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Die Amish-People: Überlebenskünstler in der modernen Gesellschaft
 
 
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Die Amish-People: Überlebenskünstler in der modernen Gesellschaft [Broschiert]

Peter Ester
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 200 Seiten
  • Verlag: Patmos; Auflage: 1 (15. Januar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3491694396
  • ISBN-13: 978-3491694392
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,2 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 509.942 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Amish ? Eiserne Tradition oder stetiger Wandel?

? Die Konfrontation von traditioneller und moderner Lebensweise ? Wie Religion eine kulturelle Gemeinschaft prägt

Sie leben wie in einem anderen Jahrhundert. Der minimalistische Lebensstil der Amish-People ist geprägt von ihrem streng orthodoxen Glauben, absoluter Einheitlichkeit und einer scheinbaren Ablehnung jeglichen Dortschritts und Kontakten zur Nicht-Amish-Welt. Diese fragt sich zunehmend, wie die Amish in unserer modernen Welt überhaupt zurecht kommen können. Peter Ester schildert die Erfahrungen, die er machte, als er selbst mit den Amish gelebt hat und gibt einen interessanten Überblick über ihre sozialen Strukturen, ihre Religion und ihre Kultur. Gleichzeitig untersucht er, inwiefern sich die Amish an ihre moderne Umgebung angepasst haben und wie es ihnen gelingt bzw. ob es ihnen auch in Zukunft gelingen wird, ihre Tradition dennoch zu bewahren.

Aus dem Niederländischen von Frans Beersmans.

Mit zahlreichen s/w-Abbildungen. Format 13 x 20,5 cm. Broschur.

Über den Autor

Peter Ester is Professor of Sociology and Director of the Institute for Labour Studies (OSA) at Tilburg University and visiting fellow at ZUMA, Mannheim. He has published extensively on cross-national and intergenerational trends in attitudes and values, with a special interest in changing cultural values and work orientations.

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Einleitungssatz
Dieses Kapitel bietet einen Überblick über die Geschichte der Amish in den vergangenen drei Jahrhunderten. Lesen Sie die erste Seite
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Als Religionswissenschaftler habe ich eine Menge Text zu religiösen Gemeinschaften zu lesen - da ist es immer wieder eine Freude, wenn man mal wieder auf ein Buch trifft, dass einen nicht nur informieren, sondern buchstäblich begeistern kann!
Denn das Buch ist zum einen informativ und weist einen in die Geschichte und Welt dieser Religionsgemeinschaft ein. Es ist, zum zweiten, gut leserlich und für den Interessierten ebenso zugänglich wie für den Soziologen, Theologen oder Religionswissenschaftler. Es ist aber, und das hat mich endgültig überzeugt, auch so klug aufgebaut, dass man nicht nur die Lebensweise dieses einen Völkchens, sondern das Phänomen der Religion insgesamt besser verstehen kann. Ein Beispiel: für den Außenstehenden wirken viele Gebote zunächst seltsam - bei den Amish etwa die Vorschrift, wonach zwar ein Traktor benutzt werden darf - aber nur ohne Gummireifen und nicht auf dem Feld. Der Autor erschließt den Hintergrund dieses Gebotes - und beschert dem Leser ein "Aha-Erlebnis", das auch über den Einzelfall hinaus das Nachdenken fördert. Ich empfehle dieses Buch daher nicht nur Leuten, die sich speziell für die Amish interessieren, sondern ausdrücklich allen, die Religion insgesamt besser einschätzen wollen und schließlich jenen, die sich anregen lassen wollen, wie man wissenschaftliche Fakten auf höchstem Niveau und gleichzeitig verständlich vermittelt. Klasse!
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Gut und informativ 1. Februar 2005
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch gibt einen sehr guten Einblick in das Leben und die Situation der Amish People. Zudem ist das Buch leicht verständlich geschrieben. Leider konzentriert sich das Buch nur auf ein Amisch-Siedlungsgebiet: Lancaster County, PA. Streckenweise kamen mir Beispiele und Sätze aus der englischen Literatur über die Amischen (Kraybill, Hostetler) - nur dass sie halt auf Deutsch übersetzt waren - bekannt vor. ;-)
Als Einstieg in diesen Themenbereich jedoch sehr empfehlenswert.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ester bringt eine gute Zusammenfassung der derzeitigen Forschungsliteratur. Ich möchte hier nur ein paar neue Tatsachen nennen, die man aus älterer Literatur zu den Amischen noch nicht kennenlernen konnte.

