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Die Abdankung: Wie Deutschlands gekrönte Häupter aus der Geschichte fielen [Gebundene Ausgabe]

Lothar Machtan
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

1. Oktober 2008
Der Bremer Historiker Lothar Machtan hat sich seit vielen Jahren intensiv mit diesem spektakulären Vorgang, seiner Vorgeschichte und seinem Nachhall beschäftigt. Er hat in den einschlägigen Archiven der Fürstenhäuser völlig unbekanntes Material gefunden, darunter Briefe, Tagebücher und Aufzeichnungen aller Art. Wie ein ferner Spiegel reflektieren diese Quellen die Ängste und Nöte der blaublütigen Protagonisten, aber auch ihre Naivität und Ignoranz gegenüber den dramatischen gesellschaftlichen Umwälzungen im Gefolge des Krieges. So zeigt sich die Zäsur von 1918 in neuer Perspektive: Revolution als Fürstendämmerung. Selten ist ein bedeutsames Kapitel deutscher Geschichte so lebendig, unterhaltsam und neuartig geschildert worden.

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Pressestimmen

»Sie wurden hinweggefegt, weil sie doch zu große Nullen waren.« Großherzog Ernst Ludwig von Hessen im November 1918 »Man versteht, wenn man dieses glänzend geschriebene, mit sarkastischem Witz gewürzte Buch aus der Hand legt, warum es in Deutschland nie wieder eine Chance gab, die Monarchie zu restaurieren. Deren Repräsentanten hatten sich einfach zu gründlich blamiert und diskreditiert.« Zeit Literatur/ Volker Ullrich/ Nr. 49 / Nov. 2008 »Geschichte – das beweist der Autor auf jeder Seite – muss nicht langweilig sein. Historische Darstellungen sind vielmehr ein Schlüssel zum Verständnis von Vergangenheit und Gegenwart. Wenn sie dann noch gut und lesbar geschrieben wurden, umso besser. Machtans präzise Beschreibung der gelegentlich absonderlichen Befindlichkeiten stolzer Herrscher gibt einen tiefen Einblick in eine konträre Welt aus schönem Schein und marodem Innenleben. Ein Buch für alle Stände.« Weser Kurier/ Dieter Fricke/ 25.10.2008 »Vordem gänzlich unbekannte Quellen hat Lothar Machtan für sein designiertes Standardwerk Die Abdankung. Wie Deutschlands gekrönte Häupter aus der Geschichte fielen ausgewertet. Eine spannende Studie…, wohltuend differenziert...Machtans Befund ist eindeutig, und er fällt nicht gerade schmeichelhaft für seine gekrönten Hauptfiguren aus: An Hybris grenzende Selbstgefälligkeit, notorische Reformunwilligkeit und Verschwendungssucht, Realitätsferne und Einfalt sowie ein hohes Maß an Ignoranz...« DIE WELT/ 04.11.08/ Hendrik Werner »Lothar Machtans glänzendes Buch über das Ende deutscher Monarchie ... Ein ebenso tiefenscharfes wie leicht, ja vergnüglich lesbares Buch.« Süddeutsche Zeitung / 24.-26.12.2008 / Gerd Krumeich »Lothar Machtans Buch über das Ende des deutschen Kaiserreichs ist überaus lesenswert. Mit seiner Untersuchung konnte der Bremer Historiker jetzt eine Forschungslücke schließen.«Das Parlament/ Nikolaus German/ 26.01.2009 »Höchst anschaulich und in überzeugender Argumantation geschriebenes Buch« NEUES DEUTSCHLAND/ 21.02.09/ Peter Brandt »Der Bremer Historiker Lothar Machtan schreibt mit wunderbarer Ironie eine gut zu lesende, spannende Geschichte der Abdankung deutscher gekrönter Häupter.« LAUSITZER RUNDSCHAU/ 02.03.09

Rezension

»Man versteht, wenn man dieses glänzend geschriebene, mit sarkastischem Witz gewürzte Buch aus der Hand legt, warum es in Deutschland nie wieder eine Chance gab, die Monarchie zu restaurieren. Deren Repräsentanten hatten sich einfach zu gründlich blamiert und diskreditiert.«

