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Die Abschaffung der Arten: Roman (suhrkamp taschenbuch) Taschenbuch – 25. Januar 2010


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 552 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 2 (25. Januar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518461451
  • ISBN-13: 978-3518461457
  • Größe und/oder Gewicht: 11,7 x 2,8 x 18,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Unlängst umriss Dietmar Dath anlässlich eines Interviews die drei Hauptgenres der fantastischen Literatur: Beim Horror gehe es um den Körper, Sex und Gewalt, im Fantasy-Genre stehe meist eine Reise, oft eine spirituelle, im Mittelpunkt, und die Science Fiction sei das Spielfeld des Spekulativen. Doch lediglich in der angelsächsischen Literatur würde all dies literarisch wertvoll beackert. Mit einem 550 Seiten starken Wälzer hat er diesem Misstand nun selbst abgeholfen: Die Abschaffung der Arten ist allerfeinste Genreliteratur ... In der deutschen Gegenwartsliteratur jedenfalls lässt sich weit und breit nichts Vergleichbares entdecken. « (Tom Thelen Galore )

»Die Abschaffung der Arten, das bisherige Opus Magnum von Dietmar Dath: Europa, irgendwann in der Zukunft: Die Tiere regieren, sinnieren über die heillose Einfalt der Menschen und sind selbst tödlicher Gefahr ausgesetzt. Ein Buch, irgendwo zwischen Douglas Adams, George Orwell und Philip K. Dick. Großartig.«

(GQ )

»Dieser Roman steckt voller Einfälle, Wortwitz und fulminanter Szenen ... Dath macht mächtig Lärm - aber auch die allerschönste Zukunftsmusik. Während er den Leser intellektuell herausfordert und sprachlich umgarnt, schickt er ihn auf eine abenteuerliche Entdeckungsreise: nach Formen des Umgangs und der Verständigung, die man endlich menschlich nennen könnte.« (Meike Fessmann Basler Zeitung, baz.online )

»Man muss, um sich in dieser Wunderwelt zurechtzufinden, das Bekannte (Dath nennt unsere Epoche schlicht die Langeweile, so beleidigend wie treffend) vergessen. Reisen wie die in diesem Buch sind nicht dazu da, die Heimat besser zu verstehen, sondern dazu, festgewachsene Verbindungen zwischen Ideen und Anschauungsweisen zu trennen; das Neue zuzulassen. ... Seiner Liebe zum fantastischen Roman des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, zu Jules Verne und H. G. Wells ist Dathh hier nachgegangen bis zu dem Punkt, an dem aus dem geliebten Alten etwas so noch nicht Dagewesenes werden konnte.« (Angelika Klüssendorf Die literarische Welt )

Dietmar Daths neuer Roman macht nicht nur Tiere zu Mutanten, sondern ist selbst eine sehr anstrengende, aber auch sehr inspirierende Mutationsmaschine. Sollte das Buch im Dunkeln leuchten oder komische Geräusche machten, müsste man sich nicht wirklich wundern. Science Fiction, Fantasy, Schöpfungsgeschichte, Weltraum-Odyssee und politische Utopie werden zu einem Gattungs-King-Kong verdrahtet, der dem Leser einiges an Durchhaltevermögen abverlangt. ... Geduld lohnt sich, denn Die Abschaffung der Arten ist ein unbedingt lesenswertes Gedankenspiel über ein Imperium, das alles besser machen woltle. Dieser Roman will ein Hilfsmittel zur Tat sein, eine fiktionale Antriebsrakete, mit der man die Welt politisch verändern kann.«   (Jutta Person Literaturen )

»Schluß mit der Wirklichkeit! Her mit der Wahrheit! Dabei hilft der Roman. ... Die Abschaffung der Arten ist ein verrücktes Buch, ist große, spekulative Literatur, mit Phantasie, Kenntnis und Dichtungskunst.«

(Volker Weidermann Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung )

