Wie auch schon in Band 12 der Reihe (von Benoit/Van Hamme) bewegt sich das zweite Autorenduo Sente/Juillard auf sicherem Terrain: Das Niveau und der Flair der Jacobs'schen Originale (Band 1-8) wird durch eine Reihe einfacher, aber erfolgreicher Kunstgriffe gesichert:
Rückgriff auf die 1950er-Jahre-Ästhetik mit einer Mischung aus Zeitkolorit, Science-Fiction und einen an die frühen James-Bond-Filme erinnernden Plot (z.B. der Superschurke oder die bösen "Roten").
Das alles wird mit viel Liebe zum Detail und in "betörend schönen" (Zitat aus Band 13!) Bildern zu einem nostalgischen Lesevergnügen der besonderen Art.
Besonders spannend für alle B&M-Fans ist die Episode aus den 1930er Jahren, die uns über den Beginn der Freundschaft der beiden Helden und Mortimers große Liebe in Kenntnis setzt.
Dieses Bild trüben auch kleinere Unstimmigkeiten (Kaiser Asoka lebte vor 2000, nicht vor 200 Jahren; die Schriftstellerin Summertown stolpert über eine im Bild deutlich erkenbare Hundeleine und nicht, weil ihr "nicht gut ist", wie der deutsche Text suggeriert).
Was den Gesamtplot angeht, ist der Titel des Bandes Programm: Neben historischen "alten Bekannten" wie Mahatma Gandhi bieten die Autoren ein ganzes Heer von Haupt- und Nebenfiguren aus fast allen bisherigen B&M-Bänden auf, beginnend mit dem unvermeidlichen Colonel Olrik bis hin zu den wissenschaftlichen Freunden Mortimers aus aller Welt, die sich, welch Zufall, alle auf der Weltausstellung in Brüssel wiederfinden.
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