Dickinsons Gedichte liest Du nicht mit dem Verstand sondern mit dem Herzen. Es überspült Dich eine warme Traurigkeit, eine Abgeschiedenheit, eine Endlosigkeit. Für mich ist es ein Buch, was ich niemals jemanden leihen würde. Ich bin darauf gekommen durch ein anderes Buch, einen Roman, er heißt "Seltsamer Wein", ein Frauenroman, übrigens sehr gut, und darin kam eine Zeile aus einem Gedicht vor "Die Seele wählt sich ihre eigene Gesellschaft, dann schließt sie die Tür". Ich habe mir sofort mehrere Gedichtbände von Emily Dickinson gekauft, es ist ein verwandter Geist, Du verstehst es oder läßt es bleiben, ganz wichtig, daß Du die Originale in englisch/amerikanisch hast, weil eigentlich läßt es sich nicht übersetzen.Du kannst 1000 Jahre darin lesen und kannst nur " ahnen"