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Die Ästhetik des Widerstands: Roman (suhrkamp taschenbuch) Taschenbuch – 25. April 2005


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 1195 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 2 (25. April 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518456881
  • ISBN-13: 978-3518456880
  • Größe und/oder Gewicht: 11,8 x 4,9 x 18,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 39.908 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein Klangwerk äußerster Präzision und Strenge." (Jury der hr2-Hörbuch-Bestenliste) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Die Ästhetik des Widerstands
OA 1975 / 78 / 81 (3 Bde.)Form Roman Epoche Gegenwart
Das in zehnjähriger Arbeit entstandene und erst kurz vor dem Tod des Autors Peter Weiss abgeschlossene Werk ist der ehrgeizige Versuch, unter Nutzung fiktionaler Freiheiten ein historisch authentisches Gesamtbild der faschistischen Epoche in Europa zu zeichnen, wobei die antifaschistische Position, der »Widerstand«, die Perspektive bestimmt. Zugleich sollen Funktion und Bedeutung von Kunst-Erfahrung, also von »Ästhetik«, im und für den politischen Kampf der Linken untersucht und dargestellt werden. Dies geschieht in der Absicht, für Gegenwart und Zukunft ein neuartiges Modell des Zusammenspiels von Kunst und Politik zu entwerfen.
Inhalt: Der Roman beginnt im Jahr 1937 an einem konspirativen Ort mitten im Zentrum der Nazi-Herrschaft, vor dem Pergamonaltar auf der Berliner Museumsinsel. Dort führen der Ich-Erzähler, ein namenlos bleibender junger Arbeiter, und seine kommunistischen Genossen Ayschmann und Coppi eine Diskussion um Geschichte, Politik, Kultur, Kunst und Literatur – vor allem jedoch um die Möglichkeit, das »kulturelle Erbe« der Vergangenheit für den sozialistischen und antifaschistischen Kamp zu nutzen. Im Gespräch mit seinem sozialdemokratischen Vater erfährt der Erzähler von der verhängnisvollen Spaltung der Arbeiterbewegung seit 1918. Er verlässt Berlin, um im Spanischen Bürgerkrieg an der Seite des Arztes Dr. Max Hodann Sanitätsdienste zu leisten. Dort erlebt er die scharfen Konflikte zwischen den verschiedenen linken Gruppen und hört von Stalins Schauprozessen gegen vorgebliche Abweichler und Verräter. Nach der Auflösung der Internationalen Brigaden und dem Zusammenbruch der Spanischen Republik wird der Erzähler zu Beginn des zweiten Bands nach Paris verschlagen. Dort lernt er den kommunistischen Kulturorganisator Willi Münzenberg kennen. In Schweden, wo er als Fabrikarbeiter lebt und in der illegalen KP kleine Aufgaben übernimmt, unternimmt er unter Anleitung von Bertolt R Brecht erste Schreibversuche. In der Tradition Brechts und Münzenbergs will er sozialistische Parteilichkeit und persönliche Kreativität verbinden und fasst den Plan, zum kritischen Chronisten seiner Epoche zu werden. Er wird besonders im dritten Band der Ästhetik des Widerstands realisiert; der Erzähler tritt hier zunehmend aus der Handlung zurück und überliefert aus räumlicher und zeitlicher Distanz den konspirativen Widerstand der so genannten Roten Kapelle um Harro Schulze-Boysen und Dr. Arvid Harnack in Berlin sowie deren Verhaftung und Hinrichtung in Plötzensee. Der Roman endet im Jahr 1945, als der Faschismus niedergeworfen, ein Sozialismus mit menschlichem Gesicht aber nach wie vor nur als Utopie vorstellbar ist.
