Gotrek und Felix haben mithilfe ihrer Gefährten Snorri Nasenbeisser, Max Schreiber und Ulrika die Chaoshorden erfolgreich besiegt und damit Praag vor dem Untergang gerettet. Doch die einst so mächtige Stadt hat unter der Belagerung viele Schäden einstecken müssen und auch die Nahrungsmittel neigen sich dem Ende zu. Hunger, Elend und eine Epidemie setzen den Bewohnern stark zu.
Auch die unzähligen, blutleeren Mordopfer, die jede Morgen auf den Strassen gefunden werden, tragen nicht zur Besserung der Situation bei.
Während sich Gotrek, Felix und Snorri mangels bekämpfbarer Gegner dem Suff ergeben, versucht der Zauberer Max Schreiber zur schönen Ulrika durchzudringen, für die er leidenschaftliche Gefühle hegt.
Das alltägliche Besäufnis der Truppe findet ein abruptes Ende, als Graf Andriev, ein adliger Artefakt,- und Büchersammler, der auch weitschichtig mit Ulrika verwandt ist, sie für einen Auftrag anheuert. Er bittet die Gefährten, ein Auge auf seine Schätze zu werfen, da es in letzter Zeit viele Einbrüche in Praag gegeben hat.
Eines Nachts geschieht das undenkliche: Eine dunkle Gestalt bricht in das Anwesen des Grafen ein und entwendet das 'Auge von Nagash', ein uraltes Artefakt mit ungeahnten magischen Kräften. Zu Felix Entsetzen entführt der Einbrecher auch noch Ulrika vor seinen Augen. Mithilfe seiner Freunde nimmt er die Verfolgung auf, die jedoch ins Nicht verläuft.
Des Tags darauf beginnt die illustre Truppe mit Nachforschungen, wer das Auge gestohlen haben könnte.
Die Spuren führen zu einem Wesen, dass schon seit Jahrhunderten auf Erden wandelt und das Auge für eine Sache benötigt, die weit über die Vorstellungskraft der Gruppe gehen.
Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn Ulrikas Leben hängt am seidenen Faden'
Der mittlerweile sechste Band der 'Gotrek & Felix'- Reihe ist im Vergleich zum Vorgänger um Längen besser geschrieben. Obwohl der Wortwitz noch immer zu kurz kommt, stimmt hier wieder die Story. Auch die Charaktere Snorri und Max beleben die Geschichte sehr.
Die überaus langen Kampfgemetzel wurden durch zwischenmenschliche Dialoge ersetzt.
Besonderes Augenmerk hat William King auf Felix gelegt, der einen inneren Kampf austrägt, ob er seinen Schwur Gotrek gegenüber erfüllen soll.
Die Liebesgeschichte von Ulrika und Felix wird weitergesponnen und eine weitere Komponente, besser gesagt ein Rivale in Form von Max eingeführt, der etwas Schwung in die Sache bringt.
Leider zieht sich das Werk einige Male in die Länge und das Ende wirkt sehr überhastet geschrieben. Dennoch ist 'Vampirkrieger' wegen des flüssigen Schreibstils von William King ein absolutes Muss für alle 'Warhammer- Fantasy'- Freunde.
Gut, aber nicht berauschend'