Nach dem plötzlichen Unfalltod ihres Mannes findet die Witwe Antonia auf der Rückseite eines Bildes aus dem Büro ihres Mannes eine Widmung, die in ihr den Verdacht aufkommen lässt, dass er 7 Jahre eine Geliebte gehabt haben muss. Sie macht sich auf die Suche und stellt fest, dass es sich bei der vermeintlichen Geliebten um einen hübschen Mann handelt: Michele. Das wirft Antonias Leben doch ziemlich aus der Bahn und sie hinterfragt die komplette Beziehung mit ihrem Mann.
Doch auch der Geliebte trauert und beide finden über diverse Hürden einen Zugang zueinander. Michele schart in seiner Wohnung eine Menge sehr unterschiedlicher Charakteren, ein bunter zum Teil schriller Haufen an 'Wahlverwandten'. Nahezu beiläufig nimmt Antonia schon bald den Platz ihres verstorbenen Mannes ein und das in mancherlei Hinsicht.
Sie kümmert sich als Ärztin auch um den Aids-Kranken in einem der Zimmer der Wohnung, der seinem verflossenen Lover nachtrauert, bei dem er sich in vollem Bewusstsein angesteckt hat....
Eigentlich müsste der Film "Die Ahnungslose" heißen. Den Antonia hat jahrelang das Bett und Leben mit einem Mann geteilt, der ihr seine schwule Seite gänzlich verschwiegen hat. Vielleicht war er ja bisexuell, vielleicht war er aber einfach gänzlich schwul und hat aus irgendwelchen Zugeständnissen Antonia geheiratet.
Antonia wird in ihrer Trauer mit einer ihr fremden Welt konfrontiert, die sie aber immer mehr anzieht und dazu führt, dass sie auch ihre bisherige eigene Lebenshaltung in Frage stellt.
In Italien hatte der Film wohl über 1 Million Zuschauer. Verdienterweise, wie ich meine.
Einziger Schwachpunkt: die Tricktechnik beim Unfalltod des Ehemannes.