade eine "Spaßgesellschaft", aber es lohnt sich, nun einmal einem sanften, humorvoll-ironischen und anrührenden Ton zuzuhören. Ähnlichkeiten mit seiner eigenen familiären und medialen Wirklichkeit sind „zufällig, aber wahrscheinlich unvermeidbar“ (Motto). Das ganze beginnt mit einem Weihnachtswunder am 23. Dezember, der plötzlichen Heilung des Augustinus, Pascal, Buber und Guardini lesenden Patriarchen Richard vom grauen Star.
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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Heinrich Schmitz am 26. Oktober 2012
Format: Gebundene Ausgabe
"Fast niemand mag ihn" titelte die TAZ 2005 unverhohlen und Matthias Matussek hat als katholischer Talkshowrabauke einiges dafür getan diesem Behauptung gerecht zu werden. Ob Heiner Geißler, Angelika Kallwass oder ein komischer Imam - wer etwas sagte, dass die religiösen Gefühle des SPIEGEL-Autors verletzte, sah sich einem geradezu alttestamentarischen Verbalfuror ausgesetzt. Stets mit dem griffbereiten "katholischen Abenteuer" unterwegs, ließ er sich zur Freude seiner Fans durch diverse Quasselsendungen weiterreichen und verteidigte seine Kirche, seinen Papst, seinen Glauben. Zwar hat er nie mit seinem Buch geworfen und auch mit dem Buch der Bücher nicht. Auf viele wirkte er dennoch befremdlich.

Dass dieser Wüterich schreiben kann wie kaum ein zweiter, dass seine Essays wie jüngst beispielsweise der über Hermann Hesse, inhaltlich wie stilistisch zum Besten gehört, was das deutsche Feuilleton zu bieten hat, ist unzweifelhaft. Trotzdem machte er sich durch seinen eigenwilligen Diskussionsstil nicht gerade beliebt, was ihm angesichts seiner Mission aber wohl auch herzlich egal war.

Wer aber nun händereibend erwartete, das würde bis in die Ewigkeit so weitergehen, der kann sich auf eine Überraschung gefasst machen. Denn eine anrührende Erzählung, eine vielschichtige Weihnachtsgeschichte hätte man wohl – wenn überhaupt, dann nur mit letzter Tinte von ihm erwartet.

"Die Apokalypse nach Richard". Richard, ein 85-jähriges Familienoberhaupt, der mit seiner Frau Waltraud auf die Ankunft seiner Kinder und Enkelkinder zum gemeinsamen Weihnachtsfest wartet. Richard, der davon überzeugt ist, dass an diesem Heiligabend etwas besonderes geschieht.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Literaturliebhaber am 9. Oktober 2012
Format: Gebundene Ausgabe
Dass der Mann erzählen kann wie der Teufel, war ja hinlänglich bekannt seit seinen Reportagen aus New York, wo Matussek sich als echter Entdecker erwies, indem er verwehte Größen wie Robert Lowry, Cormac McCarthy oder Leonard Gardner mit großartigen Hommagen dem Vergessen entriss. Doch dass der Mann auch den Kurzroman beherrscht, das ist neu. Der kleine, wunderbar quirlige Text ist verdammt gut abgehangen, ohne ein Gramm Fett, ist klug und temporeich - "Die Korrekturen" auf 190 Seiten runtergefahren! Schade, dass viele diesen Könner meiden, bloß weil er Charakter zeigt und sich mit unpopulären Meinungen in die Brandung wagt. Doch wer auf einen wirklich tollen Text aus ist, der mit geraden, schnörkellosen Sätzen besticht, der sollte hier zuschlagen. Denn genau betrachtet muss man lange suchen in hiesigen Breiten, um derart Blitzgescheites zwischen zwei Buchdeckeln zu finden. Hier ist die Rückkehr eines sehr interessanten Autors auf die hiesige Literaturbühne anzuzeigen, der - nach seinen Diogenes-Büchern - viel zu lange als Erzähler weg war. Schön, dass Aufbau ihn ins Boot geholt hat- er hat es mit einem fulminanten Roman zurückgezahlt. Mehr davon, Bitte!
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von M. Metternich am 26. Oktober 2012
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Zugegeben, wer einen Matussek kauft, erwartet eine gewisse Lautstärke, um sich dann darüber zu beklagen. Das ist das Image Matusseks und seiner Leser. Wer den neuen Matussek "Die Apokalyse nach Richard" erwirbt und sich schon wohlig auf gegen den Strom gebürsteten Krawall freut, wird vielleicht eine Sekunde lang enttäuscht sein. Denn er hält einen Kurzroman in Händen, der virtuos mit starken Figuren und ungewohnt zartem Ton jongliert. Er wird es nicht bereuen.

Richard König ist ein Patriarch, ohne Zweifel. Ein alter Patriarch, den die körperlichen Kräfte mehr und mehr verlassen, der aber dennoch die Fäden in der Hand hält, und zwar nicht nur die seines Rosenkranzes. Weihnachten naht, das Fest der Familie. Aber nicht nur das. An diesem Weihnachtsfest wird die Welt untergehen, da ist Richard sicher. Eine Welt, die der heutigen verblüffend ähnelt, auch wenn inzwischen der Papst ein Chinese ist und die Umweltverschmutzung den Weltraum erreicht hat. Dass Richard kurz vor Weihnachten wieder sehen kann - ein Wunder im Gelsenkirchener Barock des häuslichen Wohnzimmers - ist ihm das sichere Zeichen, dass die Apokalypse unmittelbar bevorsteht. Seine Frau Waltraud ist indes damit beschäftigt, das Weihnachtsfest vorzubereiten, so, wie es immer war. Die unterschiedlichen Söhne (einer davon Matussek selbst, wie er im Bilderbuche steht) werden erwartet, eine der beiden Schwiegertöchter, die Enkel, auch der aus dem Jesuiteninternat entfleuchte aus Romans geschiedener Ehe, der sich unerwartet zum Fest anmeldet, kurz bevor seinem Smartphone der Strom und ihm selbst das Geld ausgeht. Beste Voraussetzungen für das Fest der Liebe - oder wie Richard sagen würde: die Ankunft des Herrn.
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