Ich habe keine Vergleichsmöglichkeiten, das sei vorweg genommen. Die Alternative, die ich probiert habe, sind wasserdichte Pocketkameras von Pentax und Panasonic. Deren Rauschverhalten hat mich schockiert, unter Wasser ist es selten wirklich hell und selbst ISO 400 erzeugt einen inakzeptablen Pixelbrei. Also gab ich sie zurück und nahm eine D300 in diesem Beutel mit runter.
Angenehm ist beim Schnorcheln, dass die Luft selbst einer schweren Kamera wie der D300 Auftrieb verleiht. Man braucht also nicht befürchten, sie suafe bei Unachtsamkeit ab. Das DiCAPac ist absolut dicht, dass war mir die Hauptsache. Stellt man weitgehend alles auf "Automatik", gelingen gute Aufnahmen. Man hat ja nur noch zugriff zum Auslöser und umliegenden Tasten. Also Probeschuss vor'm Schnorcheln! Lediglich die ISO-Automatik sollte man unter Wasser deckeln, z.B. auf 800 bei hochwertigen DSLRs.
Was mich genervt hat, war die minimale Länge des Objektivtubus. Unter Wasser wollte ich mein lichtstarkes, aber sehr kurzes 50mm/1.4 verwenden. Da muss man ständig aufpassen, das die Scheibe auch mittig davor ist. Mit Weitwinkeln (auch probiert) noch viel mehr, ich hatte immer einen Rand mitfotografiert. Schiebt man den Tubus maximal zusammen, betätigt er innen die zwei Tasten neben dem Objektiv. Also nicht mit wichtigen Funktionen belegen ;-). Auch muss man beim Einpacken der Kamera drauf achten, nicht zu viel Luft mit einzupacken. Drückt man sonst später auf den Beutel, schießt als Volumenausgleich der Objektivbalg hervor. Bereits im Wasser sicher kein Problem, dass man öfters beseitigen möchte.
Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht, das DiCAPac hält dicht. Wer, wie ich, lieber seine gewohnte Kamera mitnimmt als einen Rauschgenerator, und zudem nur Mal probieren möchte, dem kann ich das Produkt durchaus empfehlen.