Es gibt Autoren, die man aufgrund ihrer Fähigkeit, mit ihrem Werk Faszination zu erzwingen, einfach bewundern muß. "Die Agapanthusblüte" drückt alles mit Hilfe des Erzählstils aus, der Schreibe, die perfekt ist: Sie vermittelt auf einzigartige Weise die melacholisch-schöne Athmophäre der Geschichte, konstruiert und leitet Emotionen und verbindet in einem makellosen Aufbau Vergangenheit und Gegenwart des Geschehens zu einem stringenten, großartigen Ganzen. Die Sprache ist es, welche die schmerzlichen Enthüllungen der Handlung für den Leser in genau dem Maße erträglich macht, daß sich seine Empfindungen ganz selbstverständlich mit denen der Protagonisten zu decken scheinen. So vermischt dieser Stil das Schöne und Grausame zu einem völlig unbewertetem Mittelmaß, das die Betroffenen offenbar unbeteiligt ertragen. Und das ist das Geniale an diesem Roman: diese beeindruckende Gelassenheit, die von der Sprache erzwungen wird und die sich durch alles durch zieht wie die träge Mischung aus der Unendlichkeit Australiens, Krankheit, Armut, Einsamkeit, Hitze und Staub.