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Die Ökonomie von Gut und Böse [Gebundene Ausgabe]

Tomas Sedlacek , Ingrid Proß-Gill
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (33 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

6. Februar 2012
Die meisten unterschätzen, wie tief die Ökonomie in der Kultur verwurzelt ist. Nicht so Tomas Sedlacek. Er behauptet: "In der Ökonomie geht es um Gut und Böse. Es geht um Menschen, die Menschen Geschichten über andere Menschen erzählen. Selbst das ausgefeilteste mathematische Modell ist eine Parabel, eine Geschichte, mit der wir die Welt um uns herum zu begreifen versuchen." Sedlacek erschüttert unseren Begriff von Wirtschaft wie wenige vor ihm. Sein Buch ist ein faszinierender Gang durch die Welt der Ökonomie - vom Gilgamesch-Epos über das Alte Testament und Adam Smith bis zur Wall Street und zur Wirtschaftskrise. Und ganz nebenbei erfahren wir, warum die Sprache der Wirtschaft, die Mathematik, nicht wertfrei und kühl ist, sondern schön und sogar verführerisch …

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG (6. Februar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446428232
  • ISBN-13: 978-3446428232
  • Originaltitel: Economics of Good and Evil
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 15,2 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (33 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 3.104 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Sedlacek legt die verschüttete Moral unter dem Zahlengewirr der Ökonomen frei." Romain Leick, Der Spiegel

"Dieses Buch lässt sich als Ausdruck neuen ökonomischen Denkens verstehen [...] befreiend kreativ und ideenreich." Elisabeth von Thadden und Camillo von Müller, Die Zeit, 26.01.12

"Ein furioses Leseabenteuer [...] Sedlacek ist ein höchst kreativer Erzähler, dem man gerne folgt an alle die Orte, an denen die Antworten liegen könnten." Stefan Maas, Deutschlandfunk, 06.02.12

"In einer Zeit, da die Wirtschaftswissenschaft auf der Suche nach ihren Grundlagen ist, kommt dieses Buch gerade recht. […] Immer wieder gelingt es Sedlacek, die Aktualität uralter Texte zu erhellen." Wirtschaftswoche, 06.02.12

"Sein Buch kann als Ausdruck neuen ökonomischen Denkens verstanden werden." Kathi Grünhoff, Bayern 2 Kulturwelt, 09.02.12

"Tomas Sedlacek liefert eine überwältigende Fülle an Lesestoff. Sein Buch bietet nicht nur Nichtökonomen einen faszinierend anderen Zugang zur Wirtschaft, es ist zugleich auch Nachhilfe in Kulturgeschichte." Rebecca Hillauer, ORF1 Kontext, 10.02.12

"Die Entstehungsgeschichte der Ökonomie wird von Sedlacek großartig präsentiert und analysiert." Dorothea Siems, Literarische Welt, 18.02.12

"Sedlacek hat einen spannenden Streifzug durch die Geschichte des Denkens geschrieben." Patrick Bernau, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 19.02.12

"So erzählt Sedlacek dem Leser seines Buches eine Geschichte, eine Ideen- und Kulturgeschichte der Ökonomie […] Der kurzweilige Duktus, der Humor, der Pointenreichtum seiner Ausführungen bezeugen dies nachdrücklich." Peter Vogt, Süddeutsche Zeitung, 28.02.12

"Das Buch macht Spaß." Ursula Weidenfeld, Deutschlandradio Kultur, 01.05.12

„Hinreißende Führung durch 5000 Jahre Wirtschaftsgeschichte, substantiell, nicht suggestiv.“ Hannes Hintermeier, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 01.12.12

Buchrückseite

"Ein zupackendes, klares, mutiges, mitreißendes Buch - höchste Zeit, dass die Ökonomie wieder vom Kopf auf die Füße gestellt wird. Ebenso überzeugend wie verständlich zeigt uns der Autor, dass es sich in Wahrheit um eine ethisch begründete, eine moralische Wissenschaft handelt."
Edzard Reuter, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Daimler-Benz AG

"Wundervoll geschrieben ... ich konnte es nicht aus der Hand legen oder an irgendetwas anderes denken."
Samuel Brittan, Financial Times

"In der Ökonomie geht es um Gut und Böse. Es geht um Menschen, die Menschen Geschichten über andere Menschen erzählen. Selbst das ausgefeilteste mathematische Modell ist eine Parabel, eine Geschichte, mit der wir die Welt um uns herum zu begreifen versuchen."
Tomas Sedlacek

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37 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
AUTOR UND ZIEL DES BUCHES

Tomás Sedlácek (*1977) ist ein tschechischer Ökonom. Basis ist seine Dissertation, die aber (laut WIKIPEDIA) abgelehnt wurde. Man erkennt diese Herkunft. Im Anhang gibt es 677 Anmerkungen mit den Quellen der Textzitate, 14 engbedruckte Seiten Autorenverzeichnis und ein umfangreiches Sachregister. Das soll aber nicht abschrecken. Es zeigt, dass sehr sorgfältige Quellen- und Textrecherchen durchgeführt worden sind. Das Buch ist durchgängig sehr verständlich geschrieben. Auch ohne ökonomisches Vorwissen ist es gut lesbar. Es ist in zwei Teile gegliedert: Teil I Ökonomie in früheren Zeiten, Teil II Blasphemische Gedanken.

