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Die Alchemie der Nacht: Roman [Gebundene Ausgabe]

Heike Koschyk
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

10. Oktober 2011
Der junge Medizinstudent Christoph Wilhelm Hufeland wird Zeuge, wie ein Kommilitone von einem Degenstoß niedergestreckt wird. Als die Leiche unter mysteriösen Umständen verschwindet, versucht er gemeinsam mit Helene, der Schwester des Toten, dieses Rätsel zu ergründen. Sie kommen einer blutigen Verschwörung auf die Spur - es geht um ein allmächtiges Heilmittel, skrupellose Menschenversuche an jungen Mädchen und die düsteren Machenschaften einer Freimaurerloge. Begleitet von Samuel Hahnemann, der seine Heilkunst der Homöopathie erst vollendet sieht, wenn er Gewissheit über eine letzte Frage gewinnt, begeben sie sich auf die Fährte einer geheimnisvollen Rezeptur, die ewiges Leben verheißt. »Heike Koschyk kann man getrost in einem Atemzug mit Historien-Queen Rebecca Gablé nennen.« Gala »Spannender Historienkrimi über die Irrwege der Medizin und die Entwicklung der Homöopathie.« Hörzu

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 458 Seiten
  • Verlag: Rütten & Loening; Auflage: 1 (10. Oktober 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3352008116
  • ISBN-13: 978-3352008115
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 13,2 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (27 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 400.809 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Heike Koschyk wurde 1967 in New York geboren und wuchs in Hamburg und Travemünde auf. Bevor sie zu schreiben begann, arbeitete sie als Heilpraktikerin in ihrer eigenen Praxis. Sie veröffentlichte Krimis, historische Romane sowie Biografien. Ihr aktueller Roman „Die Alchemie der Nacht“ ist bei Rütten & Loening erschienen. 2008 wurde Heike Koschyk mit dem Agatha-Christie-Krimipreis ausgezeichnet. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Hamburg. Weitere Informationen unter www.heike-koschyk.de.

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5.0 von 5 Sternen spannend vom Anfang bis zum Schluss 26. November 2011
Von bonomania VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Nachdem ich schon Heike Koschyk's Erstlingsroman Pergamentum mit großer Begeisterung gelesen habe, war klar, dass ich auch Ihren neuesten Roman sofort lesen musste.
Heike Koschyk ist Trägerin des Agatha-Christie-Krimipreises und das zu Recht! Ihre Romane sind keine reinen, vor sich hin plätschernden historischen Abhandlungen.
Es gibt immer einen super spannenden Krimiplot, dessen puzzleartige Auflösung einen bis zum Ende atemlos bei der Stange hält.

Jeder der mit "Die Alchemie der Nacht" zu lesen beginnt sei schon mal vorgewarnt, dass er dann erst wieder für seine Familie ansprechbar sein wird, wenn man die letzten Seite umgeblättert hat.

Der Schreibstil ist flüssig, die Handlung ist logisch und spannend aufgebaut und zieht einen sofort in die Geschichte hinein.

Der Klappentext hält was er verspricht, es geht um die Wissenschaft, Mystik, Liebe, Wahnsinn und um die Anfänge der Homöopathie.
Der Roman beinhaltet Fiction und Wahrheit und zeigt sehr gekonnt die Konfrontationen auf, die es schon im 18. Jahrhundert zwischen Schulmedizin und Homöopathie gegeben hat.
In dieser Hinsicht hat sich bis heute nichts geändert!

Helene und Albrecht sind Geschwister aus Königsberg. Deren Vater ist Apotheker und schickt seinen einzigen Sohn nach Jena, auf der Suche nach dem Rezept für das unsterbliches Leben.
Um seine Apotheke vor dem Ruin zu retten, will er Helene mit dem Medizinalrat verheiraten. Diese lässt sich das nicht gefallen und flieht in einer Postkutsche über Berlin nach Jena.
Der zweite Handlungsstrang befasst sich mit Christoph Hufeland, der in Jena studiert. Sehr bald schon bekommt er die üblen Machenschaften der Verbindung an sich und seiner Familie zu spüren.
An dem Tag als er nach Weimar zu seinem Vater aufbrechen will, kommt Helene mit der Postkutsche an.
Von Hufeland muss sie nun erfahren, was mit ihrem Bruder passiert ist.

