Pressestimmen
»Angela Krauß macht in ihren erzählten Bildern zugleich die bleibenden Spuren und das Versinken einer Welt sichtbar. Auf belehrende Kommentare und Deutungen verzichtet sie. Mutig lässt sie ihre Erzählerin mit sich allein. So können sich in dieser durchlässigen Prosa gerade ihre unausgesprochenen Gefühle am nachhaltigsten mitteilen.«
(Samuel Moser
Neuer Zürcher Zeitung )
»Von solcher Präzision, von vorurteilsfreiem Nachdenken über das Leben in der DDR ist das Buch geprägt. Sehr knapp, sinnlich konkret, mit einem leicht schmerzenden Ton, nie nostalgisch beschreibt die Bachmann-Preisträgerin dieses vergangene Leben.«
(Rainer Kasselt
Sächsische Zeitung )
»Die Erzählung packt, weil Angela Krauß sich in der Erzählerin selbst hervorwagt, statt sich zu verleugnen, weil sie mit allen Unwägbarkeiten ihre Peron im literarischen Bild Bestand haben läßt. [...] Hier erzählt jemand unmittelbar aus seiner gelebten Erfahrung, um sie zu erkennen und unverfälscht zu übermitteln. Das holt dem Erzählen etwas zurück, das sich als Authentizität bezeichnen läßt, eine Authentizität, die dem Erzählen mehr und mehr verlorengegangen ist.«
(Heinrich Vormweg
Süddeutsche Zeitung )
»Dies ist kein Buch für die schnelle Lektüre zwischendurch. Aber wer sich länger darauf einlässt, kann ein kleines literarische Meisterwerk entdecken.«
(Tobial Heyl
Die Weltwoche )
Kurzbeschreibung
Leipzig, nach dem Zeitenwechsel des Jahres 1989. Eine junge Frau in einer hoch gelegenen Altbauwohnung mit Blick auf den größten Kopfbahnhof Europas. In einer hochsommerlichen Nacht beginnt sie, die Tapeten vergangener Generationen von den Wänden zu reißen.
Es hat lange gedauert, bis sie begriff: "Alle um mich herum handeln längst. Sie überholen mich alle."
Fernab allen handlungsbetonten Geschehens sieht Angela Krauß in dieser Erzählung auf die Menschen- und Dingwelt, um durch "langes, genaues, liebendes und wütendes und verzweifeltes Anschauen" den Identitätsverlust ihrer Generation in der jüngeren deutschen Geschichte zu verarbeiten.