Die Ziele seines Buches nennt er zum Schluss. Es soll eine (S. 396) "postmoderne Kritik der mechanistischen und imperialen Mainstream-Ökonomie" sein; eine (S. 403) "weiter gespannte und faszinierende Geschichte der Ökonomie" über die mathematische Wahrnehmung hinaus; eine "Antithese zur vorherrschenden morallosen, positivistischen und deskriptiv aussehenden Ökonomie." Seine grundsätzliche Einstellung ist in einer Fußnote (S. 351) versteckt. Er ist "überzeugt, dass wir das menschliche Verhalten nie besser verstehen werden, wenn wir uns mit der Ökonomie befassen, ohne über das rein Ökonomische hinauszugehen."

ÜBER DIE INHALTE

TEIL I: Sedlacek meint, dass uns Mythen und Religionen, Philosophen und Dichter ebenso viel über Ökonomie lehren können, wie die heutigen mathematischen Modelle der sogenannten Mainstream-Ökonomie. Er analysiert zu Beginn das Gilgamesch-Epos. Dort entdeckt er, dass das Ziel der Zivilisation und des Wirtschaftens sei, den Menschen immer mehr unabhängiger zu machen von der Natur, ihm eine konstante und kontrollierbare Umgebung zu schaffen. Die Idee des Fortschritts findet er bei den Hebräern. Vorher sei das (wirtschaftliche) Geschehen als zyklisches, sich wiederholendes Ereignis empfunden worden. Er bespricht den ersten dokumentierten Konjunkturzyklus im Alten Testament, der Traum des Pharaos mit den sieben fetten und mageren Kühen, der von Josef interpretiert wurde. Bei dem griechischen Philosophen Xenophon stellt Sedlacek fest, dass dieser bereits den Unterschied zwischen Gebrauchs- und Tauschwert eines Gutes kannte und auch die Vorteile der Arbeitsteilung.

Bei den Stoikern und Hedonisten erkennt Sedlacek zwei Grundprinzipien, wie man mit Mangel umgeht. Stoikern setzen auf Verringerung der Nachfrage, Hedonisten auf Vergrößerung des Angebotes. Die heutige Ökonomie habe, so folgert er später, das hedonistische Konzept verinnerlicht. Bibel und Ökonomie sieht Sedlacek sehr eng miteinander verwoben. Er findet im Alten Testament Anweisungen dafür, wie die Schwächsten der Gesellschaft geschützt werden sollen: Witwen, Waisen und Fremde. Die überwiegende Anzahl Gleichnisse und Beispiele im Neuen Testament würden im wirtschaftlichen und sozialen Kontext handeln.

Mit Rene Descartes findet nach Sedlacek der Umschwung statt von der philosophisch ethischen Basis der Ökonomie hin zur Mathematisierung und Mechanisierung. Natürlich wird auch Adam Smith erwähnt. Smith sei aber von seinen Nachfolgern weitgehend reduziert worden auf seine ökonomischen Ausführungen (z.B. die unsichtbare Hand des Marktes). Man habe seine moralphilosophischen Schriften vernachlässigt mit der Folge, dass der Mensch als Nutzenmaximierer und Homo oeconomicus gesehen werde. Ihn, den Homo Oeconomicus, hält Sedlecek für (S. 218)"ein mechanisches Konstrukt, das gemäß unfehlbarer mathematischer Prinzipien und durch reine Mechanik funktioniert". Während der religiös gläubige Mensch sich ausdrücklich zu seinem Glauben bekennen müsse, hänge der moderne Mensch seinem wissenschaftlichen Glauben unbewusst an.

TEIL II: Dieser Teil beginnt mit der Erkenntnis, dass (S. 273)"Unzufriedenheit der Motor des Fortschritts und der Marktkapitalisierung ist". Wir seien heute von der Idee des beständigen Wachstums so besessen, dass wir bereit seien uns dafür hoch zu verschulden, nicht nur in Krisenzeiten sondern auch in Zeiten großen Wirtschaftswachstums. "Der materielle Fortschritt ist in vieler Hinsicht zur säkularen Religion und zur großen Hoffnung unserer Zeit geworden", und die Ökonomen seien dabei die modernen Priester, die prophetische Dienste zu leisten hätten. Sedlacek weist darauf hin, dass auch ökonomische Theorien mit deren mathematischen Modellen so etwas wie moderne Mythen seien. Man wisse, dass sie nicht wahr seien, glaube aber, dass sie dennoch etwas Wahres über die Welt aussagen würden.

