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Die Antwort (Gebundene Ausgabe)

von Alice Schwarzer (Autor)
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch (31. Mai 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462037730
  • ISBN-13: 978-3462037739
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,2 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 215.157 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Wenn ein Buch Die Antwort betitelt ist, dann fragt man sich für gewöhnlich zunächst, auf welche Frage denn hier wohl eine Antwort gegeben werden soll. Bei einem Buch von Alice Schwarzer ist das anders. In diesem Fall nämlich ist die Autorin selbst die Antwort -- die Antwort auf die vielen Fragen, die sie stellvertretend für ihre Geschlechtsgenossinnen seit Jahrzehnten an die Gesellschaft sowohl stellt als auch -- aus der Perspektive der von ihr maßgeblich repräsentierten Frauenbewegung -- beantwortet.

Aus den unterschiedlichsten Perspektiven geht es Schwarzer dabei im Kern immer um ein Thema: Die gerechte Verteilung der gesellschaftlichen Chancen zwischen den Geschlechtern. Und dieses Thema spielt, wie die streitbare Publizistin in ihren zahlreichen Veröffentlichungen (nicht zuletzt in „ihrer“ Emma) immer wieder überzeugend darlegt, in sämtliche Bereiche unserer Lebens- und Arbeitswelt hinein: Wenn wir darüber nachdenken, wie wir in Zukunft leben wollen, dann müssen wir zugleich auch darüber zu reden, welche Rolle wir in unserem Zukunftsmodell Männern und Frauen ganz bewusst oder implizit zuweisen und wie die Lebenschancen (und –risiken) zwischen den Geschlechtern denn eigentlich verteilt sein sollen.

Vieles, nein: Fast alles hat sich hier in den hinter uns liegenden Jahrzehnten zum Positiven verändert. Und so ist denn auch der (wenn es darauf ankommt aber unverändert kämpferische!) Ton der Frauenrechtlerin insgesamt schon sehr viel milder geworden. Wie unverzichtbar es trotzdem bleibt, die gesellschaftliche Entwicklung mit einer gehörigen Portion feministischen Argwohns zu verfolgen, beweist jeder einzelne der hier versammelten, nicht nur für Frauen ausgesprochen lesenswerten Essays. Sehr deutlich Stellung bezieht die Autorin unter anderem gegen die himmelschreiende Ungleichbehandlung von Mann und Frau „im Namen des Propheten“ und warnt eindringlich und mit guten Argumenten vor einer „falschen Toleranz“, die unseren mühsam genug errungenen gesellschaftlichen Konsens über die grundsätzliche Rechtsgleichheit von Mann und Frau zur Disposition stellen würde. In gewohnter Strenge wettert sie auch gegen Pornographie und fordert einmal mehr, den Sexismus nicht weniger ernst zu nehmen als den Rassismus.

Dass Schwarzer auch sanfte Töne anschlagen kann, und das auch gegenüber Männern, beweist sie in dem Kapitel, das mit dem Vorurteil „Das Kind braucht die Mutter“ aufräumt: Geradezu zärtlich erinnert sie sich darin an den im Gegensatz zu ihrer Mutter und ihrer Großmutter zur „Mütterlichkeit“ begabten Großvater. Kurzum: Ein sehr viel facettenreicheres Buch, als der vordergründig eindimensionale Titel vielleicht erwarten lassen könnte. -- Alexander Dohnberg, Literaturanzeiger.de



Kurzbeschreibung

Seit Anfang der 70er-Jahre steht Alice Schwarzer wie keine andere für Emanzipation und Gleichberechtigung der Frau. Mit "Der kleine Unterschied" löste sie seinerzeit einen wahren Emanzipationsschub aus. Nun legt sie ihre Antwort auf die Folgen dieser Emanzipation ebenso scharfzüngig wie sachkundig dar. Denn erstmals in der Geschichte der westlichen Kultur sind Frauen tatsächlich uneingeschränkt gleichberechtigt. Die Welt steht ihnen offen. Und dennoch fällt ihnen der Schritt in diese Welt schwer ...

