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Die Andere Bibliothek: Eine Frau in Berlin. Tagebuchaufzeichnungen vom 20. April bis 22. Juni 1945 Gebundene Ausgabe – 2003

4.9 von 5 Sternen 24 Kundenrezensionen

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Als kurz nach Kriegsende ihr lang vermisster Freund Gerd glücklich und unerwartet von der Ostfront zurückkehrt, findet er eine ihm fremde Welt vor. Die Entfremdung wird noch größer nach einem Blick in die Tagebuchaufzeichnungen seiner Freundin. Auf seine Frage nach dem darin häufig verwendeten Kürzel "Schdg." kann sie nur bitter lachen. "Na, doch natürlich Schändung." Kurz darauf verschwindet Gerd. Ob für immer aus dem Leben der Frau aus Berlin -- wie so vieles wissen wir es nicht. Ihre Trauer darüber hielt sich in Grenzen. Nach all dem Durchlittenen war in ihr für Liebe und Zärtlichkeit kein Platz mehr frei.

Man sollte sich wappnen vor der Lektüre dieser Tagebücher, die als eines der ungeheuerlichsten und authentischsten Dokumente der letzten Kriegstage in die Literaturgeschichte eingehen dürften. Anonyma, deren wahre Identität -- verständlich genug -- auf eigenen Wunsch auch über ihren Tod hinaus unbekannt bleiben soll, schildert den Fall Berlins vom 20. April bis zum 22. Juni 1945. Ihre eigene Vita bleibt weit gehend im Dunkeln. Anfang 30, Fotojournalistin, weit gereist, mehrsprachig. Ihre Russischkenntnisse sollten sich in dem kommenden menschlichen Inferno als lebensrettend erweisen. Inmitten des Bombenhagels und in banger Erwartung vor den Russen, denen ein fürchterlicher Ruf vorauseilt, haben sich Hausgemeinschaften in Kellerlöchern verschanzt; junge Mädchen werden auf Dachböden versteckt. Es sollte in den meisten Fällen nichts nützen.

Anonymas unterkühlter, fast lakonischer Berichtston lässt die sich anschließenden Plünderungs- und Vergewaltigungsorgien in all ihren scheußlichen Details umso drastischer erscheinen. Trotz mehrfacher Schändung zeichnet sie ein wohltuend differenziertes Russenbild, frei von allem Untermenschendenken. Sehr bald jedoch erkennt sie pragmatisch: "Ein Wolf musste her, der mir die Wölfe vom Leibe hielt!" Anatol wird ihr "ständiger Begleiter". Fragen nach moralischer Integrität tauchen in ihr auf, werden weggewischt. In diesem Zusammenhang liefert sie auch eine schonungslose Bestandsaufnahme deutscher Mannsbilder, die sich nicht scheuten, Kellerfrauen dem Feinde zuzuführen, um selbst ungeschoren davonzukommen.

Dem Schriftsteller Kurt W. Marek (bekannter unter seinem Pseudonym C.W. Ceram, unter dem er den Bestseller Götter, Gräber und Gelehrte veröffentlichte), verdanken wir den Erhalt dieses "selbstentblößenden" Kriegsgemäldes. Marek, der in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft wohnte, lernte 1946 die Schreiberin kennen und erfuhr von den Tagebuchkladden. Fünf Jahre Überzeugungsarbeit waren nötig, sie von der Notwendigkeit einer Veröffentlichung zu überzeugen. 1959 erschienen, geriet sie leider bald in Vergessenheit. Die Frau aus Berlin ist mittlerweile verstorben -- ihre Erinnerungen werden ewig leben. --Ravi Unger