Der Mensch bewegt sich nach Sedlacek zwischen zwei Polen: einerseits die Überrationalisierung, die ihn zum Roboter mache und anderseits übergroße Spontaneität, die zu unbeherrschtem (tierischen) Verhalten führen würde. Er meint (S. 399) unser Weg liege irgendwo in der Mitte. Mit Blick auf die aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise kommt Sedlacek zu folgender Empfehlung (S. 400): "Umdenken ist nötig, weil eine Wirtschaftspolitik, die nur materielle Ziele verfolgt, immer zu Schulden führen wird. Jede Wirtschaftskrise wird viel schlimmer werden, wenn wir ständig die Last dieser Schulden stemmen müssen. Wir müssen sie daher schnell zurückzahlen. Wenn die nächste größere Wirtschaftskrise unser System trifft, müssen wir vorbereitet sein ... Wer ständig auf des Messers Schneide lebt, darf sich nicht wundern, wenn er sich dabei verletzt." Die derzeitige fiskalische Philosophie bezeichnet Sedlacek daher als (S.308) "Bastard-Keynesianismus".

BEURTEILUNG

Das Buch kommt ohne eine einzige mathematische Formel aus. Es ist mehr eine Geschichte des ökonomischen Denkens. Da heute die Mainstream-Ökonomie mit ihrer Mathematisierung an Grenzen stößt, wird zusätzlich wieder eine (Rück-)Besinnung auf die Ethik und Moral der Ökonomie erforderlich. Sedlecek schreibt verständlich mit nur wenig Fachterminologie, wenngleich ein paar Grundkenntnisse der Ökonomie den Lesegenuss erhöhen würden. Viele Kapitelüberschriften erleichtern die Orientierung und dienen oft als eine kurze Zusammenfassung des folgenden Textes. Wer möchte, kann aufgrund der umfangreichen Anmerkungen im Anhang die originalen Textstellen leicht finden. Man braucht nicht immer mit Sedlaceks Folgerungen übereinstimmen. Eine tiefschürfende Auseinandersetzung darüber, was GUT und was BÖSE ist, fehlt zwar. Aber darüber haben sich Philosophen, Soziologen und Theologen schon genügend Gedanken gemacht. Insgesamt ist das Buch sehr empfehlenswert für all diejenigen, die jenseits von Formeln nach einem tieferen Verständnis ökonomischer Prinzipien suchen.
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71 von 85 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bestseller in Tschechien - kein Zufall 12. Februar 2012
Von Steth
Format:Gebundene Ausgabe
Eine super Buch welches nur jemand schreiben kann der die Katastrophe des Kommunismus kennt und die Unvollkommenheit des Kapitalismus erlebt.

Die Ökonomie wird in ihrem Kern sowohl durch gute wie falsche Entscheidungen vorangetrieben. Wir handeln nicht wie Roboter deren Entscheidungen vorhersehbar sind. Als geistige Wesen haben wir eine Vielfalt an Handlungsweisen welche oft aus tiefen Emotionen oder gelernten Verhaltensmustern bestehen.

Warum zahlen wir Trinkgeld obwohl wir da vielleicht nie mehr vorbei kommen? Warum helfen wir jemandem ohne Gegenleistung? Warum sind die Dinge am wertvollsten die man nicht kaufen kann? Warum ist eine Anerkennung etwas wert? Wäre ein Scheck nicht wertvoller?

Als soziale Wesen die im innersten das gute und richtige tun wollen können wir der Vielfalt der Einzelentscheidungen trauen.

Diese Buch hat einen sehr philosophischen, teils religiösen Ansatz. Es zeigt wie das wirtschaften aus unserem Wesen und der Urbanisierung entstanden ist. Jeder der über seinen Tellerrand hinaus denken will muss dieses Buch unbedingt lesen. Eine Ökonomie die der Natur des Menschen entspricht und deren Schwächen akzeptiert ist ein sehr wertvolles gut.

