Kurzbeschreibung
Helene Trotzendorff, Velten Andres und Karl Krumhardt werden nach einer gemeinsamen Jugend in der idyllischen Vorstadtsiedlung "Im Vogelsang" gewaltsam auseinandergetrieben. Ihre Welt, in der unterschiedliche Lebensstile und Charaktere nebeneinander existieren konnten, weicht den Fabriken. Der Roman, neben der Erzählung 'Hastenbeck' das letzte vollendete Werk Raabes, beeindruckt durch seine virtuose epische Struktur, die gesellschaftlicher Technisierung mit einer literarischen "Erinnerungstechnik" (R.Pascal) begegnet.
Klappentext
»Wie habe ich dieses Manuskript begonnen, in der festen Meinung, von einer Erinnerung zur andern, wie aus dem Terminkalender heraus, nüchtern, wahr und ehrlich farblos es fortzusetzen und es zu einem mehr oder weniger verständig-logischen Abschluß zu bringen! Und was ist nun daraus geworden, was wird durch Tag und Nacht, wie ich die Feder von neuem wieder aufnehme, weiterhin daraus werden?«
Über den Autor
Wilhelm Raabe, geboren am 8.9.1831 in Eschershausen bei Braunschweig, begann zunächst eine Buchhändlerlehre und studierte später in Berlin. Als Schriftsteller lebte er zuletzt in Braunschweig, wo er am 15.11.1910 starb. Raabe zählt zu den wichtigsten Vertretern des poetischen Realismus in Deutschland und galt als scharfer Kritiker seiner Zeit. Er schrieb über 86 Romane, Erzählungen und Novellen, darunter seinen Erfolgsroman "Die Chronik der Sperlingsgasse" (1856). Erst in seinen letzten Lebensjahren widmete er sich großen Reisen und stellte seine schriftstellerische Tätigkeit ein.