...sollte man zwischen den mindestens fünf Mahlzeiten Dumas' gelungene und aussergewöhnliche Fahrt den Rhein hinauf in einer Übersetzung von H.Holzhäuer lesen. Wer seine Freude an der Verballhornung angeblich deutscher und ach so deutscher Sitten und Gebräuche, wie dem Studentenwesen, der Sagenwelt, den Eßgewohnheiten oder dem Preußentum hat, wird sicherlich seine Freude finden. Neben dieser pointierenden Sichtweise kommen jedoch weder historischer Hintergrund, noch die Schönheit des Rheinlandes und dessen Städte zu kurz. Bedauerlicherweise wird das Kapitel um die Loreley, sowie um andere, gekürzt, da sich die Übersetzerin die Freiheit nimmt, jene schlichtweg ihrer angeblich "eintönigen Länge" wegen auszusparen. Positiv zu bemerken bleibt dennoch, daß sie dies wenigstens an gegebener Stelle bemerkt, so daß sich der Leser die Mühe machen kann, das Original zu Rate zu ziehen. Trotzdem bleibt Dumas' Reisebericht eine Reise wert und hat mir als Rheinländer manch genuß- wie auch lehrreiche Stunde beschert.