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Diamonds Fall
 
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Diamonds Fall

Phillip Boa & the Voodooclub Audio CD
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
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Musik

Bild des Albums von Phillip Boa & the Voodoo Club

Fotos

Abbildung von Phillip Boa & the Voodoo Club

Biografie

Für den gebürtigen Dortmunder Phillip Boa haben Genres nie eine große Rolle gespielt. Mit großem Geschick hat er aus Punk Rock, New Wave und Pop immer wieder melodische Gesamtkunstwerke geschaffen. Beeinflusst von den Sex Pistols oder The Clash, mischte Boa das Pop-Establishment in Deutschland auf. Mitte der achtziger Jahre gründete Phillip Boa zusammen mit Sängerin Pia Lund den Voodooclub.… Lesen Sie mehr im Phillip Boa & the Voodoo Club-Shop

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Produktinformation

  • Audio CD (13. Februar 2009)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Constrictor/Rough Trade Distribution
  • ASIN: B001NFR5PO
  • Weitere verfügbare Ausgaben: Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 34.721 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Diamonds Fall
2. Valerian
3. Fiat Topolino
4. The World Has Been Unfaithful
5. Lord Have Mercy With The 1-Eyed
6. The Race Is Over
7. Jane Wyman
8. Coppergirl
9. 60'S 70'S 80'S 90'S 10
10. The Ballad Of Pia And Toett
11. Dj Baron Cabdriver
12. Black Light

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Phillip Boa kehrt auf dem überraschend altersmilde klingenden Album Diamonds Fall zurück zu sich selber. Weit über 20 Jahre ist es her, dass der in Dormund geborene Wahl-Malteser sein aufregendes Meisterstück Aristocracie auf dem eigenen Label Constrictor veröffentlichte. Mitte der 80er machte sich Boa damit verdient, englische Gruppen wie die heute in Vergessenheit geratene Membranes oder Palookas mit ihrem nervösen Gitarren-Sound nach Deutschland zu holen. Deren Einfluss auf den Voodoo Club waren damals unüberhörbar, und auch in Songs wie dem flotten „DJ Baron Cabdriver“ scheint der britische Gitarrensound alter Tage noch durch. Wurzeln lassen sich nicht so einfach kappen und so nebenbei blüht Constrictor wieder auf. Boa ist nach einer sehr langen Periode bei Major-Companys also wieder Indie, aber an Diamonds Fall hinterlässt dieser Schritt keine Spuren. Multiinstrumentalist Tobias Siebert (Delbo, Klez.E) verfügt als Produzent erneut über ein feines Gespür dafür, wie Phillip Boa tickt. Und der Hauptsongschreiber selber scheint genau gewusst zu haben, wie er Jaki Liebezeit lenken muss, nämlich gar nicht. Die trommelnde Legende (Mitgründer von Can; Depeche Mode, Burnt Friedman, Jah Wobble) muss man einfach nur machen lassen und wird dafür mit trockenen, hochpräzisen Beats belohnt. Sie sorgen dafür, dass die oft üppigen Arrangements mit immer wieder eingewobenen Schrulligkeiten, Wave-Zitaten, Roadmovie-Ausflügen, Dubs und Funkyness nicht den Rahmen sprengen. es passiert eh schon genau auf Diamonds Fall, wo kaum ein Song dem anderen gleicht, wo sich Pop und Poesie, Tempo und Geschlurfe abwechseln. --Sven Niechziol

motor.de

Die neue Seriosität der deutschen Indie-Legende: Besonnener, feinsinniger und eleganter denn je – aber irgendwie auch sterbenslangweilig.

Unverdrossen, so scheint es, produziert Phillip Boa seine Alben, nicht ganz im Zwei-Jahresrhythmus aber doch verlässlich und jetzt gleich ganz ohne Stammlabel, was sicher eher für Boa, als seine diversen Ex-Partner spricht. Es reißt sich aber auch keiner mehr um einen, der schon lange nicht mehr im Fokus irgendeines Trends steht und es schon vor fast zehn Jahren langsam wieder aufgegeben hat, zeitgenössische Sounds kooptieren zu wollen. Boas Medium ist und bleibt der Gitarren-Pop-Song, mal – immerhin so etwas wie sein Markenzeichen – zornig rumpelnd, mal hymnisch-flirrend, mal schier unverschämt poppig. Oder sich auch einfach breitflächig dahinergießend.

Dass es auf „Diamond Falls“ mehr fließt und nie rumpelt, ist Stärke und Schwäche des Albums zugleich. Auf dem Weg zum „seriösen Songwriter“ sei er, lässt Boa verlauten und hat sich dafür immerhin interessante Leute ins Studio geholt. Tobias Siebert ist sonst bei den schrammeligen Delbo und den weit weniger schrammeligen Klez.E zugange. Und das immer noch tadellos agierende Can-Urgestein Jaki Liebezeit ist als Drummer wahrscheinlich einfach nur umgänglicher als eine echte Rhythmusmaschine.

„Diamond Falls“ ist sorgsam inszenierter, breitwandig schwelgerischer Gitarrenpop mit dem unbedingten Willen zum Tiefgang. Was den titelgebenden Opener noch ungemein adelt, wird im Laufe des Albums allerdings zunehmend zur Last: Jeder Song wird in aller Ruhe ausgeführt, ausproduziert, soundlich und melodisch feingeschliffen und – natürlich, es ist Boa! – intellektuell aufgeladen. (Bescheidenheit sollte man ohnehin nicht erwarten, da darf dann auch gleich mal Keats als Referenz herhalten.) In seiner Gesamtheit klingt das dann in der Tat alles sehr ergreifend und ist in seiner Logik der gewollten Schönheit und ausgerufenen Seriosität auch einigermaßen unangreifbar – nur eben auf Dauer genauso ermüdend wie jedes Bessermacher- und Gutmenschentum.

