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Die 27ste Stadt [Taschenbuch]

Jonathan Franzen , Heinz Müller
2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (31 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. Februar 2005
St. Louis, die einst blühende Stadt im Mittelwesten Amerikas, bekommt einen neuen Polizeichef. Es ist S. Jammu, eine Frau aus Indien: zart, jung, sympathisch. Doch kaum hat sie ihr Amt angetreten, greift Gewalt um sich. Eine Bombe explodiert. Auch Martin Probst, Erbauer des städtischen Wahrzeichens „The Arch“, und seine Frau Barbara – das Vorzeige-Ehepaar, von vielen um sein Glück beneidet – erleben Gefahr, süße Verlockungen und Angst.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 672 Seiten
  • Verlag: rororo (1. Februar 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499238721
  • ISBN-13: 978-3499238727
  • Originaltitel: The 27th City.
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (31 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 228.860 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

1959 in Western Springs / Illinois geboren, wuchs in einer Vorstadt von St. Louis auf. 1988 veröffentlichte er den Roman "The Twenty-Seventh City", 1992 "Strong Motion". Für seinen dritten Roman und sensationellen Erfolg "The Corrections" erhielt er 2001 den National Book Award verliehen. Schon vorher hat ihn die Zeitschrift The New Yorker unter die "Twenty Writers for the 21st Century" gerechnet. Jonathan Franzen lebt in New York.

Produktbeschreibungen

Amazon.de

Martin Probst lebt den amerikanischen Traum. Von den bescheidenen Anfängen im deutschen Viertel von St. Louis gelang dem Bauunternehmer mit Beharrlichkeit, Fleiß und Durchsetzungskraft der Aufstieg in die höchsten Kreise der Stadt im Mittelwesten der USA. Als Erbauer von "The Arch", dem monumentalen Wahrzeichen von St. Louis, genießt Probst höchstes Ansehen und wird von seinen Mitbürgern für seine Unbestechlichkeit, seine Integrität und seine Fairness ebenso bewundert wie für sein mustergültiges Familienleben. Erfolgreiche Typen wie Probst sind gefragt in St. Louis, denn die einst mächtige Metropole zehrt nur noch von den Träumen einer glorreichen Vergangenheit, während sie in der Gegenwart verzweifelt gegen den rasanten Niedergang und ihren zunehmenden Verfall ankämpft.

Eine schlagkräftige Waffe gegen steigende Kriminalität und urbane Verwahrlosung glaubt Probst in der neuen Polizeichefin S. Jammu gefunden zu haben, auch wenn eher konservative Kreise daran zweifeln, ob die junge Inderin, ebenso gut aussehend wie ehrgeizig, die Richtige für den schwierigen Job ist. Doch selbst ihre Kritiker ahnen nichts von S. Jammus geheimen Plänen, die Macht in der Stadt an sich zu reißen -- ein Ziel, für das ihr jedes Mittel recht ist, vom Psychoterror bis zu terroristischen Anschlägen. Hemmungslos bedient sich Jammu dabei der versteckten Begierden und Schwächen ihrer Widersacher, um deren Ansehen zu schädigen und sie gegen einander auszuspielen. Für Probst, der sich trotz seines wachsenden Misstrauens nicht der unheimlichen Faszination Jammus entziehen kann, beginnt ein Albtraum, der ihn und seine Familie zu zerstören droht.

Obwohl Jonathan Franzens erster Roman bereits 1988 in den USA erschien, wirkt Die 27ste Stadt irritierend aktuell und gegenwartsbezogen. Das hat einerseits sicher mit dem Thema Terrorismus zu tun, welches nicht nur Franzen bereits in den Achtzigern stark beschäftigte (man denke nur an Don DeLillos Mao II). Stärker noch beeindruckt Franzens rigorose Auseinandersetzung mit den Überfremdungsängsten der weißen amerikanischen Mittelklasse, die hier in beklemmender Form Realität annehmen. Fast schon exemplarisch führt der Autor vor, wie hinter der Fassade des schönen Scheins liberaler Normalität die ungebrochene Bereitschaft lauert, Macht und Besitz mit aller Gewalt zu erhalten. Die Angst vor den Fremden (die "indians" im Original sind bewusst doppelsinnig) erweist sich so als Spiegel der eigenen verdrängten Kolonialisierungsgeschichte: "the indians are coming (back)."