Eine spannend zu lesende Standortbestimmung zum Feminismus, die nichts beschönigt und trotzdem Mut macht. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .


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72 von 100 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Der Irrweg, 21. März 2008
Von Lena Waider "Leseratte" (Wiesbaden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)   
Alice Schwarzer scheint in den den letzten Jahren nichts dazugelernt zu haben und das ist bedauerlich.

In früheren Gesellschaften waren wir Frauen benachteiligt, dafür wurde der Nachwuchsarbeit eine höhere Bedeutung zugemessen. Heute sind wir Frauen gleichberechtigt und können jeden Beruf der Welt ergreifen. Das ist positiv. Nachteilig ist, dass dabei das Kind mit dem Bade ausgeschüttet wurde. Die Zeche zahlen nämlich nicht die Männer, sondern die Kinder, die nun noch irgendwie neben dem Beruf aufgezogen werden sollen. Die Folge: Der größte Armutsanteil besteht heute bei kleinen Kindern, die unter der Entwicklung zu leiden haben, weil man es versäumt hat, die Nachwuchsarbeit im Rahmen der Emanzipation aufzuwerten, ja gleichrangig gegenüber dem Wirtschaftsleben zu machen.

Grundlage dieser Denkweise ist das folgende Programm (Seite 168):
"Befreien wir Frauen wie Männer von den Rollenzwängen und geben wir ihnen gleiche Rechte wie Pflichten sowie real gleiche Chancen - und wir werden sehen, was dabei herauskommt. Ja, es stimmt, die schlimmsten Albträume der Fundamentalisten und Biologisten müssten wahr werden: Das werden nicht mehr die gewohnten 'Frauen und Männer' sein - die sind es schon heute nicht mehr -, sondern herauskommen wird ein 'neuer Mensch'. Ein Mensch, bei dem die individuellen Unterschiede größer sein werden als der Geschlechtsunterschied. Ein Mensch, der sich nicht mehr mit der Reduktion auf die Hälfte begnügt, sondern der nach der ihm geraubten anderen Hälfte greift. Ein Mensch, der weder nur 'weiblich' noch nur 'männlich' ist, sondern vollständig. Ich bin überzeugt, dass dies letztendlich für beide Geschlechter eine große Erleichterung wäre."

Biologisch betrachtet macht dies keinen Sinn. Andere Autoren konnten längst nachweisen, dass menschliche Gesellschaften, in denen Männer und Frauen im Regelfall die gleichen Lebensentwürfe haben, Kompetenzen verlieren und verarmen werden. Leider ist das ja bei uns alles schon längst feststellbar. So heißen aktuelle Bücher plötzlich nicht mehr "Generation Golf", sondern "Generation doof".

Der kolossale Irrtum im Denken Schwarzers offenbart sich z. B. auf S. 97:
"Denn das Dilemma der Benachteiligung von Frauen im Beruf wird erst dann wirklich gelöst sein, wenn ein Chef beim Einstellungsgespräch den zeugungsfähigen jüngeren Mann genauso gedehnt fragt wie die gebärfähige junge Frau: Planen Sie etwa eine Familie?"

Das Problem hierbei ist: Frau Schwarzer sieht alles nur durch die Berufsbrille. Sie glaubt ernsthaft, man könne Familie und Beruf vereinbar machen. Nun, in vielen Berufen geht das definitiv nicht. Ein Manager, der morgens zum Meeting nach Singapur fliegt, kann nicht abends Kinder ins Bett bringen.

Das wahre Dilemma zeigt sich aber erst, wenn man einen anderen Punkt in den Vordergrund bringt, der in der Debatte meist unter den Tisch gekehrt wird: Gemäß dem 7. Familienbericht der Bundesregierung ist der Geburtenrückgang in erster Linie auf das Verschwinden größerer Familien zurückzuführen. Man braucht solche Familien, damit andere kinderlos bleiben können.

