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Maren Lehky hat eine Antwort. Nicht umsonst setzt die Unternehmensberaterin und langjährige Personalleiterin den Punkt "sich nicht mit Menschen auseinandersetzen mögen" an die erste Stelle ihrer Liste der zehn größten Führungsfehler. Ihr Kunstgriff: Sie konfrontiert ihre Leser nicht mit den erschreckenden Ergebnissen der Gallup-Umfrage, sondern mit dem zugrunde liegenden Fragenkatalog. Da wird schnell deutlich, was Mitarbeiter von ihren Vorgesetzten erwarten: Klarheit, Ansprache, Unterstützung, Anerkennung und nicht zuletzt eine Tätigkeit, die ihren Talenten entspricht. Man könnte auch sagen: Führung. "Es kommt auf die Führungskräfte an", betont Lehky. "Wer Menschen beschäftigt, kommt nicht umhin, sich mit Menschen zu beschäftigen." Er muss mit ihnen kommunizieren, sie motivieren können. Das ist die Krux: Fachlich meist hervorragend qualifizierte Führungskräfte sind auf ihre Führungsaufgabe vollkommen unzureichend vorbereitet. Doch "das ist es, wofür Sie als Manager eigentlich bezahlt werden: zu führen".
Das klingt banal, ist es aber doch nicht. Sondern es hat Methode. In ihrer Tätigkeit als Beraterin, Coach oder Leadership-Trainerin fiel Maren Lehky immer wieder auf, "dass es stets die gleichen Fahler sind, die Führungskräfte unglücklich, gestresst oder wenig erfolgreich sein lassen". Und es zeigte sich, "dass es häufig die banalen Dinge sind, die nicht funktionieren und zu unzufriedenen Mitarbeitern und zweifelndem Topmanagement führen". Für Lehky war das Anlass genug, das Thema Führung mal von der anderen Seite her aufzuzäumen: von den Fehlern. Bei ihren zehn größten Führungsfehlern geht es immer wieder um die vermeintlich "weichen", im Unternehmensalltag dann aber doch entscheidenden Faktoren: Loyalität, Vertrauen, Kommunikation, Information, Networking. In zehn klar gegliederten und ebenso praxisnah wie einfühlsam geschriebenen Kapiteln zeigt Maren Lehky, was in den Unternehmen im Argen liegt. Für Führungskräfte eine hilfreiche Handreichung, die eigene Führungspraxis auf den Prüfstand zu stellen. Und vielleicht sollten Mitarbeiter dieses Buch durchaus mal auf ihrem Schreibtisch liegen lassen.
-- Winfried Kretschmer
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