Fränkels Buch zählt gewiss zu jenen Klassikern der philologischen Literatur, die ihren Wert behalten, auch wenn manche Details inzwischen überholt sein mögen. Material- und lehrreich, anregend und geradezu unterhaltsam zu lesen, bietet Fränkel einen bisweilen eigenwilligen, immer aber präzisen und geistvollen Überblick über die Anfänge der Poesie und Philosophie bei den Griechen. Von bedeutenden Einzelheiten wie der epochemachenden Heraklit-Interpretation ganz zu schweigen, handelt es sich bei Fränkels Werk geradezu um ein Musterbeispiel, an dem der Leser solide und doch nicht schwerfällige philologisch-historische Interpretation lernen kann.