Heute fallen nicht mehr - wie noch vor einigen Jahrzehnten - 20 Prozent der nachwachsenden Jugendlichen von ihrer Gemeinschaft ab, sondern nur noch fünf, höchstens 10 Prozent! (S. 62 - 63) Das hat natürlich auch zusätzliche Auswirkungen auf die Demographie. Bislang hatte immer gegolten, daß die Hutterer kaum Mitglieder kennen, die "abtrünnig" werden, daß aber die neuesten Entwicklungen bei den Amischen zu einer ähnlichen Situation führen, kann man für hochgradig überraschend halten. Eigentlich sollte in einer so stark säkularisierten Gesellschaft wie den USA genau das Gegenteil erwartet werden, nämlich ein weiteres Ansteigen der Rate der Abfälligen.

Die für das Gemeinschafts-Leben als bedrohlich empfundenen Kontakte zur andersartigen Außenwelt und die Überlebensprobleme der Amischen als Gruppe sind ja nicht geringer geworden, wie Ester auch gut herausarbeitet. Aber - so Ester - der Laienprediger und Gemeindevorsteher "Levi Miller erklärt mir diese sinkende Tendenz" (zum Abfällig-Werden) "mit dem Hinweis auf die flexiblere Politik der" (amischen) "Kirche im Vergleich zu früher, auf die Tatsache, daß zahlreiche technische Neuerungen inzwischen erlaubt sind und daß sich die Amish einen positiven Platz in der öffentlichen Meinung erobert haben." (S. 62)

Offenbar trägt also der Umstand, daß die Amischen inzwischen zu einer bevorzugten Touristen-Attraktion in den USA avanciert sind - und ihre stockkonservativ-christliche Bigotterie kaum noch beachtet wird - auch zu einem zum Teil entspannteren Verhältnis der Amischen zu sich selbst bei. Sicherlich nicht ohne Interesse.

Weiterhin ist von Interesse, daß Ester (eine offenbar abseitig veröffentlichte) Studie von 1988 zitiert, in der auch der Intelligenz-Quotient der Amish-Kinder gemessen worden sein soll. (S. 95) "Smucker stellte in seiner Studie fest, daß (ältere) Amish-Kinder (...) im Durchschnitt einen niedrigeren Intelligenzquotienten haben". Und in der Anmerkung fügt Ester hinzu: "Die IQ-Werte von Amish-Kindern lagen jedoch nur leicht unter dem nationalen Durchschnitt."

Sollte es bei den gruppenevolutionären Selektionsprozessen, die zu der heutigen Old-Order-Amish-Population geführt haben, Mechanismen gegeben haben, die leicht gegen überdurchschnittlichen IQ selektierten? Man könnte sich zum Beispiel vorstellen, daß unter den früheren 20 Prozent "Abgefallenen" häufig auch überdurchschnittlich Intelligente zählten. - Aber das ist natürlich nur eine Hypothese. Natürlich könnten die Mechanismen auch schon vor 400 Jahren in der Schweiz wirksam gewesen sein.

Abschließend noch eine hübsche Stelle (S. 149), in der von einer Amish-Familie folgendes berichtet wird: "... Benjamin Hostetler bemerkt: 'Ich habe meinen drei Söhnen geraten, Lancaster County zu verlassen und an einem anderen Ort als Bauer anzufangen. In Kentucky sind die Bodenpreise fünfmal niedriger als hier. Es ist für junge Amish-Familien fast unmöglich geworden, in Lancaster einen bezahlbaren Bauernhof zu finden.' Seine Frau, Barbara, sagt halb im Scherz: 'Vielleicht sollen die Amish zurück nach Deutschland emigrieren.' " - Ob dieser Eindruck richtig wiedergegeben worden ist? Wirklich nur "halb" im Scherz? Dann hätte Deutschland (... zumindest) eine neue Touristen-Attraktion ...

Eine Studie zu den Amischen, die wieder viel Neues zum Nachdenken gibt.
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