Der dritte Handlungsstrang beschreibt Hahnemanns Werdegang, dem Begründer der Homöopathie. Zum Ende hin verweben sich alle 3 Handlungsstränge zusammen zu einer Geschichte.

Ein Glossar und ein gezeichneter Stadtplan von Jena runden das Buch ab. Die Autorin erklärt am Schluss sehr genau, was Fiction und was Realität ist.

Fazit: ein gelungener Roman über Christoph Hufeland und Samuel Hahnemann und über die Anfänge der Homöopathie, den ich sehr gerne gelesen habe.
Meine uneingeschränkte Leseempfehlung!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Similia similibus curentur 1. Januar 2012
Von Jürgen Zeller TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
"Nicht der äussere Schimmer glänzender Hypothesen oder vielversprechender Rezepte sei unser Zweck, nicht grösste Einfachheit in der Auswahl der Mittel. Wahrheit sei unser höchstes, unser einziges Gut. Wahrheit und Aufklärung." Zitat Seite 250

Alchemie, was für ein berauschendes und zugleich mächtiges Wort. Ein Fluidum von Mythen und Sagen umwehen diesen alten Zweig der Naturphilosophie wie der flüchtige Wind und jeder versteht etwas anderes unter diesem geheimnisumwitterten Begriff. Für die einen ist es der Weg unedle Materie mittels Transmutation in Gold zu verwandeln, für die anderen ein Prozess der inneren Läuterung und Wandlung um das Himmelreich auf Erden zu erfahren und manche verstehen darunter nicht weniger als die Erforschung der Lebenskraft, des "Lapis Philosophorum" - Der Stein der Weisen, Das arkanische Salz, Das Lebenselixier schlechthin! Eine Rezeptur die das göttliche Licht mit der irdischen Materie vereint und eine Arznei von unermesslicher Kraft erschafft.

Deutschland gegen Ende des 18. Jahrhunderts, überall in den Hochburgen der Wissenschaft wird gelehrt, gelernt und geforscht. In Leipzig studieren die Höfisch-Galanten, in Halle die Frommen und Fleissigen, in Wittenberg wird die Freundschaft über alles gestellt und in Jena versuchen die Renommisten zu akademischen Ehren zu kommen. Im Milieu der Universitäten zu dieser Zeit spielt die Handlung dieses Romans. Gebildete Professoren und wissbegierige Studenten leben den Drang aus sich immer mehr Wissen über die Medizin anzueignen und neue Heilmethoden zu entwickeln. Dabei schliessen sie sich zu Gruppen zusammen die teilweise seltsame Auswüchse annehmen, einfache Studentenverbindungen mit ihren Ritualen sind da noch die Harmloseren im Vergleich zu Logen von Freimaurern oder Anhängern des Okkulten. Um medizinische Wissen zu erlangen nehmen einige Forschungen an Menschen düstere und ganz und gar makabere Züge an und finden im Verborgenen statt...

Christoph Wilhelm Hufeland ist Student in Jena und wird Zeuge einer tödlichen Auseinandersetzung zwischen Kommilitonen. Unter ungeklärten Umständen verschwindet die Leiche und er kommt nach und nach einer nebulösen und unbarmherzigen Vereinigung auf die Spur. Wer spielt in diesem undurchsichtigen Geflecht aus dem Umfeld von Universität und Wissenschaft welche Rolle? Wer ist ein verblendetes aber umso gefährlicheres Irrlicht und wem kann man vertrauen? Gibt es eine Grenze zwischen Humbug, Quacksalberei und seriöser Forschung? Eine Geschichte voller Tücken nimmt ihrem Lauf...