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Tendenzschrift in wissenschaftlichem Gewand 4. Juni 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Viele Leser werden sich vielleicht noch an den Geschichtsunterricht erinnern, in dem die Revolution des Herbstes 1918 in den einzelnen Ländern mehr oder weniger breit behandelt wurde. Voraussetzung für den Erfolg der Revolution war allerdings, daß der Kaiser zunächst sang- und klanglos ins holländische Exil ging und mit einiger zeitlicher Verzögerung am 28.11.1918 als Kaiser und preussischer König abdankte. Die übrigen Könige, Großherzöge und Fürsten gaben ebenso geräusch- und umstandslos die Macht auf und zogen sich auf ihre privaten Landsitze zurück. Wie der Bremer Historiker Lothar Machtan richtig feststellt, handelt es sich genaugenommen also nicht um einen revolutionären Sturz der Monarchie, sondern um deren Implosion. Um genau diesen Vorgang im Detail geht es in dem Buch Machtans, dem das Verdienst zukommt, eine bislang fehlende moderne zusammenfassende Darstellung auf der Basis eines überwältigenden Quellenmaterials versucht zu haben. Wissenschaftliche Vorarbeiten für dieses Buch wurden von der Gerda-Henkel-Stiftung, Düsseldorf gefördert.

Das Werk ist in drei große Kapitel gegliedert: "Vor dem Abgrund: War der deutsche Herrscherstand noch zu retten?" behandelt zunächst die unmittelbare Vorkriegszeit, das letzte Friedensjahr 1913 mit dem 25jährigen Thronjubiläum des deutschen Kaisers und dem hundertsten Gedenkjahr an die Befreiungskriege gegen Napoleon. Es folgt ein Abschnitt über die Aushöhlung des monarchischen Prinzips im Weltkrieg (79-130).
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Abrechnung mit den deutschen Fürsten 27. November 2008
Format:Gebundene Ausgabe
Lothar Machtan hat mit seinem Buch pünktlich zum 90. Jahrestag der Revolution in Deutschlands Staaten eine interessante Abhandlung in bezug auf das Ende des monarchischen Systems vorgelegt, die allerdings in großen Teilen durch ihre Einseitigkeit den Charakter einer Abrechnung trägt. Eine der Kernaussagen, daß nämlich längst andere Eliten in Gesellschaft und Wirtschaft das eigentliche Geschehen bestimmten, und die Monarchen vom deutschen Kaiser bis zum in beiden reussischen Staaten regierenden Fürsten, lediglich ein mehr oder weniger glanzvolles Dekorum lieferten, ist sicherlich zutreffend und zeigt umsomehr das Anachronistische, das den deutschen Monarchien anhaftete. Dennoch ist nicht zu verkennen, daß eben diese Monarchen Politik machten oder durch die von ihnen berufenen Politiker machen ließen - und wohl auch einen Begriff von dem hatten, was sie taten. Spätestens hier muß die Kritik an Machtans Werk ansetzen: Es scheint doch unwahrscheinlich, daß im November 1918 ausschließlich 19 (einige Fürstentümer wurden in Personalunion regiert) "'Vollidioten"' auf den Thronen saßen (Machtans Ausführungen legen dies durchaus nahe), die so unfähig waren, daß sie kaum wußten, was sie taten und nicht einmal mehr für ihre Throne zu kämpfen vermochten. Hier ist Machtans Wunsch zum verzerrenden Vater seiner Analyse geworden, er verkennt völlig, daß in dem kampflosen Rückzug der deutschen Monarchen in dieser schwärzesten Stunde der Monarchie auch etwas Positives lag - und zwar durchaus absichtlich: Die Fürsten verhinderten durch diesen lautlosen Abtritt einen blutigen Bürgerkrieg, denn wer hätte für sie kämpfen wollen?... Lesen Sie weiter... ›