Aufbau: Der Roman gewinnt seine Unverwechselbarkeit durch einige markante Strukturelemente wie die Kombination von historisch authentischen und fiktiven Figuren sowie die Kombination von narrativen und reflexiven Partien, die zu der treffenden Bezeichnung »Roman-Essay«geführt hat. Ein weiteres dominantes Merkmal sind die ausgedehnten dialogischen Partien, teils in direkter, teils in indirekter Rede. Sie sind formaler Ausdruck einer Gedankenbewegung, die in Brechts Nachfolge immer wieder versucht, widersprüchliche Positionen (in Politik, Ideologie, Ästhetik) zu artikulieren und so gegeneinander zu setzen, dass sie zu neuen Erkenntnissen, Konsequenzen, Veränderungen führen. Eine ähnliche Funktion kommt dem Verfahren der Montage zu, mit dem Weiss auf quasi-filmische Weise verschiedene Orte, Zeiten, Figuren und Standpunkte miteinander konfrontiert. Andererseits bewirkt der biografische Erzählrahmen zumindest formal eine »Einheit der Widersprüche«.
Wirkung: Die Ästhetik des Widerstands wurde seit dem Erscheinen des ersten Bands in beiden deutschen Staaten intensiv diskutiert, weil sie wichtige Aspekte verdrängter und verschwiegener Vergangenheit artikulierte sowie in West und Ost stereotype Geschichtsbilder korrigierte. Dies gilt aus westlicher Sicht etwa für die Rolle des kommunistischen Widerstands gegen Hitler, aus östlicher Sicht insbesondere für die autoritäre Herrschaftspraxis des Stalinismus, die als eine wesentliche Ursache der historischen Niederlage der sozialistischen Bewegung gezeigt wird. J. V. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

3.4 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

29 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENTTOP 500 REZENSENT am 25. November 2005
Format: Taschenbuch
Vordergründig setzt Peter Weiss mit seinem akribisch recherchierten Monumentalwerk den antifaschistischen Widerstandskämpfern aus dem kommunistischen Umfeld, die im Westen meist unbeachtet blieben, ein Denkmal. Wie der Titel des Buches aber schon sagt, geht es ihm dabei vor allem um die Schlüsselrolle der Kultur für einen erfolgreichen Widerstand gegen Barbarei und Unterdrückung. Weiss unterstellt den relativ wenigen, die sich dem NS-Terror zu widersetzen wagten, dass sie die Kraft dazu aus einer entsprechend entwickelten Kultur schöpften. Entsprechend kritisiert er auch den Kommunismus und dessen von oben verordnete Kunstform, den sozialistischen Realismus. Letztendlich gaben die historischen Entwicklungen Peter Weiss Recht. Der "real existierende Sozialismus" zerbrach wenige Jahre nach Erscheinen des letzten Bandes der Romantrilogie nicht zuletzt an seiner doktrinären und kulturellen Starre. Wirkte Weiss’ Werk nach dem Fall der Mauer und dem Ende der Sowjetherrschaft zeitweise anachronistisch, so gewinnt die "Ästhetik des Widerstands" angesichts der Globalisierungsdiskussion wieder an Aktualität - schließlich gibt es nicht wenige Menschen, die auch hier Widerstand für angebracht halten.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von B. Gutleben am 14. August 2011
Format: Taschenbuch
Die »Ästhetik des Widerstands« ist ein (schwerge)wichtiger Markstein der bundesdeutschen Literatur. Für manche dürfte die Lektüre allerdings eher den Charakter von Pflichtübung als von Lesegenuss haben. Der wird eventuell durch einige formale oder inhaltliche Eigenheiten des umfangreichen Werkes getrübt. Für einen Roman im traditionellen Sinne ist er phasenweise recht handlungsarm; die äußeren Abläufe geraten immer wieder ins Stocken - was wohl auch die oft zu Immobilität und Untätigkeit verurteilten Emigranten so erlebt haben dürften, die bestenfalls geduldet, häufig aber auch überwacht oder interniert waren - werden aber auch vom Autor bewusst und über lange Strecken unterbrochen durch Reflexionen und Diskurse über ästhetische und politische Fragestellungen; aus der Gegenwartsebene des Romans (1937 bis 1945) weisen häufig historische Rückblicke in die nähere oder fernere Vergangenheit. Nicht jede(r) wird sich zudem die für Weiss zentralen Thesen zu eigen machen wollen: dass Geschichte immer eine Geschichte von Klassenkämpfen ist, die uns fast ausnahmslos aus der Perspektive der Herrschenden bzw. Sieger erzählt wurden, dass ein wesentliches Manko in der jüngeren Geschichte das Scheitern der sozialistischen Aktionseinheit bzw. der Volksfront war und dass trotz aller Kritik an dogmatischer Verengung und zentralistischer Diktatur die (kommunistische) Partei die einzige Instanz war, die den verstreuten Widerstandskämpfern gegen den Faschismus Halt gegeben hat. Wobei Weiss ja durchaus kein Stalinist ist, sondern die Vision eines freiheitlichen Sozialismus hegt, gerade die Rolle der Kunst bzw.Lesen Sie weiter... ›