Just zu dieser Zeit entwickelt der junge deutsche Arzt Samuel Hahnemann eine neuartige Heilmethode, die Homöopathie. Die Kunst die Medizin zu erlernen und das Wissen zu erweitern bedarf gründlicher Ausbildung mit Verstand aber auch viel Herz und Empathie, den Kranken sei dabei so viel Aufmerksamkeit wie möglich zu zollen. Die Heilung von Kranken und das menschliche Leben lange und brauchbar zu erhalten sollte dabei die oberste Maxime sein. Er prägt auch den Spruch "Similia similibus curentur - Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt". Er sollte schliesslich zum Begründer dieser alternativen Medizin werden.

Heike Koschyk hat einen ausserordentlich spannenden und bemerkenswerten Historischen Roman geschrieben. Der Roman ist voller Fakten und Wissen und ist lebendiger Geschichtsunterricht. Ich als Leser spüre das die Autorin mit den Anfängen der Homöopathie auf ein Historisches Thema gestossen ist zu dem sie einiges zu erzählen hat und genau weiss von was sie schreibt. Durch ihren Beruf als Heilpraktikerin und Dozentin für Homöopathie hat sie sich zu diesem Thema viel Erfahrung angeeignet und wie der Anhang beweist allfällige Historische Wissenslücken sorgfältig recherchiert und sich ihre kritischen Gedanken gemacht. Sie vermeidet es die Schulmedizin und die alternativen Heilmethoden zu werten und gegeneinander auszuspielen - das finde ich persönlich erwähnenswert.

Wer aufgrund meiner Einleitung einen einfach zu lesenden, seichten Mystik-Thriller erwartet wird enttäuscht werden. Heike Koschyk schiebt solcherlei banalem Schmarren schnell einen Riegel vor. Die verschiedenen Handlungsstränge sind klug eingefädelt und ergeben nach und nach ein komplexes aber stimmiges Gesamtbild. Ein gewisses Mass an Mitdenken wird übrigens vom Leser erwartet.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von FiniWini
Format:Gebundene Ausgabe
Christoph Hufeland, ein junger aber ehrgeiziger und aufgeschlossener Medizinstudent, wird in Jena Zeuge eines Mordes an einem seiner Kommilitonen. Die Umstände des Mordes kommen ihm gleich seltsam vor und seine Vermutung bewahrheitet sich: Die Leiche verschwindet unter mysteriösen Umständen und er befindet sich mitten in einem Netz aus Verschwörungen und blutigen Ritualen, die alle auf eine Freimaurerloge zurück zuführen sind. Hals über Kopf flieht er zu seiner Familie um sein Studium dort in Sicherheit vor der Bedrohung seines Lebens, der er sich ausgesetzt sieht, zu beenden.
Zeitgleich erreicht die Schwester des Verschwundenen Jena und stößt ebenfalls auf die Machenschaften der Freimaurerloge.
Jahre später treffen beide aufeinander und versuchen die Vorkommnisse zu klären. Alles scheint sich um ein allmächtiges Heilmittel, Menschenversuche an jungen Mädchen und veraltete Rituale zu drehen.
Begleitet von Samuel Hahnemann, einem Arzt, der für die damalige Zeit zu moderne Praktiken vertritt und dafür oft geschmäht wird, begeben sie sich auf die Fährte einer geheimnisvollen Rezeptur, die ewiges Leben verheißt.

Auf dem Buchrücken heißt es: "Ein spannender historischer Roman zwischen Mystik und Wissenschaft, Liebe und Wahnsinn."
Wow, was für eine Konstellation, dachte ich mir, als ich den Roman zum ersten Mal in meinen Händen hielt und diese Worte las. Doch meist steckt hinter großen Worten, die auf Buchrücken gedruckt werden, nichts als heiße Luft! Daher ging ich nicht mit der Erwartung an den Roman heran, dass diese großen Worte tatsächlich in die Realität umgesetzt werden würden.
Weit gefehlt! Hätte ich den Worten auf dem Buchrücken Glauben geschenkt, so wäre ich vielleicht nicht ganz so atemlos durch den Roman gehetzt, denn ich wäre auf das Ausmaß des Wahnsinns, der von dem Roman ausgeht gefasst gewesen. So muss ich allerdings sagen, dass ich ihn absolut sprachlos zugeklappt habe und mich tatsächlich fragen musste, ob ich jemals einen vergleichbar guten historischen Roman gelesen habe. Die Antwort ist vermutlich: NEIN!

