Ich hatte das Buch vor knapp einem Jahr gelesen und war damals der Meinung, ach wie stellt die Autorin sich da an. Ein Kuvasz ist doch auch ein Hund. Der Schreibstil sei mal dahin gestellt. Das ist für mich eher nebensächlich.
Ich hatte zu der Zeit eine Ausbildung für Hundeerziehung gemacht und habe selbst einen Hund. Also was kann an einem Kuvasz so schwierig sein? Der hat auch 2 Ohren und vier Pfoten, frisst das selbe wie jeder andere Hund, klar der Größe halber ein wenig mehr. Das war schon klar. Folglich ist der Kuvasz doch ebenso ein Hund, wie z.B. ein Labrador. Stur? Dickköpfig? Da läuft wohl etwas gewaltig schief, dachte ich damals. So wollte ich damals auch bewerten. Doch es kam anders als man denkt.
Aus privaten Gründen haben wir uns für einen Herdenschutzhund interessiert, am liebsten einen Sarplaninac oder ilyrischer Schäferhund. Natürlich habe ich alles was es gibt darüber gelesen. Man muss sich doch vorab ein Bild machen von der zukünftigen Rasse, incl. deren negativen Eigenschaften. Also war ich schon vorbereitet. Dann kam unser Kuvasz-Mischling...... ein Mädchen. Ich muss meine Meinung wohl oder übel revidieren. Unsere Süße ist kein "normaler" Hund! Mittlerweile kann ich die Pleiten, Pech und Pannen von denen die Autorin berichtet nachfühlen. Man darf in einem Kuvasz niemals einen normalen Hund sehen. Das ist er auf gar keinen Fall! Gehorsam, wozu soll das gut sein? Die Rasse(n) sind vom Wesen und Verhalten anders als Familienhunde. Sie sind intelligent, clever und ausdauernd. In meinen Augen sogar noch extemer als Labbi und Co, wenn es um ihren Vorteil geht. Ja und den Humor darf man nie verlieren. Mit Strenge hat man schon viel an Entgegenkommen von Hundeseite verloren. Erziehung ist wichtig bzw. sich so benehmen wie es vom Menschen gewünscht wird. Doch der Weg dahin ist meist nicht sehr direkt, eher ein Schritt vor und einer zur Seite. Aber mit Ausdauer kommt man schon zusammen. Wer die Rasse zu nehmen weiß, für den ist der Kuvasz ein idealer Freund und Partner. Ich möchte meine Süße auf keinen Fall hergeben, trotz ihres "Dickkopfes".
Meiner Meinung nach kann ich nur bemängeln dass die Geschichten fast alle von Mißgeschicken erzählen und keineswegs den tollen Hund der er nun mal ist, hervorheben. Das sollte einen größeren Platz einnehmen. Wer sein Herz mal an so einen Hund verloren hat, das ist so. Dann gibt es keine anere Rasse mehr.