»... der produktivste und radikalste Schriftsteller Deutschlands«

(Thomas Lindemann Die Welt ) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Dietmar Dath, 1970 geboren, ist Autor und Übersetzer. Er war Chefredakteur der Zeitschrift Spex und von 2001 bis 2007 Feuilletonredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, seit September 2011 ist er dort Filmkritiker.
Dietmar Dath veröffentlichte fünfzehn Romane, außerdem Bücher und Essays zu wissenschaftlichen, ästhetischen und politischen Themen, darunter die Streitschrift Maschinenwinter (2008) und die BasisBiographie Rosa Luxemburg (2010). Jüngst ist Dietmar Dath auch als Dramatiker und Lyriker in Erscheinung getreten. Er lebt in Freiburg und Frankfurt am Main.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

31 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Markus Deutsch am 26. Januar 2009
Format: Gebundene Ausgabe
Dietmar Dath schafft etwas Neues und für mich Einzigartiges. Verborgen hinter einer Vielzahl von Fachausdrücken, die einem das Lesen nicht gerade erleichtern, eingesperrt in nicht enden wollende Satzkonstrukte, verbirgt sich eine aberwitzige, skurille Geschichte. Die Geschichte einer Reise oder besser mehrerer ungewöhnlicher Reisen (Schlachten, Lieben,...). Dietmar Dath hat dabei weder Respekt vor biologischen, mathematischen oder phsikalischen Gesetzen, noch vor Zeit oder Raum (übrigens auch nicht vor Darwin).

Immer, wenn man denkt, dass man dem Handlungsfluss folgen kann, versetzt Dath dem Leser einen Schlag und er findet sich irgendwo verlassen wieder. Er rappelt sich wieder auf und versucht die losen Enden, die Dath ihm entgegenstreckt aufzunehmen, zu verstehen, was die Anspielungen bedeuten und setzt die Reise fort.

Wer einmal abgetaucht ist in die Tiefen der Geschichte und sich auch nicht durch unverständliche Idiome verwirren lässt, der kommt bis zum Ende des Buches nicht mehr aus den fesselnden Fängen der Handlung heraus. Mit der Zeit gewöhnt man sich auch an den eigenartigen Charakter der Protagonisten, ja man gewinnt sie irgendwann sogar lieb.

Daneben gelingt es Dath, die Geschichte immer wieder bis zu einem Punkt zu bringen, an dem man die Handlung nur mit einer großen Portion Humor ver-(über-)stehen kann. Ob das gebrochen rationale Dimensionen, Wesen, bestehend aus Insektenschwärmen, Gedanken über Körnerbrötchen und medium Kohlesäure haltiges Mineralwasser oder der sich beklagende, sprechende Kaffee aus der Tasse sind, die Geschichte durchzieht ein sarkastischer, irrwitziger Humor, der beim Lesen einfach Spaß macht.
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von S. Bernard am 15. November 2008
Format: Gebundene Ausgabe
»Die Abschaffung der Arten« ist eine moderne Tierfabel für Erwachsene: In dieser Zukunftsvision Dietmar Daths ist die Menschheit dem Untergang geweiht. Sie wurde fast ausgerottet von den Tieren, die eine neue Hochkultur aufgebaut haben. Und schon erhebt sich im südamerikanischen Urwald eine dritte Spezies, die den Kampf ums Dasein noch weiter anheizt.

Vor diesem Hintergrund wird der Wolf Dmitri vom Tierkönig ausgesandt, dem sich anbahnenden Konflikt die entscheidende Wende zu bereiten. Auf seiner Reise lernt er viel über die den Tieren vorrausgegangene Hochkultur, und warum diese unterging. Schon bald muss Dmitri sich fragen, ob den Tieren ein ähnliches Schicksal droht. Er muss sich entscheiden, ob er auf der Seite des Königs kämpfen will, oder sich als Attentäter an einer Intrige gegen den Tierherrscher beteiligt, um dem Exodus der Tiere den Weg zu bereiten...

