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Die Akten des Vogelsangs
 
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Die Akten des Vogelsangs [Hörbuch-Download]

von Wilhelm Raabe (Autor), Hans Jochim Schmidt (Erzähler)
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
CD Preis: EUR 27,00
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Produktinformation

  • Hörbuch-Download
  • Spieldauer: 8 Stunden und 11 Minuten
  • Format: Hörbuch-Download
  • Version: Ungekürzte Ausgabe
  • Verlag: Vorleser Schmidt Hörbuchverlag
  • Audible.de Erscheinungsdatum: 3. September 2010
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B0041T7YBE
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

Produktbeschreibungen

Der "Vogelsang" ist ein Vorort einer kleinen Residenzstadt. Mit dem Titel dieser Erzählung (der vorletzten vollendeten des Schriftstellers) nimmt Wilhelm Raabe Bezug auf sein Erstlingswerk, die "Chronik der Sperlingsgasse". In dem vorliegenden Meisterwerk der Erzählkunst geht es um eine Freundschaft, von der es etwa in der Mitte des Buches heißt:
"Er ist doch mein Freund gewesen, und ich bin der seinige. Ich habe sein Leben miterlebt, und doch, grade hier, vor diesen Blättern, überkommt es mich von Seite zu Seite mehr, wie ich der Aufgabe, davon zu reden, so wenig gewachsen bin. Ich habe alles erreicht, was ich erreichen konnte; er nichts - wie die Welt sagt - und - wie ich mich zusammennehmen muss, um den Neid gegen ihn nicht in mir aufkommen zu lassen!"
©2010 Vorleser Schmidt; (P)2010 Vorleser Schmidt

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
"Werde mir nicht so wie der!" 15. September 2011
Von Diethelm Thom VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Sondereinband
Der Erzähler präsentiert sich als honoriger Jurist, dem Großbürgertum zugehörig, (was wohl auch Raabes Herkommen und eigenem Lebensmilieu entsprach). Als junger Mensch erfüllt er die Wunschvorstellungen seiner Eltern, erlangt planmäßig eine hochangesehene Position in der Stadt, heiratet vorteilhaft und hat bald zwei Kinder. Im Gegensatz zu ihm steht sein Freund Velten Andres, ein romantisch-genialisch-tragischer Luftikus, dem das Leben unter der Hand misslingt. Dieser gleichaltrige Freund fühlt sich schon bald "schauderhaft müde", er ist bindungslos, nur seiner Vergangenheit verhaftet - ein durchaus moderner Typ, der das Leben von fern, wie ein Theaterstück betrachtet und alles Menschliche mit todtraurigem Humor bedenkt. Dabei wird deutlich, dass der bürgerliche Erzähler in seinem Freund nur die zweite Seele in seiner eigenen Brust darstellt, so z.B. wenn seine aus dem Adel stammende Frau merkt, wie er zu dem Freund hingezogen ist, und ihren Mann immer wieder mit ähnlichen Worten beschwört: "werde mir nicht so wie der!" (930).

Das ganze Werk ist durchweht von der Wehmut eines alternden Mannes (Raabe war zur Zeit der Abfassung über 60 und musste auch den Tod seiner jüngsten, gerade 16jährigen Tochter erleben), der die Zerstörung einer natürlichen Lebenswelt mit einer intakten Nachbarschaft durch die Industrialisierung einerseits betrauert, andererseits versucht, in den geänderten Verhältnissen ein gefestigtes, menschlich erfülltes, gesellschaftlich geachtetes Leben zu führen. Fürs Leben geprägt von ihrer idyllischen Kindheit sind nicht nur er und sein Freund, sondern auch Helene, die Freundin, der Velten schicksalhaft verbunden ist, die ihn aber verschmäht. Velten zerstört schließlich alles, was ihn an seine Kindheit erinnert, verkriecht sich in ein kahles Zimmer in einem Hinterhof in Berlin, in dem er als junger Mann lebte, bei einer alten Frau, die ihn an seine liebevolle Mutter erinnert, und sein Abgang ist dann ganz ohne Humor.

Während Raabe z.B. in "Stopfkuchen" das Bild eines saturierten Helden zeichnet, das m.E. nicht frei von Selbstgefälligkeit ist (s. meine Rezension dort), erlebt man ihn hier melancholisch, zweifelnd, indem er auch die Gefährdung und Brüchigkeit seines Lebens darstellt. Raabe ist in manchem zeittypisch, z.B. ist die Darstellung der Rolle der Ehefrau heute nur schwer zu genießen, aber andererseits sind das Ringen des Erzählers um Orientierung und die Darstellung von Vergänglichkeit zeitlos. Und die liebe- und respektvolle Darstellung einiger französischer Akteure im Roman gereicht ihm, der in einer Zeit des deutschen Hurrapatriotismus schrieb, zur Ehre. Er hat einen stilistisch subtilen, organisch durchstrukturierten und menschlich-psychologisch spannenden, anrührenden Roman geschrieben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Tiefgang 5. Dezember 2010
Von Bernd Mey
Format:Hörbuch-Download
Nichts für Otto Normalverbraucher, aber wer noch etwas
Tiefgang sucht, wird bei Wilhelm Raabe fündig. Es gibt nur
wenig Vergleichbares.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Neben dem "Stopfkuchen" das beste Buch von Wilhelm Raabe. In den "Akten des Vogelsangs" erzählt ein Freund das Leben des Andres Velten, eines gescheiterten Menschen, dem Herzenswärme und Mitmenschlichkeit fehlt. Hervorragend wird auch geschildert wie der "Vogelsang", ein idyllischer Vorort einer Stadt sich im Laufe der Zeit baulich verändert und die Nachbargemeinschaft auseinanderbricht. Leider wimmelt es in der Ausgabe von "Elibron Classics" von Druckfehlern, die mitunter so krass sind, dass das gemeinte Wort kaum mehr reproduzierbar ist. Die Broschierung selbst und die Schriftgröße sind in Ordnung.
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