Laut muss man es hören, wie immer bei Boa, dann bekommt das Album einen kräftigen Schub Dynamik, der ihm gut tut. Was aber am Grundprinzip nichts ändert: „Seht her“, scheint es aus jedem einzelnen Song-Subtext zu hauchen, „ich kann sogar so unkonventionell sein, dass ich alle Alterswerk-Konventionen erfülle.“ Eine kleine Überraschung ist das schon. Ein bisschen normal grimmiges Rumpeln hätte aber auch ganz gut getan.


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Boa wird wahnsinng, 14. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Diamonds Fall (Audio CD)
Er ist schon immer anders als die Leute, die unentwegt versuchen Musik zu machen. Phillip Boa denkt schon seit über 20 Jahren Musik, der nicht Biedermann des Liedermann lauschen möchte. Phillip Boa ist der Phil Collins nichtexistierender Radiosender. Phillip Boa ist der Dunst der Zigarette eines jeden Nichtrauchers. Mit der aktuellen Platte nichtgespielter Radiomusik hat der Dortmunder Radiotauglichkeit bewiesen, wenn auch von den Innerland-Stationen leider nicht erkannt. Alterantiver Touch mischt sich mit Ohrwurmqualität: "Coppergirl", "Diamonds Fall", etc. Es ist nichts mehr unabhanängig, was noch in Vorgängerplatten unabhängig beschrieben wurde. Glück klingt uns einher, ein Glück, dass wir Deutschen in der inneren Szene musikalisch nie empfingen. Nun haben wir diesen Hühnen aus dem Ruhrpott, der musikalische Fahnen gen Himmel hieft. Den (wirklich) angemessenen Dank hat dieser Wahnsinnige nie bekommen. Es wird Zeit!! Zeit wirds!!! Die letzten Liveauftritte bei sinkendem Zuschauerinteresse lassen den wichtigsten deutschen Musiker der Zeitgeschichte scheinbar noch wahnsinniger werden...
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16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen A ...hole, 20. Februar 2009
Von 
Thomas Meyer (am Harz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Diamonds Fall (Audio CD)
Lieber Herr Boa,

ich find` das nicht gut von Ihnen.

Gerade hatte ich es mir abgewöhnt, Ihre Produkte zu kaufen, weil Sie neben einigen schönen Häppchen in den letzten Jahren (since the mid 90`ies) auch ziemlich viel tonale Schonkost auf dem Markt der Ohrennahrung feil geboten haben. Immer wieder war ich auf das Marktgeschrei hereingefallen und hatte mich darauf verlassen, die gute alte Quali zu bekommen. Meist haben mir Ihre Waren dann auch kurzzeitigen Genuss (und sogar einzelne Ohrgasmousse) beschert. Das Sättigungsgefühl setzte aber oftmals viel zu schnell ein, offensichtlich weil die nötigen wertvollen Inhaltsstoffe fehlten. Viele Ihrer Produkte habe ich in meiner Hörstoffsammlung eingelagert. Leider haben einige seltsamerweise schon leichten Schimmel angesetzt.

Und nun das.

Was haben Sie sich eigentlich dabei gedacht, Ihr Sortiment komplett zu ändern und als Entremetier einen alten Gourmethasen wie den Jaki (ach du liebe Zeit) einzustellen?

Waren etwa die Kochprofis oder der Herr Rach bei Ihnen zu Hause?

Sehr mild und elegant, was Sie uns da kredenzen. Nicht mehr so die alte englische Hausmannskost nach teutonischer Machart der letzten Zeit. Fast schon Boavelle Cuisine. Zwar durchaus anfänglich etwas gewöhnungsbedürftig, aber nach häufigerem Genuss muss man einzelnen Gängen Ihres aktuellen Avantgarde-Menüs schon fast einen kleinen Suchtfaktor bescheinigen. Selbst Dinge, die zunächst überhaupt nicht schmecken und bei deren Schöpfung Sie offenbar selbst ein paar exotische Zutaten genossen haben, sind im Rahmen des Ganzen letztendlich verzeihlich.

Wenn`s die Schokolade mit Chilli-Geschmack nicht schon geben würde, könnte man meinen, Sie hätten sie mit Ihrer neuesten Creation erfunden.

Lord have mercy. Auf Sie ist wirklich kein Verlass.

Und das ist gut so.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Super Pressung, 28. April 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Diamonds Fall [Vinyl LP] [Vinyl LP] (Vinyl)
Wunderbar Poppiges wechselt mit Balladen wie etwa "The Ballad Of Pia And Toett", letzteres mit deutschem Text. Die Anspielsampler hier bei Amazon geben einen sehr guten Eindruck - einfach mal durchhören.

Für mich mein erstes Boa Album nach 20 Jahren und ich bin hellauf begeistert über so viel Spontanität...

Wer es audiphil mag dem sei unbedingt die Schallplattenfassung empfohlen: 2 mal 180 Gramm Vinyl bietet diese limitierte Edition. Das heißt zwar man muss oft aufstehen um die Platte umzudrehen oder zu wechseln hat dafür aber den besseren Sound. Aufnahmetechnisch ist das Album zwar keine Spitzenklasse (etwas wenig Räumlichkeit und ab und an angezerrter Gesang), dafür klingt die LP aber herrlich warm.
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