Was wir heute als neu betrachten ist in Wirklichkeit uraltes Wissen. Sedlacek hat hier ein Meisterwerk zusammen gestellt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Gerhard Mersmann TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Eine positive Auswirkung der Weltfinanzkrise, welche seit 2008 unzählige Volkswirtschaften in Mitleidenschaft gezogen hat, ist die wachsende Kritik an der gegenwärtigen Befindlichkeit der ökonomischen Wissenschaften. Letztere hat sich in den Jahren der Globalisierung und der wachsenden Hegemonie der Börsen zu einer alle Motive menschlichen und gesellschaftlichen Handelns leugnenden Ideologie entwickelt, die nichts mehr erklärt. Die Fokussierung auf Zahlenreihen, mathematische Formeln und Excel Sheets, die seit der kaum bemerkten Verwandlung von Analytikern zu Analysten ihren Lauf genommen hat, bewirkte eine Apotheose des positivistischen Deskriptivismus, eine Orgie in den Sphären der so genannten Wertneutralität und Welt der kalten Fakten, die nichts mehr aussagen und von den Ursachen wirtschaftlichen Handelns nichts mehr erwähnt lassen.

So ist es quasi folgerichtig, dass ein ausgebildeter Ökonom, Tomas Sedlacek, seinerseits Lehrer an der ältesten europäischen Universität zu Prag und seinerseits wirtschaftlichem Berater des ehemaligen tschechischen Präsidenten Vaclav Havel ein Buch mit dem Titel Die Ökonomie von Gut und Böse geschrieben hat, das der Misere der formularen Mystifikation in der Ökonomie ein Ende setzen soll. Die Ökonomie von Gut und Böse ist in zwei Kapitel gegliedert, eines bezieht sich auf die Ökonomie in früheren Zeiten und das andere befasst sich mit blasphemischen Gedanken zur gegenwärtigen Verfasstheit der ökonomischen Wissenschaften und ihre Implikation auf die gesellschaftlichen Erklärungsmodelle wirtschaftlichen Handelns.

Der historische Teil beginnt mit dem Gilgamesch-Epos, der ältesten schriftlichen Überlieferung überhaupt, setzt sich mit dem Alten Testament und dem antiken Griechenland auseinander, befasst sich mit dem Christentum und landet dann bei Descartes, Bernard Mandeville und Adam Smith. Von den alten Überlieferungen bis hin zu den Urvätern des modernen ökonomischen Denkens untermauert die Darstellung die These, dass wirtschaftliches Handeln nie frei von ethischen Werten betrachtet wurde, dass Kategorien wie Gut und Böse immer eine motivationale Relevanz in Bezug auf das Wirtschaften hatte. Interessant ist bei diesen sorgfältigen Recherchen und gelungenen Schlussfolgerungen, dass es keine historische Chronologie des wie auch immer gearteten Fortschrittes zu geben scheint, sondern dass sich der Prozess der wirtschaftlichen Zivilisation immer um die Frage drehte, wie Wirtschaft auf das individuelle und gesellschaftliche Wohlbefinden wirkt und wie kontrovers in allen Zeiten die Diskussion um diese Orientierung geführt wurde.

Die Blasphemischen Gedanken richten das Licht, welches aus der Analyse gewonnen wurde, folgerichtig auf die heutigen Auseinandersetzungen um eine Ökonomie, die in einfältig positivistischer Manier die ethische Relevanz von wirtschaftlichem Handeln leugnet. Wie in einem Orkan der Stumpfsinnigkeit wird die mentale Unordnung deutlich, die aus der Negation sozialer Verantwortung in einen politischer Diskurs mündete, dem es gelingt, nach Regeln der Mathematik soziale Ressentiments zu bedienen, ohne das Unterfangen bewussten politischen Handelns überhaupt noch zu reflektieren.

Das Buch wirft Fragen auf, wie z.B. in einer Welt des Überflusses und des überflüssigen Wachstums Kategorien sozialer Qualität überhaupt keine Rolle mehr spielen können. Oder wie es gelingt, die politische Dimension einer gerechten Distribution ausklammern zu können. Und, wie es sein kann, dass eine Analyse menschlicher Bedürfnisse, die jenseits der forcierten Gebrauchsgüterproduktion existiert, auf der soziales Zusammenleben überhaupt funktionieren kann, so erfolgreich ausgeblendet werden kann. Und letztendlich, wie die Blase der Überproduktion durch gesellschaftliche Verschuldung gewährleistet wird und diese fiskalisch abgesichert, statt gegen ihre Auswirkungen benutzt wird. Tomas Sedlacek ist ein Buch gelungen, das keine Patentlösungen bietet, aber mächtig zum Nachdenken anregt!
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5.0 von 5 Sternen Für jeden Ökonomen unbedingt zu empfehlen
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Vor 1 Monat von Edisom veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Die Ökonomie von Gut und Böse
Es ist ein sehr interessantes und informatives Buch,
das auch von Laien gut verstanden wird. Wer sich
für ökonomisches Zusammenhänge interessiert... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Krista Schifferer veröffentlicht
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