Dieses Buch zeigt die vollkommen verdrehte Weltansicht eines Mädchens, das nach seinen eigenen Gesetzen lebt und fühlt. Bei ihr gelten keine Moral, kein Verstand, keine Naturgesetze. Sie sieht die Dinge auf ihre Weise - und stößt damit gegen unser allgemeines Weltbild. Sie träumt, sie dichtet, sie ist egoistisch und verletzt. Ein Kind, aber viel zu alt dafür. Und dann bekommt sie auch noch selber ein Kind.
Ihr Freund mit Helfersyndrom versucht ihr Leben auf die Reihe zu kriegen, aber sie sträubt sich. Eine psychische Störung, die sich nicht behandeln lassen möchte.
Bei ihrer spontanen Reise durch die Gegend ohne Ziel entdeckt sie die Anstant der besseren Mädchen - wie für sie gemacht. Eine Welt außerhalb der Realität, in der sie versinkt und bald kaum mehr die Kraft hat, sich daraus zu befreien.
Dieses Buch ist fabelhaft. Einmal darin versunken, konnte ich nur schwerlich wieder davon los kommen. Die Protagonistin zieht mal Mitleid, mal Unverständnis, mal Hass auf sich. Und dabei ist sie einfach nur schonungslos ehrlich.
Hoffentlich bekomme ich mehr von Julia Zange zu lesen! Als sei dies der Roman, auf den ich schon immer gewartet habe.