Begeisterte Leser von Franzens Die Korrekturen erwartet in Die 27ste Stadt ein spannungsvoller, sehr dynamischer Roman, der im Vergleich zu seinem Nachfolger zuweilen etwas undiszipliniert und unnötig komplex erscheint, aber dennoch überzeugend Franzens schriftstellerisches Können unter Beweis stellt. --Peter Schneck -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

Hochspannung pur. (Welt am Sonntag)

Man tut sich schwer, den Roman überhaupt einmal aus der Hand zu legen. (NZZ)

Atemlos ist das zu lesen. Ein Roman von epischer Wucht. (FAZ)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Erstling noch nicht besonders kraftvoll 23. September 2003
Format:Gebundene Ausgabe
Der mit seinen "Korrekturen" bei uns bekannt gewordene Franzen ist hierzulande nun auch mit seinem Erstling "Die 27ste Stadt" zu lesen. Schade, dass man ihm das auch anmerkt. Die nicht so ganz fiktive Stadt St. Louis ist einziger Erzählort. Eine Inder-Mafia, angeführt von der Polizeichefin Jammu, nimmt sich vor, die bestehende Ordnung zu stören, um aussergewöhnliche Gewinne aus Grundstücksgeschäften realisieren zu können. Das Spannende daran ist, dass die Unterwanderung der biederen, bürgerlichen Oberschicht nicht durch Attentate und Entführungen gelingen soll, sondern durch das Gift des Stachels "Krise". Auf fast hundert Seiten der insgesamt über sechshundert entwickelt sich schon so etwas wie Krise bei den örtlichen Unternehmern und deren Familien, die die Geschicke der Stadt bislang bestimmten. Nur einer widersteht allen untugendhaften Angriffen, der Bauunternehmer Martin Probst ist der gute Mensch von St. Louis - und bleibt es bis zum Schluss.
Das ist also die Umkehrung aller Werte: die Polizeichefin ist die Femme fatal, der Bauunternehmer der saubere, familienpflegende Gute. Am Ende geht doch alles schief. Es gibt viele Tode und die Moral siegt nicht. Wäre es anders, wäre der Roman noch mehr Märchen.
Teilweise verliert man den Überblick über die vielen auftretenden Figuren, man muss also schon zügig durchlesen. So lebendig beschrieben wie die Protagonisten bei den Korrekturen sind die Handelnden in der 27sten Stadt nicht. Das Subtile des Heraufbeschwörens einer Krise als Waffe, im Gegensatz zu Bomben und Gewehren, macht anfangs sehr neugierig und man sucht Parallelen in der hiesigen Stadt oder Landespolitik.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bemerkenswerter, noch unausgereifter Erstling 23. April 2007
Von hartmutw
Format:Taschenbuch
In seinem 1988 erschienenen Debut beschreibt Franzen vor dem Hintergrund typischer Motive der 80er Jahre wie Verschwörung, Überwachung und Verfall der Städte eine fiktive Verschwörung indischer Immigranten und deren Auswirkungen auf das Leben der führenden Familien in St. Louis.

Andere Leitmotive wie Terror und die Angst vor Überfremdung oder Doppelmoral gewinnen durch die Ereignisse im neuen Jahrtausend eine Aktualität, die sie vermutlich nicht einmal zu Zeiten der Entstehung dieses Romans hatten, was einen Großteil des durchaus vorhandenen Reizes ausmacht. Dennoch würde ich das Werk nicht dem Genre Gesellschaftsroman zuordnen, da die Schilderung von Milieus und Existenzen doch oberflächlich bleibt und kein ganzheitliches Zeitbild zeichnet.

Auffallend finde ich bereits hier Franzens Fähigkeit, große Zusammenhänge zu komponieren und einen farbigen, fast übervollen Rahmen für seine Geschichte zu erschaffen. Virtuos wechselt er zwischen Zeiten und Erzählperspektiven, auch wenn manche Wechsel arg ruckartig vonstatten gehen.

