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Diana-Taschenbücher, Nr.28, Die Kunst der Künste
 
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Diana-Taschenbücher, Nr.28, Die Kunst der Künste [Taschenbuch]

Anita Albus
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 388 Seiten
  • Verlag: Diana (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453150368
  • ISBN-13: 978-3453150362
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 648.897 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Anita Albus
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Aus der Amazon.de-Redaktion

"Kein Mensch", so Anita Albus, "käme auf die Idee, von einem Komponisten zu verlangen, er solle seine Werke auf den stereotypen Klang von Fabrikinstrumenten einstellen." In der Malerei aber sei genau das seit 150 Jahren gang und gäbe, damals nämlich hätten die Fabrikfarben Einzug gehalten in die Ateliers: So verschieden auch immer die Maler malten, "ob linear oder malerisch, flächig oder plastisch, abstrakt oder figurativ, sie sollten alle zu den gleichen Tuben greifen." Für die Verfasserin ein Unding. Der Untertitel des Buches lautet daher denn auch polemisch: Erinnerungen an die Malerei.

Über viele Seiten führt Anita Albus den Leser durch die chemischen Kabinette der Farbenreiber vergangener Jahrhunderte. Bevor ein Maler zum ersten Mal zum Pinsel griff, mußte er lernen, Pigmente und Bindungen selbst herzustellen. Die Abschnitte, in denen die Verfasserin Details der mühseligen Techniken und oft erstaunlichen Technologien der vorindustriellen Zeit erläutert, gehören zu spannendsten des Bandes.

Eine Art Held des Buches ist Jan van Eyck (* um 1390-1440), die liebste Zeit der Verfasserin das 15. und 16. Jahrhundert, als die Malerei den Zeitgenossen Weltwissen und -erklärung bieten, ihnen sozusagen das Fernsehen ersetzen mußte. Anita Albus breitet viel Gelehrsamkeit aus, sucht entlegene Quellen auf. Der Fachmann mag mitunter ein wenig ungeduldig werden angesichts der vielen Abschweifungen. Wer sich dagegen einfach gern in den Geheimnissen versunkener Jahrhunderte herumtreibt, der kommt hier voll auf seine Kosten. --Michael Winteroll

Kurzbeschreibung

Die Malerei ging von der Sichtbarkeit des Unsichtbaren aus und endete bei der Unsichtbarkeit des Sichtbaren." In ihrem faszinierenden Essay stellt die Malerin und Kunsthistorikerin Anita Albus dar, wie der Fortschritt in der Malerei zugleich ein Verlust ist.Anita Albus lebt als Autorin und Malerin in München und im Burgund. Für "Die andere Bibliothek" hat sie Porträts aus dem 19. Jahrhundert von Jules und Edmond de Goncourt übersetzt und Werke von Rudolf Borchardt und Claude Levi-Strauss illustriert.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von isy3 TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Die Künstlerin Anita Albus hat sich eingehend mit der Malerei von Jan van Eyck beschäftigt und geht der besonderen Tiefe und Meisterschaft seiner Bilder nach. Ihre Interpretationen und Bildbeschreibungen zweier seiner Hauptwerke zeugen von breiter Bildung und Kennerschaft. Ja, Anita Albus hat eine Botschaft und sie argumentiert mitunter leidenschaftlich. Aber genau dies macht die Qualität dieses Buches aus. Rein wissenschaftliche Sachbücher mit emotionsloser und trockener Wissensdarstellung lesen sich lange nicht so gut. Es wäre auch ein falscher Maßstab an dieses wunderschön gestaltete und gemachte Buch angelegt, wollte man es als reines Sachbuch betrachten. "Die Kunst der Künste" ist nämlich viel mehr als das. Es ist auch ein leidenschaftliches Manifest zugunsten der Meisterschaft und zugleich ein Geschichtsbuch voller detaillierter Hintergrundinformationen über die religiösen Auffassungen der Zeit, die Art und Weise, wie damals ein Meisterwerk ausgestaltet zu sein hatte sowie über Einsatz und Wirkung von Farben und deren Herstellung. Dass die Kunst der Farbherstellung heute in der Malerei weitgehend verloren gegangen ist, kann jeder Restaurator bezeugen. Mit dem verlorenen Wissen über Pigmentherstellung und -verarbeitung ist der modernen Kunst tatsächlich ein Qualitätsverlust verbunden. Viele in Mischtechnik hergestellte Arbeiten zeitgenössischer Künstler halten der Zeit nicht mehr stand und beginnen bereits nach zehn Jahren zu zerfallen. Auch hat sich die Kunstauffassung vom mühsamen, arbeitsintensiven Handwerklichen entwickelt in Richtung schnell produziert, spektakulär vermarktet und rasch zu Höchstpreisen an die Museen verkauft, was die Autorin beklagt. In dieser Hinsicht war tatsächlich früher einmal alles besser. Gebildete Auftraggeber verlangten früher intellektuell anspruchsvolle Kunst, die langlebig und werthaltig war.