Solche Familien haben aber das folgende Problem: Mit zunehmender Kinderzahl wird irgendwann der Punkt erreicht, bei dem soviel Familienarbeit entsteht, dass eine Person zu Hause bleiben muss. Die Familie hat dann höhere Kosten, aber geringere Einnahmen. Das ist das Dilemma der größeren Familie und deshalb verschwindet sie. Mit Vereinbarkeit ist da nichts zu machen, denn vier Kinder kann man in den allermeisten Berufen nicht vereinbaren. Krippen helfen auch nicht, da eine Person ohnehin zu Hause ist. Steuererleichterungen greifen ebenfalls nicht, da man bei einem Einkommen und hohen Kosten kaum Steuern zahlt.

Hier ist eine massive Ungerechtigkeit entstanden, nicht zwischen Frauen und Männern, sondern gegenüber Familien und Kindern: Wir benötigen zwingend einen nennenswerten Anteil an größeren Familien, denen man aber bei uns die Lebensgrundlage entzogen. Solche Familien werden in die Armut abgedrängt oder entstehen gleich dort. Mehr und mehr Kinder verarmen.

Es ist die typische Situation: Feministinnen wie Alice Schwarzer denken nicht an Mehrkindfamilien, weil so etwas für sie nie in Frage käme. Wir benötigen zwar solche Familien, aber sie werden im Rahmen der Interessenverteilung ins Abseits gedrängt.
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106 von 157 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Der Zweck heiligt die Mittel, 3. September 2007
Mit diesem Prinzip kann man das neueste Machwerk Alice Schwarzers treffend charakterisieren. Auf Seite 74 schreibt sie über die damalige von ihr initiierte Aktion "Ich habe abgetrieben", bei der viele der teilnehmenden Frauen nie abgetrieben hatten: "Darum spielt es auch überhaupt keine Rolle, ob die bekennenden Frauen wirklich schon mal abgetrieben hatten oder nicht (wie ich). Zumindest im Kopf hatten wir alle schon abgetrieben." Diese Art von Umgang mit der Realität ist symptomatisch und zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch.
Das Buch ist die altbekannte Mischung aus Falschinformationen, Unterstellungen, aufgeblasenen Nichtigkeiten, Widersprüchen, unzulässigen Verallgemeinerungen aus Einzelfällen und natürlich Selbstbeweihräucherungen. Belege und Quellennachweise sucht man - wie gehabt - meistens vergeblich bei der Autorin. Immerhin hat sie sich zu einem Namensregister mit ein paar einseitigen Literatur-Tipps durchringen können. Es würde den Rahmen dieser Rezension sprengen, auf alle Fehler und Ungereimtheiten einzugehen. Deshalb greife ich an dieser Stelle exemplarisch drei Themen heraus.
Ein zentrales Thema ist für Schwarzer die sogenannte "Zwangsheterosexualität". Ihren Gegnern unterstellt sie hier gerne Biologismus. Unter Biologismus versteht man den Versuch, biologische Erklärungen auf vorwiegend nicht-biologische Phänomene anzuwenden. Wer aber wie Schwarzer bestreitet, dass Sexualität und Fortpflanzung in hohem Maße biologische Phänomene sind, die nachweislich starken Einfluss auf unser Verhalten ausüben, der hat nichts von Biologie verstanden und ignoriert sämtliche Erkenntnisse der neueren Forschung besonders auch der Evolutionsbiologie. So ist die überwiegende Heterosexualität des Menschen keineswegs gesellschaftlich erzwungen, sondern ein Resultat der Selektion. Nur heterosexuelle Individuen haben nämlich Nachkommen und können somit diese Disposition vererben. Stattdessen setzt die Autorin auf Sexualwissenschaftler wie Kinsey und Money, deren 50 Jahre (!) alten Theorien längst widerlegt sind. Schwarzers abstruse Vorstellung, Sexualität sei nur auf gesellschaftliche Zuschreibungen zurückzuführen, krankt schon daran, dass sie nicht plausibel erklären kann, wie diese Zuschreibungen in prähistorischen Zeiten entstanden sein sollen, denn bei unseren tierischen Vorfahren können sie ja noch nicht existiert haben. Aber Ungereimtheiten in ihrer Argumentation haben Fr. Schwarzer noch nie gestört - sie ignoriert sie einfach, ebenso wie Einwände dagegen. Auch bei biologischen Details tritt die journalistische Schludrigkeit zu Tage. Da macht sie kurzerhand das Östrogen zum geschlechtsdifferenzierenden Faktor. Tatsächlich ist es jedoch das Testosteron.