Es liegt nicht (nur) am hohen Gewalt- und Sexgehalt, dass diese Fabel für erwachsene Leser so spannend ist. »Die Abschaffung der Arten« gibt sich nämlich auch im betont intellektuellen Gewand. Der Leser wird von Dath dermaßen bombardiert mit Wissen aus Biologie, Physik, Sozialwissenschaft und Philosophie, dass die vielen Fachbegriffe teils eine dadaistische Ausdruckskraft entwickeln (und durch die Hinzufügung mancher Neologismen auch entwickeln wollen).

Mit diesem Buch geling Dath irgendwie der Kunstgriff, dass der Leser das Buch im Angesicht von soviel Fachidiotie nicht enternervt zur Seite legt. Stattdessen verneigt sich der Leser ehrfurchtsvoll vor so vielen Möglichkeiten von Wissenschaft, die sich vor ihm auftun und von denen er im Laufe des Buches immer nur eine ansatzweise Ahnung erhält.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von M. Imhof am 2. Dezember 2008
Format: Gebundene Ausgabe
Ich gebe zu, hin und wieder ist das Buch von Dietmar Dath so weit weg von bekannten Denk- und Lesemustern, dass man Probleme hat mit der Phantasie hinterher zu kommen und das sorgt an manchen Punkten für etwas Anstrengung beim Lesen. Allerdings sind es gerade diese Punkte, die dafür sorgen, dass man die Welt, die Dath hier entwirft, nach Beendigung der Lektüre nicht wieder vergisst. Dieses Buch schafft es unserem (oder zumindest meinem) Denken neue Perspektiven zu eröffnen.
Allerdings nicht auf Kosten der Unterhaltung. Die Charaktere sind zum Teil ungemein unterhaltsam und trotz ihrer Fremdartigkeit emotional sehr zugänglich. Dies verdanken sie nicht zuletzt den oft großartigen Dialogen, die es trotz der enormen gedanklichen Tiefe einige Male geschafft haben, mich zum Lachen zu bringen.
Alles in allem ein wirklich besonderes Buch.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von UncleCactus am 27. Januar 2012
Format: Taschenbuch
Nach der Lektüre von Dietmar Daths "Die Abschaffung der Arten" hofft man inständig, dass man nicht gefragt wird, was man denn zuletzt gelesen habe. Dann müsste man schwindeln und ein anderes Buch erwähnen, aber sicher nicht dieses. Denn dann wäre man hilflos der Situation ausgesetzt, den Inhalt dieses wunderhaft durchgeknallten Werkes smalltalksicher zusammenfassen zu müssen --- und das wird zu einer herkuläischen Aufgabe.

Dietmar Dath hat seinen Roman mit voller Absicht meilenweit entfernt von jeglicher machbaren Vorstellungswelt gesetzt. Die eigene Vorstellungskraft setzt irgendwann aus, das Hirn weigert sich irgendwann konsequent der üblichen Leseaufgabe: nämlich sich den Inhalt doch irgendwie bildlich vorstellen zu können. Das Imaginations-Burnout ist sehr schnell erreicht, der Leser will sich schlicht nicht mehr vorstellen müssen, dass die Tiere eigentlich gar nicht mehr so aussehen wie sie bezeichnet sind, aber irgendwie doch noch ein bisschen, dass sie plötzlich Menschenhände haben oder als Eiswürfel auftreten, fliegen können, aber keine Vögel sind und mithilfe von Geruchsquanten elementare Informationen senden und empfangen. Auch das Interpretationsvermögen verlangt irgendwann nach Feierabend und der Handlungsfaden verliert sich immer wieder in einem philosophischen Netz voller Diskursfäden, die plötzlich eingesponnen werden und oft ins Nirgendwo führen.

Allerdings bleibt bei dem ganzen literarischen Neuronengewitter eine Sache niemals auf der Strecke: der Lesespaß, die Freude ob des großen, übersprudelnden Ideenreichtums und Humors des Autors.
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