Der Polizeidienst im 13. Pariser Polizeibezirk ist sehr hart. Mat (Gerard Depardieu) arbeitet hier schon seit Ewigkeiten, er ist der Mann für die Nachtschichten und die damit verbundenen Drogendelikte in diesem Arrondissement, die eine hohe Kriminalitätsrate aufweist.
Der Job hat ihn abgestumpft werden lassen, etwas desillusioniert verrichtet er seinen Dienst dort. Seine Kollegin in diesen Schichten heisst Leon (Anne Coesens). Mat nimmt es mit der Legalität nicht immer sehr genau, was in dieser besonders hart bekannten Division aber ein kollektives Problem zu sein scheint.
Als er bei einer Geiselnahme den Geiselnehmer kurzerhand erschiesst, obwohl diese Aktion ziemlich gefährlich für die Geisel, die eine Knarre am Kopf hatte, bekommt er Schwierigkeiten.
Seine Vorgetzte und ehemalige Geliebte Calhoune (Asia Argento) will ihn suspenieren, aber wie üblich gibts da einen Deal:
Mat soll seinen Jugendfreund Franck (Olivier Marchal), ebenfalls Drogenfahnder, der schwer erkrankt ist und inzwischen heimlich die Seiten gewechselt hat, ans Messer liefern.
Dieser macht ihm andererseits einen ganz anderen Plan schmackhaft, bei dem auch für Mat sehr viel Geld herausspringen könnte. Vorher lernt er aber bei einem Einsatz die drogensüchtige junge Farida (Aissa Maiga) kennen...
Wer französiche Polizeithriller mag, der wird sich mit "Diamont 13", einem Film von Giles Behat sicherlich gut unterhalten können.
Immerhin schrieb kein Geringerer als Olivier Marchal, Regisseur der beiden Copthriller "MR 73" und "36 - Tödliche Rivalen" das Drehbuch dieses düsteren Films über den Alltag der Pariser Polizei.
Die Grundvoraussetzungen im Film von Regisseur Gilles Behat stimmen. Ein düsteres, kaltes und ungemütliches Paris bei Nacht. Dies erzeugt genauso wie bei Marchals eigenen Regiearbeiten einen atmosphärischen Noir Stil. Die Geschichte dagegen ist natürlich alles andere als neu, denn es tauchen die bekannten Prototypen an Figuren auf, Gerard Depardieu als ergrauter alter Fuchs ist natürlich eine Idealbesetzung.
Die Action ist gut dosiert, bietet interessanterweise einige starke Frauenfiguren.
Dank Olivier Marchal hat das Genre des französischen Polizeifilms wieder eine Hinwendung in Richtung zu den großartigen Klassikern von Jean Pierre Melville genommen, was ich auf jeden Fall sehr begrüße.
Der Film entstand nach dem Roman "L'Etage des Morts" von Hugues Pagan.