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Der Bremer Historiker Lothar Machtan erzählt das Ende des deutschen Kaiserreichs mit seinen zahlreichen Einzelmonarchien aus einer neuen Perspektive: Er geht dabei der Frage nach, warum sich die Bundesfürsten, welche jahrhundertelang über die Deutschen geherrscht hatten, am Ende des Ersten Weltkriegs so heimlich aus der Geschichte schleichen konnten. Warum war ihr Widerstand gegen den Systemwechsel und ihren Machtverlust so außerordentlich gering? Lebendig und unterhaltsam malt uns der Autor zunächst ein Bild davon, wer oder was die deutschen Bundesfürsten zu Beginn des 20. Jahrhunderts überhaupt waren. Dies beschreibt und erklärt er nicht nur auf der rechtlichen und verfassungsgeschichtlichen Ebene, sondern auch auf der menschl./persönlichen. Dieser neuartige Ansatz stützt sich auf bisher größtenteils unerschlossene Briefe oder Tagebücher der Herrschaften, die Aufschluß darüber geben, von welchem politischen Format die Fürsten waren, sie lassen aber auch Einblicke in ihre mentalen Dispositionen zu. Auf die gesellschaftlichen Umwälzungen im Gefolge des Ersten Weltkrieges reagierten sie teilweise mit erschreckender Naivität, mit Fatalismus und Ignoranz. Es fehlte ihnen an politischer Willenskraft und an Vertrauen zum eigenen Volk.
Der Autor arbeitet heraus, dass sich die Vorstellung von einer Solidargemeinschaft der einzelstaatlichen Monachen, die zur Ideologie der deutschen Monarchie gehörte, in der Praxis keineswegs als tragfähig erwies, da die Bundesfürsten in dynastischen, nicht in staatlichen Kategorien dachten. Demnach war die nationalstaatlich gebaute Reichsidee auf Sand gebaut.
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5.0 von 5 Sternen Beeindruckender Einsichtsgewinn
Nachdem das Verhalten der Fürstenhäuser im Ersten Weltkrieg in der Literatur zumeist nur kursorisch oder anekdatisch behandelt wird, liegt hier nun eine Darstellung vor,... Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von WNätzker veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Sehr einseitig
Wie in den Rezensionen zuvor schon beschrieben wurde, hat der Autor das Buch äußerst einseitig verfasst. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Mai 2011 von Oliver Feil
3.0 von 5 Sternen Interessanter Ansatz
Zwischen Anspruch und Realität klaffen mitunter Welten. So schimmerte hinter der glänzenden Fassade der Paraden, Kronen und Uniformen größtenteils politische... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Mai 2011 von Running Monk
1.0 von 5 Sternen Nicht empfehlenswert
Ich war von diesem Buch mehr als enttäuscht.
Der Autor ist nicht gerade objektiv,gelinde ausgedrückt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. April 2010 von krone
3.0 von 5 Sternen Späte Demontage
Über die deutsche Revolution von 1918 und die Republik von Weimar ist viel geschrieben worden, über den unmittelbaren Sturz der Bundesfürsten schon weit weniger,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. März 2009 von L.A. Bentinck
3.0 von 5 Sternen Hochadelsverriß mit nur bedingt tauglichen Mitteln
Die Abdankung: Wie Deutschlands gekrönte Häupter aus der Geschichte fielen

Das Buch von Machtan liest sich gut, fast zu gut, denn es ist weder objektiv, wenn... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Januar 2009 von Detlef Lührsen
4.0 von 5 Sternen Ein glanzloses Ende
Umstürze und Revolutionen werden in der öffentlichen Wahrnehmungen fast immer mit Blutvergießen verbunden, sowie einer nicht seltenen Internierung oder gar... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Dezember 2008 von Mario Pf.
1.0 von 5 Sternen Wenn Fürsten fallen ...
Der deutsche (Hoch)adel steht seit einigen Jahren verstärkt im Focus der Geschichtswissenschaft. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Dezember 2008 von Wilhelm Berger
5.0 von 5 Sternen Entkrönung
Machtans neuestes Werk "Die Abdankung" sollte ursprünglich "Entkrönung" heißen - ein poetischer Titel, der auch mir besser gefallen hätte. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. November 2008 von Uwe Bolius
2.0 von 5 Sternen Götterdämmerung des Kaisers und der deutschen Fürsten
Der Bremer Historiker Lothar Machtan hat eine interessant zu lesende Geschichte der Abdankung des deutschen Kaisers und der Fürsten nach dem Ersten Weltkrieg geschrieben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. November 2008 von Nikolaj Aaron
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