Leider weist Franzens Roman aber auch einige überraschend deutlichen Schwächen auf. So werden viele der Charaktere zwar ausführlich beschrieben, wirken aber seltsam blutleer und leblos, wie z.B. Jammu, die Polizeichefin, die ja eine zentrale Rolle spielt. Gerade auch die Motive, die die umtriebige Jammu und ihre indischen Freunde zu den intriganten Umtrieben veranlassen, bleiben letztendlich unklar, wenn man von sekundären Gründen (wie Gewinnen aus Immobilienhandel) absieht, die ja kaum der Grund für eine derart umfassende Verschwörung ausgerechnet in St. Louis sein können.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Indische Verschwörung in St.Louis 2. Juni 2005
Format:Taschenbuch
Die Erwartungen an "Die 27ste Stadt" konnten eigentlich nur zu hoch sein, nachdem Franzen mit den "Korrekturen" so zu begeistern wusste. Sein ausgefeiltes Portrait des Zerfalls einer amerikanischen Familie ist sicherlich ein Glanzpunkt am Buchmarkt der letzten Jahre. Wenn dann aber vom gleichen Autor ein Buch hervorgekramt wird, das bereits mehr als 15 Jahre auf den Buckel hat, sollte man mit hochgesteckten Erwartungen lieber vorsichtig sein, denn wer vorher "Die Korrekturen" gelesen hat, der hat in gewissem Sinne schon die Sahne abgelöffelt.
"Die 27ste Stadt" lässt Franzens großes Talent zwar immer wieder aufblitzen, hat aber dennoch nicht durchgängig Klasse genug, um auf ganzer Linie zu überzeugen. Die Ansätze dessen, was Franzen auch gerade mit Blick auf "Die Korrekturen" so brillant gemacht hat, sind zwar erkennbar, das Buch damit sicherlich für Franzen-Fans interessanter Stoff, dennoch fehlt am Ende das gewisse Etwas.
Ein wenig wirkt "Die 27ste Stadt" wie ein Roman, der nicht so recht weiß, was er will. Ein ehrgeiziges Buch hat Franzen geschaffen, das Kritik am Zerfall der amerikanischen Gesellschaft übt, im Großen, sprich auf sozialer Ebene, wie im Kleinen, anhand der Familie Probst geschildert. Während im Vordergrund wirtschaftlicher Aufschwung den Beginn einer neuen Epoche für St. Louis verheißt, nachdem die Inderin S. Jammu zur Polizeichefin gewählt wurde, verfallen im Hintergrund die moralischen Werte. Aufstieg und Zerfall gehen Hand in Hand.
Der Kern also überzeugt auch schon in Franzens Erstlingswerk, was aber hier und da Kopfschmerzen verursacht, ist der Rahmen.
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1.0 von 5 Sternen Hätte nicht übersetzt werden sollen
Habe vor einigen Jahren »Die 27ste Stadt« und »Schweres Beben« geschenkt bekommen. Durch ersteres habe ich mich über mehrere Monate gequält, mehr oder weniger aus... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Michael Ludwig veröffentlicht
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«Es stürmt zum Obdachlosenverrecken» - und ich bin froh, ein Buch aus der Hand legen zu können, das solche hirnrissigen Sätze enthält. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Borux veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen gäääääääääää&aum...
60 seiten habe ich wieder durchgehalten. mehr ging dann aber wirklich nicht.hab mich gelangweilt, gefragt, wo soll dies hinführen, genervt von dem, was ich las. nein danke.
Vor 21 Monaten von eine kundin veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Bloß nicht durchhalten, es bleibt eine einzige Zumutung
Langweiliges Buch mit zu vielen Handlungssträngen, völlig unwichtige Personen werden über viele Seiten detailliert beschrieben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. August 2010 von Holzbein
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Worauf die guten Kritiken für dieses Buch beruhen ist mir gänzlich schleierhaft.
Nicht nur dass der Plot an sich schon reichlich konstruiert wirkt und die Figuren... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Februar 2008 von Udo Kaube
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Veröffentlicht am 10. August 2007 von spinett
1.0 von 5 Sternen Zynisch, oberflächlich, reine Effekthascherei
Den anderen Rezensionen bleibt nicht viel hinzuzufügen, außer vielleicht dies:
Franzen bewegt sich mit seiner vagen, auf Effekte bedachten Charakterzeichnung im... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Dezember 2006 von Blütenweiß
3.0 von 5 Sternen Eine erstaunliche Entwicklung...
... die Jonathan Franzen da vollführt hat. Dabei ist gemeint, welchen Wechsel der Stile es von diesem ersten Buch bis zu "Die Korrekturen" gegeben hat. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. November 2006 von GM
1.0 von 5 Sternen gähnende Langeweile
Noch ein Buch, das ich nicht zu Ende lesen konnte. Die 27. Stadt hat einfach nichts, was sich lohnt: Keine interessanten Charaktere, keine spannende Handlung, keinen originellen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. August 2006 von Shiraz
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