Noch ein medizinischer Ratgeber? Nein, denn der Titel wurde nur gewählt, damit sich das Buch besser verkauft. Hinter den Krankheitsüberschriften verbirgt sich etwas ganz Anderes, als man vermutet, nämlich eine Sammlung von Kolumnen.
Zippert diagnostiziert nicht die Krankheiten eines Körpers, sondern unserer Gesellschaft. Gewinnerbenachrichtigungen, die eine BMW-Flut zur Folge haben müssten, die Abwehr von Sitznachbarn in der Deutschen Bahn, Haschräusche für Nichtraucher, verwahrloste Reisezahnbürsten, die Katalogisierung von Jugendbuch-Beständen und unsichtbare Eltern bei einer Teenagerparty sind nur einige Beispiele für die Themenvielfalt, die Zippert bearbeitet. (Danke für die Erinnerung an Schnipp Fidelius Adelzahn, Herr Zippert! Das Buch habe ich geliebt.)
Die Qualität der Kolumnen schwankt naturgemäß; einige haben mich nicht so begeistert, die meisten fand ich richtig gut, einige hervorragend.
Besonders gefiel mir das Kapitel Tierliebe mit seiner Hommage an Kaninchen. Haben sie auch verdient, diese süßen Viecher!
Insgesamt bietet dieses Büchlein eine unterhaltsame Häppchen-Literatur für kürzere Busfahrten oder in Warteschlangen.