Ein Film voller Klischees und trotzdem gelungen. So würde ich G.I Jane (Die Akte Jane) in einem Satz beschreiben.
Die Grundstory ist so einfach wie Publimumsträchtig: Eine Senatorin (Anne Bancroft) will ein Exempel statuieren und setzt alles daran eine Frau bei den Seals unterzubringen. Es werden verschiedene Frauen zur Auswahl vorgelegt und die Wahl fällt auf Jordan (Demi Moore). Sie zieht ins Ausbildungslager und sieht sich zumeist offener Feindschaft gegenüber, die sich ganz verschieden äussert. Von "Kollegen" wird sie geschnitten und behindert, von Vorgesetzten zur Aussenseiterin gemacht.
Aber selbstverständlich trotzt sie allen Widrigkeiten, bis die Senatorin ihren scheinheiligen Kampf der Emanzipation für ihre Karriere ohne zu zögern opfert. Jane sieht sich jetzt einem anderen ungleichen Kampf ausgesetzt-zu erreichen wieder ins Camp zurückzudürfen. Und am Ende ist Jane die gefeierte Heldin, als sie in einem Einsatz, ihr Leben riskierend, ein anderes Leben rettet.
Soviel zur Story.
Ridley Scott schafft es nicht die Klischees soweit aufzuarbeiten, dass man ein Meisterwerk zu sehen bekommt.
Vielmehr trägt sich der Film durch die schauspielerische Umsetzung. Anne Bancroft spielt die Karrieregeile Senatorin so überzeugend, dass der billige Plot fast in Vergessenheit gerät. Demi Moore spielt die toughe Soldatin, die trotz allem eben doch eine Frau ist, mit genau der richtigen Mischung aus trotzigem Willen (mit hartem Training etc.) und Gefühl.
Gut dass dieser Film wieder ohne Umwege in Deutschland zu erhalten ist.