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16 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 12. September 1999
Format: Taschenbuch
Ich möchte nicht wissen, wie viele Seiten schon größere Geister mit Gedanken zu diesem Buch gefüllt haben. Nimmt man das Buch aus dem Regal, beeindruckt schon das bloße Gewicht. Monolithisch präsentiert sich diese als Entwicklungsgeschichte konzipierte Ästhetik des Widerstands. Das Buch ist eine wahre Fundgrube für den Blick einer Gegenöffentlichkeit auf dieses Jahrhundert. Nicht die Sieger scheinen hier die Geschichte zu schreiben, nein, endlich wird artikuliert, was die Geschichtsbücher verschweigen. Dennoch vermisse ich etwas Elementares in dieser geschlossenen Ästhetik: Die Leichtigkeit und der Humor. Seite um Seite liest man genußvoll wunderschön gesetzte Worte. Der Sprachfluß verzaubert, doch irgendwann fällt einem auf, das da niemand lacht. Alles ist nur Verantwortung und Auseinandersetzung mit dem Dogma. Kann eine solche Ästhetik befriedigen? Nein, denn allein schon der Galgenhumor, also der Witz des Unterdrückten, um seine ausweglose Situation erträglich zu machen, fällt hinaus, ist sogar vielleicht etwas obszönes, eskapistisches und nicht eine legitime Waffe. Die Eröffnungssequenz, die umwerfend schöne Beschreibung des eigentlich häßlichen Pergamonaltars in Berlin, sollte man allerdings dabei haben, wenn man dort einmal ins Museum geht. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Von Leseratte am 9. November 2014
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Das Buch gibt uns Einblick in das Leben des Peter Weiss. Es ist intellektuell anspruchsvoll.
Das Buch sollte lesen, wer Freue am Denken hat
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Bibliofilo am 19. März 2013
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Mit dem beinahe 1200 Seiten umfassenden, monumentalen Werk Die Ästhetik des Widerstands" versucht der Autor Peter Weiss ein subjektiv, aus dem Blickwinkel des kommunistischen Widerstands wahrgenommenes Gesamtgemälde der Epoche des Nationalsozialismus und des Faschismus in Europa zu entwerfen.
Wird einerseits das Scheitern der Volksfront (d.h. die Einheit der sozialistischen und der kommunistischen Bewegung) kritisiert, wird andererseits die These vertreten, der Widerstand und die kommunistische Bewegung allgemein habe einen entscheidenden Teil seiner Kraft im Sich-Aneignen von Kunst und Kultur finden können. Dieses Zusammenspiel von Ästhetik und Politik führt schließlich auch zur Kritik des Realsozialismus, in welcher (ähnlich wie im Machtkampf um politische Posten) das Kunstverständnis von Oben her dirigiert wird.
Auch um den Rhythmus der Erzählung zu verlangsamen und somit einen Eindruck der Ohnmacht und des untätigen Abwartens zu vermitteln, wechselt der Autor erzählende Teile mit ausschweifenden Überlegungen der fiktiven Hauptfigur und Erörterungen zu den Themen ab, welche die Hauptfigur im jeweiligen Moment beschäftigen. Diese teilweise sehr kopflastigen und etwas mühsam zu lesenden Degressionen, welche von der subjektiven Wahrnehmung von Kunstwerken (u.a. das Pergamonfries, Die Freiheit führt das Volk" von Delacroix, Das Floß der Medusa" von Géricault, etc.) bis zu politisch-historischen Analysen (u.a. die jüngere Geschichte der kommunistischen Partei in Schweden, die Kommune von Paris, etc.) reichen sind allerdings ein entscheidendes Element, um einen Gesamteindruck der subjektiven Erfahrungen einer Zeit zu vermitteln.
Lesen Sie weiter... ›
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