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Dichtung und Religion: Pascal, Gryphius, Lessing, Hölderlin, Novalis, Kierkegaard, Dostojewski, Kafka [Gebundene Ausgabe]

Walter Jens , Hans Küng
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
  • Verlag: Kindler Verlag GmbH; Auflage: 3 (2. September 1985)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3463400286
  • ISBN-13: 978-3463400280
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 756.627 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Walter Jens, geboren 1923 in Hamburg, Studium der klassischen Philologie und Germanistik in Hamburg und Freiburg/Br. Promotion 1944 mit einer Arbeit zur Sophokleischen Tragödie; 1949 Habilitation, von 1962 bis 1989 Inhaber eines Lehrstuhls für Klassische Philologie und allgemeine Rhetorik in Tübingen. Von 1989 bis 1997 Präsident der Akademie der Künste zu Berlin. Verfasser zahlreicher belletristischer, wissenschaftlicher und essayistischer Bücher (darunter zuerst "Nein. Die Welt der Angeklagten" 1950, "Der Mann, der nicht alt werden wollte", 1955), Hör- und Fernsehspielen sowie Essays und Fernsehkritiken unter dem Pseudonym Momos; außerdem Übersetzer der Evangelien und des Römerbriefes.Walter Jens war seit 1951 verheiratet mit Inge Jens, geb. Puttfarcken. Als "Grenzgängern zwischen Macht und Geist" wurde beiden 1988 der Theodor-Heuss-Preis mit der Begründung verliehen: "Gemeinsam geben Inge und Walter Jens sowohl durch ihr schriftstellerisches Werk wie durch ihr persönliches Engagement immer wieder ermutigende Beispiele für Zivilcourage und persönliche Verantwortungsbereitschaft." Walter Jens starb am 9. Juni 2013 in Tübingen.

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Von kpoac TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
16 Essays in Form von Vorlesungen aus der Tübinger Uni, acht Protagonisten werden von Hans Küng (1928-) aus Sicht der Theologie und von Walter Jens (1923-) aus der Sicht der Literatur beleuchtet und mit diesen Dichtern und Schriftstellern eine Epoche, die sich die Moderne nennen wird.

Beginnend mit dem 17. Jahrhundert, namentlich mit (1) Blaise Pascal, Wegbegleiter Descartes' und Spinoazas, in der Dichtung auch von (2) Gryphius, der als zweiter in diesen kleinen Miniaturen folgt. Diese Zeit, geprägt von Vernunft, Verstand und religiösem Gefühl, wenn es um die Klärung der Welt ging. Naturwissenschaft und Mathematik begleiten die Religion.

Unter dem Primat der Gleichheit aller Monotheismen entstand (3) Lessings Nathan, von dem aus diese Zeit in die Romantik gleitete. Mit (4) Hölderlins und (5) Novalis Hymnen werden Antike und Christentum romantisch versöhnt.

Zweifel am Menschen prägte die Geschichte und das Verhältnis zur Religion der nun letzen drei im Reigen von Dichtung und Religion. Gut gewählt sind (6) Soeren Kierkegaard, (7) Fjodor Dostojewski und (8) Franz Kafka.

Küng und Jens, zwei brillante Denker, erzeugen eine auf den einzelnen bestens zu lesende Analyse, gleichzeitig zeigen sie den Wandel der Zeit rund um die Aufklärung als empfindsame Grundlage literarischen Schaffens. Darüber hinaus werden Zusammenhänge, Assoziationen und Beeinflussungen der Dichter offensichtlich, die das Lesevergnügen steigernd erhellen.

Dieses Buch halte ich für eine Bereicherung, wenn man Literaturgeschichte und Religionsgeschichte und deren Zusammenhänge im Zuge politischer und gesellschaftlicher Umgestaltung von der Renaissance über die Reformation bis in das 20. Jahrhundert verfolgen will.
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