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Die Abenteuer des Ruben Jablonski: Ein autobiographischer Roman
 
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Die Abenteuer des Ruben Jablonski: Ein autobiographischer Roman [Taschenbuch]

Edgar Hilsenrath
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Januar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423138408
  • ISBN-13: 978-3423138406
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 414.183 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Edgar Hilsenrath
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

1944 wird der 18jährige Ruben Jablonski, Alter ego Edgar Hilsenraths, von den Russen aus einem ukrainischen Ghetto befreit. Damit beginnt die abenteuerliche Geschichte eines jüdischen Jungen, der sich auf die Suche nach einer neuen Heimat macht. Quer durch den Balkan und den Nahen Osten reist er in das vom Krieg zerrissene, gerade im Entstehen begriffene Israel. Nicht zuletzt aber spielt die Erotik eine Rolle während der Odyssee; immer wieder begegnet Ruben Frauen, die ihn locken, und so ist dieses erschütternde Zeitzeugnis zugleich die Geschichte seines Erwachsenwerdens. REASON: review already exists -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Edgar Hilsenrath wurde am 2. April 1926 in Leipzig geboren. 1938 flüchtete er mit der Mutter und dem jüngeren Bruder nach Rumänien. 1941 kam die Familie in ein jüdisches Ghetto in der Ukraine. Hilsenrath überlebte und wanderte 1945 nach Palästina, 1951 in die USA aus. 1989 erhielt er den Alfred-Döblin-Preis, 1992 den Heinz-Galinski-Preis, 1994 den Hans-Erich-Nossack-Preis, 1996 den Jakob-Wassermann-Preis und Hans-Sahl-Preis. Edgar Hilsenrath lebt heute in Berlin.


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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein jüdisches Schicksal 12. Dezember 2008
Format:Gebundene Ausgabe
In seinen besten Jungenjahren gelingt dem 1926 geborenen Ruben, der jüdischer Abstammung ist, mit seiner Familie 1938 die Flucht vor den Nazis aus Deutschland. Er geht mit Mutter und jüngerem Bruder nach Rumänien, wo der Großvater einen Viehhandel betreibt. Der Ort heißt Sereth, ein kleines Städtchen in der Bukowina, wo ein Hauch des alten k.u.k. Österreichs noch zu spüren ist.
Der Vater hat sich inzwischen nach Paris durchgeschlagen.
Nach wenigen Jahren sind die Nazis in Rumänien. Es folgt das Ghettoleben in Moghilev Podolsk, einem großen rumänischen Ghetto, mit Hunger, Verfolgung, Mord und Totschlag.
1944 kommen die Russen und das ganze Ausmaß des Kriegschaos mit wechselnden Fronten wird von Hilsenrath festgehalten.

Ruben ist immer auf der Flucht, schlägt sich nach Czernowitz durch, trifft Verwandte, begegnet helfenden Bauern und hat Glück, in brenzligen Augenblicken immer Hilfe zur rechten Zeit bei den richtigen Leuten zu finden.
Die Menge der Ermordeten und an Hunger, Kälte und Krankheiten Umgekommenen ist ohne Zahl.

Von Bukarest aus gelingt Ruben mit gefälschtem Pass die Flucht und Einwanderung nach Palästina, das bis 1948 englisches Mandatsgebiet blieb.
Im Kibbuz bleibt er Außenseiter.
Über drei Jahre schlägt sich Ruben von einem Ort und einer Arbeitsstelle zur nächsten durch.
Von jüdischen Terroristen hört man ebenso wie von den arabischen Überfällen auf Juden.

Er trifft auf alte und junge Menschen, die von ihren Schicksalen berichten; Frauen, die er sucht, sind ihm wichtig. Einsam bleibt er die ganze Zeit.

Die Erzählung reicht bis zum Beschluß der Vereinten Nationen zur Gründung eines jüdischen Staates, die im Mai 1948 erfolgen soll.

Hilsenrath schreibt nüchtern, klar und ohne Wehklagen. Die Geschichte klingt wie der Bericht eines neutralen Beobachters, der mit viel Chúzpe die schlimmsten Gefahren für sich abwenden konnte.
Sein Roman ist anschaulich, sehr gut erzählt und lässt den Leser unmittelbar teilnehmen am Schicksal jüdischer Bürger, die, sofern sie überlebt hatten, hin und her geschoben nach einer neuen Heimat Ausschau hielten. Als Roman konzipiert wird ein Stück Zeitgeschichte nacherzählt, die wie erfunden scheint und doch der Wirklichkeit entstammt.

Nicht ganz einfach ist es für uns Nachgeborene, den Grenzlagen im Osten zu jener Zeit zu folgen. Die Bukowina, Galizien, Lemberg, Czernowitz und viele andere Orte gehörten vor dem Krieg zu Österreich / Ungarn oder Polen.
Nach dem Krieg entstand eine vollkommen neue Gebietsordnung, die eine ganze Region zu einem zum Ostblock gehörenden Ganzen verschob.

Der Autor hat viele Jahre um die Veröffentlichung dieses Romans gekämpft. Inzwischen ist er ein mit vielen Preisen ausgezeichneter Autor, der heute in Berlin lebt.

Dieser Roman ist neu aufgelegt nach Ausgaben von 1997 und 1999 tb.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der geile Herr Jablonski 3. Dezember 2010
Von ccheesy VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Ruben Jablonski flieht mit Mutter und Bruder vor den Nazis nach Sereth in Rumänien. Sie sind Juden. Jablonski verlebt einige schöne und sorgenlose Jahre in der stark jüdisch geprägten Stadt, in der vor allem deutsch gesprochen wird. Doch dann kommt der zweite Weltkrieg und mit ihm die Nazis. Jablonski und Familie werden in das Ghetto "Moghilev Podolsk" in der Ukraine verschleppt. Durch Schwarzhandel überleben sie. Jablonski kehrt zunächst ohne Familie nach Sereth zurück und kommt dann über Umwege nach Palästina, das 1948 in Israel umbenannt wird. Dort hält er sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und schafft es, sowohl mit seiner Mutter als auch mit seinem Vater, den er seit 1938 nicht mehr gesehen hat, Kontakt aufzunehmen.
Und zwischendurch erlebt er allerhand erotische Abenteuer.

Daß Edgar Hilsenrath ein brillanter Schriftsteller ist, steht für mich außer Frage. Das hat er für mich in den Büchern "Nacht" und "Das Märchen vom letzten Gedanken" bewiesen. Und auch in diesem Buch kommt seine Fähigkeit, tragische Stoffe in einem lockeren Ton zu vermitteln, häufig durch.
Doch für meinen Geschmack hat Hilsenrath spätestens, als Ruben Jablonski nach Palästina übersiedelt, etwas die Kontrolle über seine Hauptfigur und damit über seine Sprache verloren.
Das Verb "F i c k e n" wird in diesem Zusammenhang wirklich überstrapaziert. Und Jablonski penetrante Aussage, daß er Schriftsteller ist, obwohl er kein vernünftiges Wort zu Papier bringt, nervt mit der Zeit.

Dennoch ist auch dieses Buch ein typischer Hilsenrath und von den genannten Einschränkungen abgesehen durchaus empfehlenswert.
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