Alicia Keys bleibt auch auf ihrer zweiten CD ihrem durchweg gelungenen Stilmix, der nahezu alle Fassetten der schwarzen Musik umfasst, treu. Sie mixt gekonnt die besten Zutaten des Soul und Funk, sowie des schwarzen Jazz mit modernen R'n'B-Einflüssen. Heraus kommt eine einzartige Mischung die zur Zeit musikalisch ihres gleichen sucht.
Alicias Stilmix mag nicht unbedingt jedermanns Sache sein, aber was soll's? Nur wirkliche Künstler schauen bei Zeiten über den Rand des Suppentellers und stellen fest, daß man nur auf Dauer Erfolg haben kann, wenn man sich nicht voreilig auf einen einzigen Stil festlegt. Wer also unter R'n`B versteht, daß 12 von 12 Songs den selben Grundrythmus haben müssen und unzureichend ausgebildete Stimmchen auf jedem Song vom selben Thema trällern müssen, wird mit Sicherheit bei den unzähligen Kolleginnen von Alicia Keys fündig. Oder kann sich bei diversen Sängerinnen schadlos halten, die ihre ohnehin schon unberechtigt hohen (künstlerisch gesehen) Erfolge noch zusätzlich mit der Retro-Masche aufpeppen wollen.
Einzig Alicia gebührt der Thron der modernen Soul/Funk/R'n'B-Queen und das Lob die schwarze Musik der 70er in modernem Gewand wieder aufleben zu lassen.
Anspieltipps: Samsonite Man, Dragon Days, Heartburn, So Simple, Karma
FAZIT: wenn Alicia ihrem Stilmix weiterhin treu bleibt, werden mein CD-Player und ich noch viel Freude an ihr haben...