Das Buch ist sicher für Menschen mit Interesse an Psychologie, für solche, die berufsbedingt manchmal mit "Hysterikern" zusammentreffen, sicher informativ und kann ihnen helfen, besser zu verstehen, was da manchmal so los sein kann.
Jemand, der schon das ein oder andere über Hysterie weiß, wird aber nichts erfahren, was er nicht schon woanders genauer oder besser gelesen hätte. Es ist sehr populär, leicht verständlich und gut nachvollziehbar geschrieben, jedoch bisweilen auch redundant und diffus, obwohl ich glaube, dass diese Redundanzen hilfreich sein können, wenn man sich erstmals mit dem Thema beschäftigt. Aber das Buch plappert halt manchmal.
Etwas verwirrend mag vielleicht sein, dass das Buch besonders gegen Ende in globalem "Irgendwas" versinkt, von dem ich frage, was genau daran jetzt spezfisich hysterisch sein soll. Der Autor wollte vielleicht Dinge deutlich machen, ohne vorher die zu umständlichen (?) Grundlagen zu erklären; dadurch wird es manchmal allgemein, oberflächlich und unscharf. (Was ja wiederum ganz gut zur Hysterie passt. :-))
Kurzum: Für Interessierte ein ganz netter Einstieg; wer sich Profunderes (und dennoch flüssig Lesbares fürs Bett) wünscht, sollte Mentzos lesen. Für meinen Zweck hat sich der Kauf nicht gelohnt.
Wo die andere Rezensentin sieht, dass Frauen kleingehalten werden sollen mit einer Diagnose, ist mir rätselhaft.