Wer sich für alte Kunst interessiert und schöne, gut gemachte Bücher liebt, dem sei "Die Kunst der Künste" empfohlen. Obwohl es schon schon vor zwölf Jahren zum ersten Mal erschienen ist, wurde es 2005 neu aufgelegt und auch diese Ausgabe ist aktuell und nach wie vor empfehlenswert, da sie aus der bekannten Eichborn-Reihe ist, bei der man so besonderen Wert auf säurefreies Papier, klassische Buchbindung und erstklassige typographische Gestaltung legt. Wenn Sie also ein schönes und gutes Buch in ihre Hausbibliothek aufnehmen wollen, das dauerhaft hält und ein Klassiker wird, dann greifen Sie zu!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Leuchtende Farben 5. April 2010
Von Dr. Jens P. Becker TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Wer Kunstgeschichte studiert hat und Max Doerners staubtrockenes Buch "Malmaterial und seine Verwendung im Bilde" aufsagen kann, der wird diese Buch vielleicht nicht brauchen. Aber für die meisten Leser wird es eine Entdeckung und eine Bereicherung sein. Das beginnt schon damit, dass das Buch selbst ein kleines Kunstwerk ist, liebevoll und wunderschön gedruckt, da hat man sich bei Eichborn schon Mühe gegeben. Diese sehr persönliche Geschichte der Kunst aus der Feder einer Malerin, ist eine Geschichte der Farben vor der Erfindung der industriellen Farben im 19. Jahrhundert. Es geht ein wenig kraus und verwinkelt zu in dem Buch, aber gerade das gibt dem Ganzen seinen Reiz. "Die Kunst der Künste" mit dem Untertitel "Erinnerungen an die Malerei" ist ein sehr persönliches Buch, aber es wird vielen Lesern einen Zugang zur Malerei des 15. Jahrhunderts und der beiden nachfolgenden Jahrhunderte geben.
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17 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Um mit dem Positiven anzufangen: Die Kapitel über heute nicht mehr oder kaum noch erhältliche Farben sind anschaulich und informativ. Das größte Manko: Leider steht das ganze Buch unter dem Motto "früher war alles besser", dieser konsequent durchgehaltene Ansatz begenzt das Lesevergnügen erheblich. In den einzelnen Kapiteln gehen Fakten und Meinungen bunt in einander über, genauso rasch wechselt die Aussage der Verfasserin in ein Zitat aus Sekundär- und Tertiärliteratur über - und wieder zurück. Wer gerne assoziiert, ohne allzuviel Bindung an Grenzen der Logik und Zeitgebundenheit von Aussagen, wird dazu Anlaß finden. Leser mit einer naturwissenschaftlichen Grundausbildung werden sich wohl eher schwertun, die Essenz des Buches zu finden.
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