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Top-Kundenrezensionen

Dieses Buch, in dem es um die Erlebnisse einer jungen Frau im Berlin des 20. April bis 22. Juni 1945 geht, ist sozusagen die Umkehrung von "Das Ende" (Joachim Fest) und anderen Büchern, die aus der Distanz der politischen Geschichte die Geschehnisse am Kriegsende schildern.
Hier schreibt eine Frau aus dem Volk ein erschütterndes Tagebuch - über das Vorrücken der Russen von Straße zu Straße, während die Nazis immer noch Deserteure ihrer dem Untergang geweihten Armee öffentlich hinrichten, über den Kriegsalltag mit Kellernächten, Bomben und dem Mangel an Alltäglichem wie Wasser- und Gasversorgung, die Plünderungen und zahllosen Vergewaltigungen durch die Rote Armee. Gerade das letzte Thema dokumentiert sie mit einer innerlichen Distanz und Sachlichkeit, die erschreckt und zugleich die Authentizität des Buchs belegt - nichts ist durch Hass und Rachlust verzerrt und überzogen! Gerade dadurch bezieht dieses Buch aber auch seine Faszination, denn wie die Autorin sagt: In den Ruinen waren die Frauen das stärkere Geschlecht.
Zu Kriegsende beginnt im allgemeinen Chaos der Hunger. Sex mit Russen gegen Lebensmittel, der Mensch wird dem Menschen zum Wolf und klaut seinem Nachbarn, was ihm selbst von anderen gestohlen wurde. Auf einem Feuer aus Naziliteratur kocht man Brennnesseln mit halbfaulen Kartoffeln. Die grenzenlose Solidarität der Bombennächte löst sich auf. Zukunftsangst regiert, genährt von obskuren politischen Gerüchten. Und doch gibt es die unerschütterliche Hoffnung auf einen Neubeginn, den man zu Ende des Tagebuchs bereits ahnen kann.
Ich konnte dieses zugleich entsetzliche und anrührende Buch nicht aus der Hand legen, bis ich es ausgelesen hatte, und kann es jedem nur empfehlen.
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Von Ein Kunde am 9. Juli 2003
Toll, dass der Eichborn-Verlag diesen Text nochmals verlegt hat, es ist ein wirklich absolut lesenswertes zeitgeschichtliches Dokument. Noch nie habe ich derart anschaulich und intensiv von den letzten Kriegstagen und der "Stunde Null" gelesen.
Meines Erachtens geht es in dem Buch in erster Linie um die Frage, wie Menschen in einer so extremen Zeit (ohne Regierung, ohne "Versorgung") reagieren. Sehr interessant, wie sie es tun, was alles geschieht...!
Die Autorin schreibt "leicht", ironisch, distanziert, sehr lebendig. Wenige Stichworte z.B. stellen einem plastisch eine ganze "Kellergemeinschaft" vor Augen.
Schade allerdings, dass die Entstehungsgeschichte des Textes trotz Vor- und Nachwortes weitgehend im Dunkeln bleibt, man würde sich eine textkritische Ausgabe mit Anmerkungen etc. wünschen. Ein 100%-ig authentisches Tagebuch kann das meiner Meinung nach nicht sein, es wirkt an manchen Stellen schon "geglättet", bearbeitet. Macht aber nichts, wie ein Literaturkritiker schrieb: "Die schönste Wahrheit (in einem Buch) nützt nichts, wenn sie nicht lesenswert formuliert ist." Lesenswerte Wahrheit liegt hier ohne Zweifel vor. Diese Lektüre wird man so schnell nicht mehr vergessen, und gern würde man mehr von dieser Autorin lesen!(Wie ist es ihr weiterhin ergangen?)Wer sie wohl war?
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Von Ein Kunde am 18. September 2003
... so begreift sich auch die Autorin dieses Buches, die verständlicherweise anonym bleiben will. Denn was ihr widerfuhr und was sie durchmachen mußte, steht für viele Frauen, die im Berlin um das Kriegsende herum gelebt haben. Bemerkenswert ist, daß die Autorin weder anklagt noch Rachegedanken schürt - sie schildert einfach und geradezu abgeklärt, was passiert ist mit ihr und in ihrer Hausgemeinschaft. Ein wertvolles Zeitdokument ist dieses Tagebuch, denn es macht beispielsweise begreiflich, warum so manche deutsche Frau zum "Russenliebchen" wurde - nämlich aus purem Selbsterhaltungstrieb und um sich (da sonst als Freiwild geltend) Horden von Männern vom Leib zu halten.
Es schildert die Angst, die Beschwernisse und die Ungewißheit dieser Tage - aber auch die kleinen Freuden, die es dennoch auch gibt. Die Autorin muß sich zwar preisgeben, aber gibt sich selbst nie auf, auch wenn es sie manchmal auch hart trifft. Wenn man ihr Zeitdokument liest, fühlt man sich als Längst-nach-dem-Krieg-Geborener in eine grausame Welt voller Absurditäten und Unvorstellbarkeiten versetzt, die man sich schwerlich vorstellen kann.
Dieses Buch ist wichtig, denn es schildert diesen Zeitabschnitt und seine Erscheinungen so, wie er wirklich war, aus der Sicht eines ganz normalen Menschen. Es zeigt, daß sich in der größten Not die Menschen helfen - aber es zeigt auch, wie sich in der Zeit der größten Not jeder Mensch auch selbst der nächste ist. Über allem, was die Autorin erzählt, schwebt der ständige, allgegenwärtige Hunger jener Tage.
Wer Not- und Besatzungszeiten besser verstehen will, der muß dieses Buch lesen.
Alle anderen müssen es auch.
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Ich habe dieses Buch paradoxerweise gleichzeitig mit Betroffenheit, als auch mit Distanz gelesen, und es fällt mir überhaupt erstmals schwer dieser Chronik hier eine Bewertung zu geben, da ich es nicht an den üblichen Massstäben für meine Bewertungen messen kann. Als tagebuchartiger Roman bekäme es bei mir 3 Sterne, Als Chronik, die verdienten 5 Sterne, deshalb unterm Strich 4 Sterne.
Ein Gefühl der Betroffenheit darüber, was diese Frau, die unerkannt bleiben möchte, in den letzten Tagen des Krieges durchgemacht hat und beschreibt. Über das, was auch Millionen anderer Frauen mitgemacht und durchlitten hatten, und über das ich bisher nur wenig gelesen habe. Zuerst das Überleben in den Trümmern Berlins, dann die Rache der Sieger insbesondere durch sexuelle Gewalt und Übergriffe an Frauen, schließlich der Hunger und das verzweifelte Suchen nach Nahrung. So direkt und unverblümt habe ich das bisher noch nie gelesen und es hat mich nicht nur betroffen gemacht, sondern auch schockiert und z.T. angeekelt z.b. wenn beschrieben wird, wie verheerend es für die Frauen war, wenn gerade in der Zeit die Milch versiegt und sonstige Babynahrung nicht zu bekommen war, wenn einem zusammengebrochenen Ackergaul noch bevor er tatsächlich tot ist, aus purem Überlebenskampf das Fleisch von den Rippen geschnitten wird, wenn Frauen sich unter den Eroberern einen Leitwolf suchen, der ihnen die anderen Wölfe vom Hals hält, nach dem Motto: "Augen zu und durch!" oder: " Was mich nicht umbringt, macht mich stärker." Ein Leitwolf, der aber auch hilft zu überleben, indem er Nahrungsmittel beschafft. Das Gefühl, der Frau, sich prostituieren zu müssen, nur damit sie überleben kann.....
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