Schwarzer behauptet allen Ernstes, dass die Kinderquote steigen würde, wenn mehr Frauen erwerbstätig würden, was für sie wieder unmittelbar mit den Aktivitäten der Frauenbewegung zusammenhängt. So stellt sie einen Zusammenhang zwischen dem Geburtenrückgang bis 1975 in Deutschland und der entstehenden Frauenbewegung Anfang der Siebziger her und unterstellt als Grund für die sinkende Geburtenrate die Verweigerungshaltung der Frauen. Zu diesem Zweck datiert sie kurzerhand den Beginn des Geburtenrückgangs auf 1971 (passend zum Beginn der Frauenbewegung). Nachweislich begann dieser aber 1964, also lange vor dem feministischen Aufbruch. Auch war die Frauenbewegung niemals eine solche Massenbewegung, dass man hier einen merklichen Einfluss auf die Zahl der Geburten hätte erwarten können. Als Beispiel für eine vorbildliche Frauenpolitik führt Alice Schwarzer das feministisch kontaminierte Schweden an. Dort sei die Kinderquote aufgrund der besseren Frauenpolitik höher als in Deutschland. Sie unterschlägt aber schlichtweg die Fakten, die so garnicht in ihre Ideologie passen wollen. Die schwedische Quote (1,6 Kinder pro Frau) ist nämlich nicht gerade üppig im Vergleich zur deutschen (1,3 Kinder pro Frau). Zudem kann man Deutschland und Schweden garnicht direkt miteinander vergleichen, weil die schwedische Quote immer schon höher war. Erwartungsgemäß haben keine der angeblich so erfolgreichen schwedischen Maßnahmen zu einer merklichen Steigerung der Kinderquote geführt. Die ewige Behauptung, dass höhere Frauenerwerbsquoten zu höheren Kinderquoten führen würden, ist schlichtweg ein Ammenmärchen. Für Schweden (wie übrigens für alle anderen Industrieländer auch) zeigen die demoskopischen Daten klar, dass höhere Frauenerwerbsquoten definitiv mit niedrigeren Kinderquoten korrelieren.
Ein anderes Thema im Buch ist die Prostitution. Hier macht sie in einem wüsten Zahlen-Hokus-Pokus zwei Drittel aller deutschen Männer über 18 zu Freiern. Dabei ist keine der von ihr verwendeten Zahlen auch nur durch eine einzige empirische Studie belegt, weder die Zahl der Prostituierten noch die Anzahl ihrer Arbeitstage noch die Zahl ihrer Kontakte pro Tag. Daraus dann eine fiktive Zahl der Freier hochzurechnen, ist der Gipfel der Unseriösität. Auch sonst will Schwarzer nicht wahrhaben, dass Prostituierte in Deutschland ihre Dienste in der Regel freiwillig anbieten (Drogenabhängige und Zwangsprostituierte ausgenommen). Schon von daher hinkt der Vergleich mit Sklaverei. Wie Tamara Domentat in "'Lass dich verwöhnen'" und Felix Ihlefeldt in "Abenteuer Hure" gezeigt haben, lässt sich das Thema Prostitution keineswegs so pauschal abhandeln, wie Schwarzer das versucht. Schon die These, dass die Käuflichkeit von Sex gegen die Menschenwürde verstoße, ist alles andere als nachvollziehbar. Kann überhaupt etwas gegen die Menschenwürde verstoßen, das in beiderseitigem Einvernehmen ohne Schädigung eines Dritten zwischen zwei Menschen stattfindet? Wohl kaum. Und so sieht es ja auch der Gesetzgeber, sonst hätte er die Prostitution bestimmt nicht aus der Illegalität geholt. Dem stellt Schwarzer wieder ihr Lieblingsbeispiel Schweden gegenüber. In Schweden werden nur die Freier bestraft. Trotzdem ist dort die Prostitution nicht klein zu kriegen, allerdings ist sie wieder in die Illegalität gewandert mit allen Risiken und Nachteilen für die Frauen. Das verschweigt Schwarzer natürlich geflissentlich.