Heike Koschyks Schreibstil ist unvergleichlich. Zum einen wirkt er der damaligen Zeit durchaus angepasst und daher ein wenig altertümlich, dennoch ist er unglaublich leicht lesbar und verständlich. Sie versteht es, so fesselnd zu schreiben, dass man den Roman kaum aus den Händen legen kann. Die Spannungskurve steigt tatsächlich exponentiell an und der Roman endet mit einem gewaltigen Knall, den so vermutlich niemand erwartet hätte. Dennoch wirkt der Schluss keines Falls weit hergeholt, sondern durchaus authentisch.
Diese Authentizität erhält Frau Koschyk bis zum Ende aufrecht, indem sie ihre Charaktere realistisch und bedacht handeln lässt. Zu keinem Zeitpunkt fällen diese irgendwelche undurchdachten oder naiven Entschlüsse, die sie ins Verderben stürzen könnten.
Das ist es auch, was mich an den einzelnen Charakteren so fasziniert hat. Sie bleiben durchweg authentisch und sind vor allem alle sehr tiefgründig gezeichnet. Selbst eher unwichtige Nebenrollen haben einen ganz eigenen Charaktere und werden gut beleuchtet, sodass sie nicht seicht und gänzlich unwichtig erscheinen.

Mir ist während des Lesens besonders aufgefallen, wie leicht es mir viel, mit der Geschichte mitzuhalten und mir die einzelnen Szenen bildlich vorzustellen. Das ist für mich immer sehr wichtig, da ich sonst rasch mit meinen Gedanken abschweife, wenn mich der Roman nicht zu fesseln vermag. Allerdings hat mich "Die Alchemie der Nacht" regelrecht in seinen Bann gezogen.

Ebenfalls richtig gut gelungen finde ich die Zusammenführung der einzelnen Handlungsstränge. Am Anfang weiß man noch nicht so genau, wie das alles zusammenhängen soll und wie sich die Geschichte wohl weiter entwickeln wird. Doch rasch verweben sich einzelne Stränge miteinander, bis letztendlich alle Handlungsstränge zu einem großen Ganzen zusammenlaufen und man schließlich begreift, wie alles zusammenhängt.

Besonders Eindrucksvoll ist allerdings die Schilderung der damaligen Verhältnisse und Weltanschauungen. Das ist es im Besonderen, was mich an historischen Romanen reizt. In diesem Roman lernt man erstaunlich viel über die Ärzte der damaligen Zeit und wie unterschiedlich diese doch waren. Da gab es die "Quacksalber" die jede Erkrankung auf einem Wurmbefall zurückführten und den Patienten die Haare abschnitten um die Auswüchse der Würmer abzutöten. Und dann gab es noch Ärzte wie Hahnemann, die nicht jede unerklärliche Heilung auf ein Wunder zurückführten, sondern rational dachten und nur wirklich erprobte und wirksame Heilmethoden praktizierten. Erstaunlich, dass ausgerechnet diese Ärzte geschmäht wurden...

Abschließend möchte ich euch einfach nur mitgeben, dass dies der bisher beste historische Roman ist, den ich gelesen habe. Er hält tatsächlich alles, was er verspricht, auch wenn das eine ganze Menge ist. Mir persönlich hat die ganz eigene Note des Wahnsinns, die Heike Koschyk in den Roman mit eingebracht hat, zusammen mit den Schilderungen der damaligen Zeit am besten gefallen. Da ist es nur logisch, dass ich diesem Roman gerne 5 Sterne geben möchte. Ich kann ihn wirklich jedem Fan historischer Romane empfehlen, der beim Lesen eines Buch auf absolut nichts verzichten will. Denn "Die Alchemie der Nacht" beinhaltet alles: Spannung, Liebe, Mystik, blutige und grausame Szenen und Rituale, lehrreiche und gut recherchierte historische und wissenschaftliche Fakten und eine Prise Wahnsinn, der man sich als Leser einfach nicht entziehen kann!
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Vor 15 Monaten von arwen008 veröffentlicht
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