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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Zurück zu den Anfängen, 6. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Abschussliste: Roman (Gebundene Ausgabe)
Als großer Fan der Jack Reacher Romane von Lee Child war ich anfangs etwas irritiert über seinen neuen Roman "Die Abschussliste". Ich dachte erst, der Verlag hat ein Anfangswerk Childs ausgegraben und vertreibt es jetzt mit großem Brimborium als brandaktuelles Werk. Denn in diesem Roman findet man sich wieder in der Zeit gegen Ende des kalten Krieges und Jack Reacher ist noch in der Army. Ein Blick auf Erscheinungsdatum der englischen Originalausgabe aber belehrt mich eines Besseren, denn es handelt sich in der Tat um Lee Child's neusten Roman. Und trotz einiger Irritationen und damit verbundener Vorbehalte (was sollen aufgewärmte "olle Kamellen" aus den 80iger Jahren) ist "Die Abschussliste" ein Thriller allererster Sahne und sehr schnell vergisst man, dass man Jack Reacher eigentlich nur aus späteren Jahren kennt. Und so by the way bekommt man durch den Thriller einige Antworten zu Fragen, die in den bisherigen Werken Lee Child's aufgekommen sind und nie beantwortet wurden. Vor allem erfährt man, wieso Jack Reacher aus der Army ausgestiegen ist und sich danach als freier wohnsitzloser Ermittler betätigt. Man erfährt einiges über seine familiären Wurzeln und über seinen Bruder, dessen Tod im Mittelpunkt eines späteren Falls von Jack Reacher steht. Zur Story: Mit der beginnenden Auflösung der Sowjetunion verlieren die amerikanischen Streitkräfte ihren Hauptgegner. Die Zukunft der gesamten Verteidigungsapparates ist ungewiss. In diesem Szenario wird Jack Reacher mit einigen mysteriösen Todesfällen bzw. Morden konfrontiert. Bei seinen Ermittlungen gerät er gemeinsam mit der jungen Sergeantin Summer in einen Strudel an Verwicklungen, der tief in die Abgründe von Moral und versteckten Verschwörungen führt. Dabei merkt er sehr schnell, dass auch er als Spielball von anonymen Mächten innerhalb des Militärapparates benutzt wird. Unkonventionell, teilweise auch mit harten Bandagen und nach seiner Suspendierung verdeckt macht sich Reacher auf die Suche nach Motiven und Schuldigen. Lee Child ist wieder ein unglaublich atmosphärischer und hochspannender Thriller gelungen. Einmal angefangen lässt sich das Buch nur schwer wieder aus der Hand legen, ein Page-Turner allererster Sahne. Für Ersttäter (ähm... Erstleser) ein guter Einstieg in alle "alten" Romane von Lee Child - klingt komisch, ist aber so! Für alle Wiederholungsleser endlich ein Roman, der Jack Reacher wieder einmal von seiner besten Seite zeigt, dabei excellent unterhält und endlich viele Fragen aus älteren Werken beantwortet. Übrigens - falls ein Vergleich gestattet ist: Die Romane von Lee Child stehen für mich vom Stil und von der Spannung auf einer Ebene mit denen von Jeffrey Deaver. Und wer die Romane von Deaver mit John Pellham als privater Ermittler kennt, der wird zwei sehr ähnliche Hauptdarsteller erkennen. Und das ist durchaus als großes Kompliment für Child (aber auch für Deaver) gemeint!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Große Spannung mit kleinen Schönheitsfehlern, 5. Mai 2008
Wir gehen zurück zum Jahreswechsel 1989 auf 1990. Jack Reacher ist noch Soldat und gerade von Panama nach Fort Bird in North Carolina versetzt worden. Mitternacht und der Jahreswechsel sind gerade vorbei, als Reacher einen Anruf der zivilen Polizei erhält: ein Zwei-Sterne-General wurde tot in einem Stunden-Motel aufgefunden. Er ist der erste von mehreren mysteriösen Todesfällen, die der Logik nach zusammenhängen müssen. Aber wie? Reacher fängt an zu ermitteln und bekommt aber von den eigenen Vorgesetzten einen Klotz nach dem anderen zwischen die Beine geworfen. Doch mit Hilfe eines umtriebigen, weiblichen Lieutenants bahnt sich Reacher einen Weg durch alle Hindernisse. Wie üblich kommt ihm seine überlegene Physis dabei zu Hilfe. Lee Child hat mit der "Abschussliste" eines seiner spannendsten Jack-Reacher-Abenteuer abgeliefert. In der ersten Hälfte des Buches erzählt er gradlinig und ohne Schnörkel. Das ändert sich ein wenig, durch die etwas unnötige Seitengeschichte mit seiner Mutter. Die ganze zweite Europareise tendiert etwas zur Langatmigkeit. Natürlich hat sich Lee Child - wie immer - einige Schnitzer geleistet, die wohl aus seiner Abneigung gegen gründliche Recherche herrühren. So bezeichnet er Generäle als Stabsoffiziere, was sie nicht sind, da sie eben Generäle sind. Stabsoffiziere sind Major, Oberstleutnant und Oberst. Ein Zwei-Sterne-General ist auch in den Staaten ein General-Major, kein General-Leutnant. Ok, damit kann ich leben. Viel schlimmer war für mich die nervtötende Übersetzung von Wulf Bergner, der im ganzen Buch die Dienstgrade eingedeutscht bzw. verweiblicht hat. Armee-Dienstgrade sind neutral. Es gibt keine Sergeantin. *grusel* Das wäre genauso, als wenn man im deutschen Heer eine Frau als "Frau Feldwebelin" ansprechen würde. Diese Übersetzung stellt sich streckenweise grausam dar, aber da kann ja Lee Child nix für. Deswegen: Daumen hoch für ein spannendes Buch!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Spannender Krimi mit Einblick in Reachers Vorleben, 8. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Abschussliste: Roman (Gebundene Ausgabe)
In den bisher erschienenen Büchern kannte man Jack Reacher ja nur als ausgebrannter Alleingänger. Dieses Buch geht zurück in seine aktive Zeit als Polizist bei der Army. Seine familiären Hintergründe werden zum ersten Mal beschrieben, was einige Ungereimtheiten aus früheren Büchern aufklärt. "Die Abschussliste" ist ein spannender Krimi in der typischen Reacher-Machart: Reacher stets knallhart (007 ist ein Schächling dagegen), Morde in die Reacher verwickelt wird und natürlich eine Frau, die am Schluss wie immer auf der Strecke bleibt. Ich habe das Buch innerhalb von zwei Abenden gelesen und kann es kaum erwarten, bis das nächste Buch von Lee Child erscheint.
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