Die Autorin degradiert Menschen (insbesondere natürlich Frauen) zu bloßen Marionetten einer obskuren alles verursachenden "patriarchalen" Gesellschaft, so als kämen alle Entscheidungen, die Menschen treffen können, nicht aus ihnen selbst, sondern als seien sie ausschließlich Hervorbringungen von äußeren Normen, Zuschreibungen, Vorbildern, Erziehung, etc. Damit ersetzt sie einen genetischen Determinismus durch einen gesellschaftlichen. Der eine ist so falsch wie der andere, weil er dem Individuum jegliche Verantwortlichkeit für eigenes Handeln abspricht. Sie kämpft gegen alte Rollenbilder, ohne zu merken, dass sie den Menschen neue Rollenbilder aufzwingen will. Für alle Menschen, die nicht ihren Kriterien genügen, empfindet sie nur Verachtung - ein deutliches Kennzeichen für einen verbissenen Fundamentalismus.
Im Klappentext des Buches heißt es u.a.: <Die neuen Freiheiten . . . erfordern neue Antworten. "Die Antwort" auf neue Frauenverdummung und altes Machotum.> Wenn sie wirklich Frauen nicht verdummen will - ganz zu schweigen von Männern, die ihr scheinbar egal sind, sonst hätte sie ja von Menschenverdummung gesprochen -, dann sollte sie besser schweigen.
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72 von 121 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Intelligent und schlagfertig argumentiert, 29. Mai 2007
Von PepeRoni (Monaco d. B.) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)   
Der/die Rezensent/in vor mir scheint das Buch in Wahrheit nicht gelesen, sondern lediglich seinen/ihren Vorurteilen gegen Frau Schwarzer Luft gemacht zu haben. Männerverachtend ist dieses Buch beileibe nicht!! Die Stellen, die angeblich männerverachtend sind, möchte ich gern genannt bekommen. Ich habe keine gefunden. Ganz im Gegenteil: in alter Manier steht Alice Schwarzer für diejenigen ein, die in dieser Gesellschaft ungerecht behandelt werden. Und das sind z.B. auch die Väter, die oft und lange für Sorgerechtsansprüche kämpfen müssen. Bei ihren offensiven - und gerechtfertigten - Anklagen geht Frau Schwarzer also keineswegs geschlechtsspezifisch vor.

Nicht umsonst heißt es im Ankündigungsschreiben von Kiepenheuer & Witsch u.a. auch: "Ein Plädoyer für Väter mit Kindern und Mütter mit Beruf. Für gleiche Rechte und Pflichten. Für Selbstkritik und gegen das schlechte Gewissen." Und das alles kann ich nach Lektüre des Buches auch bestätigen!

Und was zum Teufel meint mein/e Vorredner/in bitte mit "einer Zeit, in welcher Frauen in diversen Bereichen (Arbeitsplatzquoten, Bundeswehr, Familienrecht, schulische Sonderförderung, ect.) den Männern gegenüber eine Bevorzugung erfahren"??? Das ist ja an Peinlichkeit kaum zu überbieten...! Es ist unumstritten, dass Frauen immer noch zu einem verschwindend geringen Anteil in den höheren Rängen sitzen. Daran hat sich auch in Zeiten eines weiblichen Bundeskanzlers noch nicht allzu viel geändert! Von einer totalen Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern kann auch im 21. Jahrhundert noch keine Rede sein.

Wer sich also nicht beirren lässt, sondern die Standpunkte einer intelligenten geradlinigen und modernen Frau lesen möchte, sollte an diesem Buch nicht vorurteilsbelastet vorbeigehen!
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