Die Autoren dieses Buches zeichnen das Porträt einer Generation, die freilich nicht nur aus den so genannten "68ern" besteht. Sie waren die treibende Kraft und wirken als Erinnerungsgemeinschaft. Man könnte daran anschließend formulieren, selbst wer aus der Generation der heute etwa 60-Jährigen nicht zur 68er-Bewegung zählt, ist doch von ihr geprägt. Und sei es in bewusster Abkehr von ihren Idealen. Das Werk kommt mit einer Reihe von zunächst überraschenden Einsichten, die mit Daten unterfüttert und soziologisch argumentativ gut gestützt werden. So entsteht beim Leser ein überzeugendes Gesamtbild. Dieses Gemälde ist, und das kann man nur als wohlltuend bezeichnen, keineswegs so düster wie manch anderes Demografie-Szenario, das unserer Gesellschaft ihr Ende voraussagt. Wie schon der Soziologe Hondrich entwickeln auch Bruns und Böhme ein Verständnis der vor uns stehenden Entwicklungen als selbstregulierende Phänomene. Es gibt eine Zukunft, auch für die "Jugendgeneration" der 68er und für alle späteren.