Wir wollten dieses Jahr eigentlich zur Urlaubszeit nach Ägypten fliegen, dort ein wenig schnorcheln und die Unterwasserwelt fotografieren. Leider macht ein Umzug in ein anderes Bundesland diese schöne Idee kaputt. Dennoch hatte ich mir zuvor schon dieses Unterwassergehäuse gekauft, da das Originalgehäuse so teuer ist, wie eine neue Kamera (170 EURO). Anfangs hatte ich meine Zweifel gehabt, ob dieses Gehäuse hält was es verspricht. Ich bin in der Regel immer ein Mensch, der zu einem Gegenstand immer nur das Originalzubehör kauft.
Wie bei der beigelegten deutschen Beschreibung (auf einem extra Papier, da die eigentliche Beschreibung nicht auf Deutsch ist) als Hinweis angegeben ist, sollte man zuvor die Dichtigkeit des Materials ausprobieren, bevor man eine Kamera reintut. Man möchte ja dann doch keine böse Überraschung erleben, wenn man ins Wasser geht und unter Wasser fotografieren möchte - und das Wasser bleibt nicht außerhalbt der Tasche. Gesagt, getan. Ich habe ein Blatt Küchenrolle zusammengefaltet und in die Tasche getan, sie so verschlossen, wie man sie verschließen muss und dann den Tag über ins Wasser vom Waschbecken gelegt. Damit sie nicht auftauchen kann (Das Material schwimmt gerne oben), habe ich ein Brett drübergelegt. Abends holte ich alles aus dem Wasser raus und... nichts. Das Blättchen blieb trocken.
Dann habe ich erst getestet, ob meine Kamera reinpassen würde. Der freundliche Kundenservice hat mir diese Tasche für meine Kamera herausgesucht, und auch auf dem Karton steht die mit drauf. Wäre jetzt schade, wenn die Kamera nicht passt. Und da ist das einzige Manko: Egal, wie ich meine Kamera bei dieser Tasche halte, ich habe immer einen schwarzen Rand - entweder in den oberen beiden Ecken, oder in den unteren beiden Ecken... Der ist jetzt nicht sonderlich groß oder so, aber ich weiß nicht, ob der auf einem schönen Urlaubsfoto nicht eher störend wirkt.
Gestern sind wir ins Tropical Islands gefahren und ich habe nicht meine Fujifilm FinePix F100fd hineingesteckt. Ich wollte nicht direkt unsere teuerste Kamera für den großen Wassertest ausprobieren. Stattdessen musste eine andere Kamera, die ungefähr die gleiche Maße hat - Samsung S750 - herhalten. Da würde ich den Schmerz verkraften, sollte sie bei dem Test kaputt gehen. Ich war überrascht, dass diese Kamera sogar besser reinpasste. Wenn ich sie richtig hielt, hatte ich auch keinerlei Rand auf den Fotos.
Im Tropical hat die Kamera mir dann im Wasser Gesellschaft geleistet. Wo ich war, da war sie auch. Denn: Sie schwimmt immer oben. Ich weiß nicht, ob das beim Schnorcheln hilfreich ist, weil da schwimmt man ja auch gerne mal ein paar Meter tief - wäre doof, wenn dann die Kamera oben bleibt, man selbst aber unter Wasser ist.
Die Fotos, die ich gemacht habe - halb im Wasser (also Linse war halb im Wasser, halb draußen) und auch ganz im Wasser (Die gesamte Kamera war unter Wasser) sind super geworden. Die Tasche hielt, was sie versprach. Ich bin super zufrieden und freue mich schon auf das nächste Schwimm-Abenteuer, wenn ich sie mitnehmen werde :)
Im übrigen werde ich nun - sei es im Urlaub, oder im Spaßbad - immer zwei Kameras dabei haben. Eine Kamera fürs Wasser, eine Kamera für den Rest. Das hat den Vorteil, dass man nicht immer die Unterwasser-Kamera aus der Packung holen muss, um Fotos am Strand/im Schwimmbad zu machen. Man könnte zwar die Kamera dann auch eingepackt lassen, aber - und das ist ein kleiner Nachteil - sie lässt sich ein kleinwenig schlechter bedienen. Also die Samsung, die ich ja dann als Schwimmkamera nutzen möchte, hat ein kleines Rädchen auf dem Gehäuse, zum Einstellen der Fotoqualität, oder wenn man ein Video drehen möchte. Es lässt sich zwar durch die Tasche bedienen, aber es dauert ein wenig länger. Außerdem laufe ich, wenn ich die Kamera immer in diesem Gehäuse lasse (bis die Batterie/die SD-Card nicht mehr will) nicht in die Gefahr, das Gehäuse ständig auf zu und zu machen und unter Umständen damit zu schädigen.
Vorteil: Schöne Fotos unter Wasser - das Gehäuse hält, was es verspricht. Bis zu 10 Meter tiefe möglich - ich denke, ich werde es aber nie so tief ausprobieren.
Nachteil: Für die Kamera, für die die Tasche eigentlich konzipiert ist, ist der Objektiv-Schutz zu groß und man hat immer einen schwarzen Rand. Der Verschließmechanismus ist zwar schön und gut und auch sehr sicher, aber schwer auf zu kriegen - und auch schließen lässt sich der erste Verschluss schwer. Vielleicht muss ich da noch ein wenig mehr üben...
Trotzdem 5 Sterne?
Ja, weil die Fotos super geworden sind, man merkt nicht, dass man ein Objektiv über sein eigentliches Objektiv hat - und meine Kamera blieb super trocken...