Felicitas Irmbach Lichterkett alias FIL findet auch im siebten Band ihrer herausragende Reihe eine Bildsprache, die unserer disversizierten, prekären Grossstadtwelt gerecht wird. Kongenial unterstützen die poetischen Texte und Dialoge den Assoziationsstrom der Bildgewalt. Der Anglizismus im Titel spielt bereits mit Klischees der medialen Industrie, ohne sich jedoch anzubiedern; ein ausloten neuer Darstellungsräume als reduzierte Antwort auf mediales Dauerrauschen der Datenautobahnen.
Felicitas Irmbach Lichterketts Kunst bleibt dabei stehts unbestechlich direkt und visionär. Ihre Charaktere scheitern immer wieder an den Herrausforderungen der Moderne, doch gerade dieses Scheitern hinterfragt den Grossstadtdschungel und die Verheissungen falscher Propheten. Ihre Werke zeigen auch immer wieder, dass die Genderdebatte der späten Neunziger immer noch neue Impulse verträgt. So ist auch dieser graphische Roman nichtzuletzt wieder ein Beweis, wie eine geringe Verschiebung des Blickwinkels der Eigenen Sichtweise neue Impulse gibt.