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Didaktik der Informatik [Gebundene Ausgabe]

Sigrid Schubert , Andreas Schwill
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 372 Seiten
  • Verlag: Spektrum Akademischer Verlag; Auflage: 1 (15. Januar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3827413826
  • ISBN-13: 978-3827413826
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 15,6 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Andreas Schwill
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Es ist hoch erfreulich und begrüßenswert, dass zwei Informatik-Didaktiker, die durch zahlreiche einschlägige Publikationen hervorgetreten sind und damit den Informatikunterricht entscheidend mitprägten, ihre gesammelten Ansichten nun in einer Monografie (als Gemeinschaftswerk) vorgelegt haben. (...) Gerade weil die Informatik in der Schule derzeit ein Schattendasein fristet und offensichtlich noch weiter zurückgedrängt werden soll, ist dieses Buch bedeutsam, da es den Bildungswert des Informatikunterrichts aufzeigt und dessen Befürwortern gewichtige Argumente an die Hand gibt. den Informatiklehrenden können die Vorschläge zur Konzeption von Unterrichtssequenzen und Stundenentwürfen wertvolle Hilfestellungen geben. Insgesamt handelt es sich bei diesem Buch um eine ideenreiche Neuerscheinung, mit der die didaktische Diskussion um ein gutes Stück voran gebracht wird. LOG IN - Informatik und Computer in der Schule Dieses Buch widmet sich an Lehramtsstudierende und Lehrer. Es bietet praxisorientierte Gesamtdarstellung der Didaktik der Informtik.(...) Zentralblatt für Didaktik der Mathematik

Rezension

Ein wichtiger Beitrag zur wissenschaftlichen Fundierung der Didaktik der Informatik. Ein wichtiger Beitrag zur theoretischen Fundierung und praktischen Anwendung des Fachgebietes "Didaktik der Informatik". Prof. Dr. Michael Fothe, Universität Jena

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Format:Gebundene Ausgabe
Das Lehrbuch richtet sich vornehmlich an Informatiklehrer der Sekundarstufe II. Das Buch führt frühere Arbeiten der Autoren zu sog. „fundamentalen Ideen" (Schwill) und zum sog. „Didaktischen System" (Schubert) zusammen.

Fundamentale Ideen destillieren gewissermaßen diejenigen Prinzipien, Methoden und Denkweisen der Informatik, die für die Bildung von dauerhaftem Wert sind, heraus. Sie sollen den Stoff für den Schüler ordnen, Zusammenhänge erkennbar machen und die Fähigkeit zum nicht-spezifischen Transfer fördern. Der im Buch so bezeichnete „vollständige Katalog" fundamentaler Ideen rankt sich um die drei „Masterideen" Algorithmisierung (gemeint ist Algorithmenentwurf), strukturierte Zerlegung und Sprache. Die vernetzende Wirkung der fundamentalen Ideen deutlich machen und den Diskussionsprozess darüber, was als fundamental zu gelten hat, versachlichen würde sicherlich eine Übersicht, an welchen Stellen im Gesamtkonzept der informatischen Bildung sich eine fundamentale Idee im Sinne eines Spiralprinzips wiederfindet (wiederfinden soll) und in welcher Beziehung sie zu Aufgabenklassen (s.u.) und Leitlinien steht.

Schubert/Schwill zufolge liegt der Bildungswert der Informatik in der
- Förderung von Metawissen zur Beherrschung von Komplexität und der
- Bedeutung der informatischen Strukturierung als Erkenntnismethode (auch unabhängig von Informatiksystemen).
Nichts liege nun näher, als dass die Informatikdidaktik Wert und Nutzen der Methoden ihres eigenen Lehrgegenstandes für die Unterstützung der Lehre deutlich mache. Schubert/Schwill nennen eine entsprechende Kollektion aufeinander abgestimmter Lehr-Lern-Materialen „Didaktisches System". Als Komponenten eines solchen Systems sehen Schubert/Schwill:
- eine Baumstruktur von Aufgabenklassen, die jeder Lerneinheit klassifizierte Aufgaben zuordnen,
- Explorationsmodule (Lernsoftware) für entdeckendes Lernen,
- Graphen als Beschreibungsstrukturen für das Fachwissen / Lerneinheiten und
- Entwurfsmuster für Lernprozesse, die gegenüber herkömmlichen Erfahrungsberichten Vergleichbarkeit und Qualitätskriterien für den Anwendungserfolg sicherstellen sollen.
Eine derartige Repräsentation fachdidaktischen Wissens soll die fachdidaktische Kommunikation fördern und die Umsetzung im Unterricht inhaltlich und methodisch erleichtern. Aufgabenklassen beispielsweise sollen die "Bildungserfahrung zu einem kleinen Bereich der Informatik" bündeln. Leider unterbleibt die spannende Übung, diese zu einer (nicht bloß stofforientierten) Lernzieltaxonomie oder den fundamentalen Ideen in Bezug zu setzen - würde dies doch gerade den didaktischen Wert einer Aufgabe deutlich werden lassen.

Trotz der z.T. wenig pointierten Darstellung und einer gewissen Laxheit in der Präsentation und bei der Verwendung von Begriffen ist dieses Lehrwerk von den „Ideen" her (fundamentale Ideen, didaktisches System) interessant. Für den Praktiker wird ein didaktisches System meines Erachtens von enormem Wert sein. Der Informatikdidaktik wird hier eine Vision aufgezeigt. Leider nehmen viele Ideen in diesem Buch allerdings noch keine allzu konkrete Form an.
Mit Blick auf die gesamte Schulinformatik ist die Themenauswahl mit Schwerpunktsetzung auf die (fortgeschrittene) Softwareentwicklung unausgewogen. „Anfangsunterricht" wird auf die Einführung objektorientierter Programmierung bezogen, ihre Vorbereitung in der Mittelstufe - dem Spiralprinzip entsprechend - durch das Objekt-Attribut-Wert-Schema anhand von Elementen von Anwendungsprogrammen ist nicht Gegenstand des Buches. Auf den informationszentrierten oder den systemorientierten Didaktikansatz wird nicht eingegangen. Ein Praktiker allerdings, der den Hubwieser ausgelesen und sich auf den einschlägigen Portalen mit dem Angebot an Lernsoftware und Unterrichtsmaterialien vertraut gemacht hat, wird - je nach Geschmack - sicher von beispielsweise der Unterrichtssequenz zur prädikativen Programmierung bzw. den Ausführungen zum projektorientierten Unterricht profitieren.

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