Die hilfreichsten Kundenrezensionen
33 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Deutsche SciFi der Extraklasse, 4. Mai 2004
SciFi aus Deutschland? Puh...naja, ich weiss nicht. Nicht so mein Ding eigentlich. Ausser Andreas Eschbach vielleicht. So dachte ich, bis ich den Roman "Diamant" von Andreas Brandhorst gelesen hatte. Ja, genau, DER Andreas Brandhorst, den ich mittlerweile schon in mehr als 40 meiner Buchinfos als Uebersetzer angegeben habe. Um es vorwegzunehmen: "Diamant" ist der erste Roman einer Serie, die in einem ganz neuem Universum angesiedelt ist. Die Menschheit hat unglaublich expandiert, ist in mehrere Machtbloecke zerfallen und ist abhaengig von zwei ausserirdischen Rassen, den Kantaki und den Horgh. Denn nur diese beiden Rassen besitzen das Wissen und die Technik um interstellare Reisen zu ermoeglichen. Die Kantaki benutzen dafuer begabte Menschen als Piloten fuer ihre Schiffe. Dorian, der Erbe des gewaltigen Valdorian-Wirtschaftsimperiums und spaetere Fuehrer des Konsortiums verliebt sich unsterblich in Lidia, die aber einen anderen Lebensweg waehlt und Pilotin der Kantaki wird und durch die Reisen ausserhalb der Normalzeit fast unsterblich und fast ewig jung bleiben wird, waerend ein verbitterter, stetig alternder Dorian zurueckbleibt und trotz seiner fast unbeschraenkten Macht ein langes, aber unerfuelltes Leben verbringen muss. Kurz vor seinem nahen Tod beginnt er mit der Suche nach Lidia, in der Hoffnung, das sie mit ihren Kenntnissen der Zeit seinen Tod aufhalten kann. Dafuer riskiert er sogar einen Krieg gegen die Allianz... Dieser Roman ist fraglos eine Spaceopera. Sie enthaelt alle dafuer erforderlichen Bausteine: Grosse Imperien, die gegeneinander Krieg fuehren, fremdartige Ausserirdische, eine Verschwoerung im Hintergrund, die man nur erahnen kann, viel Technik, geheimnisvolle ausgestorbene Rassen und einen Hauch von Fantasy. Dem Autor ist eine Geschichte gelungen, deren Komplexitaet in diesem ersten Band nur zu erahnen ist. Sein Spiel mit der Zeit ist durchweg logisch und behindert das fluessige Lesen nicht, man weiss immer, in welcher Zeitphase man sich gerade befindet. Das ist beileibe nicht immer so, wenn sich ein Autor mit dem Thema Zeit beschaeftigt. Erfrischend ist auch, das fuer den SciFi-Leser bekannte Geraetschaften neue Namen erfunden wurden, so gibt es keine "Computer", keine "Nanomaschinen" etc. mehr. Das macht schon einen gewissen Reiz dieses Romans aus. Der absolute Hammer ist dem Autor aber mit dem Cliffhaenger am Ende seiner Geschichte gelungen! Aber lest selbst! Geruechten nach soll der 2. Band schon Anfang 2005 erscheinen. Hoffentlich bleibt dem Autor vorher noch Zeit fuer die Uebersetzung des 3. Teils von Kevin J. Andersons "Saga der Sieben Sonnen". :-) Noch ein Tip: Am Ende des Romans befindet sich eine ausfuehrliche Zeittafel. Es empfiehlt sich wirklich, diese vor dem Lesen der eigentlichen Geschichte zu studieren. Fazit: Science-Fiction der Super-Extraklasse!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gelungener Auftakt, 16. April 2005
Mein erster Brandhorst und der macht Lust auf mehr. Dem Autor gelingt es eine spannende Geschichte um die zwei Hauptpersonen Valdorian und Lidia aufzubauen. Der Autor zeigt das eine Hauptperson nicht immer symphatisch sein muß um den Leser mitfiebern zu lassen. Wenn man ehrlich ist, kann man die Motive von Valdorian schon nachvollziehen die ihn zu seinen Taten treibt. Auch kann man absolut verstehen wartum sich Lidia für die Kantaki und gegen Valdorian entscheidet. Äußerst gelungen setzt sich Brandhorst mit der Zeit auseinander. Keine einfache Aufgabe aber der Autor löst es für den Leser in einer sehr verständlichen Form. Auch der Schluß dieses ersten Bandes ist sehr gekungen. Ein deutscher SF-Autor der Sonderklasse. Ich hoffe Metamorph begeistert mich in der selben Weise. Fazit: Wenn man Space Operas liebt ist man hier bestens aufgehoben.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Vielversprechende Space-Opera aus Deutschland, 23. Mai 2004
Endlich mal wieder ein vielversprechender Science-Fiction-Roman aus Deutschland, der sich nicht hinter den großen Namen zu verstecken braucht. Der Roman spielt in einer fernen Zukunft, in der die Menschheit zusammen mit Hilfe von Alien-Völkern unsere Galaxie besiedelt haben, wobei die Menschheit in zwei verfeindete Teile, das Konsortium und die Allianz, gespalten ist. Der Anführer des Konsortiums, Valdorian, ist Zeit seines Lebens auf der besessenen und rücksichtslosen Suche nach seiner alten Liebe, die unter dem Namen Diamant ein Kataki-Raumschiff steuert und ihm kurz vor seinem Tod noch eine Art ewiges Leben verschaffen kann. Der Autor führt den Leser dabei durch phantasievolle, aber stets glaubwürdige Welten. Eine Space-Opera, die durch die Einbeziehung einer fast zeitlosen Dimension neue interessante Aspekte liefert und ebenbürdig ist mit den aktuellen Werken von Reynolds oder Kevin J. Anderson, für den der Autor auch als Übersetzer arbeitet. Das gesponnene Universum wird facettenreich und logisch aufbauend dargestellt, so daß man unbedingt die Zeittafel im Anhang vor dem eigentlichen Roman lesen sollte, um einen Überblick zu erhalten. Da die Handlung mit diesem Buch nicht vollständig abgeschlossen ist, kann man sicher gespannt auf die Fortsetzung sein. Besonders auch darauf, ob der Protagonist der Bösewicht bleibt oder sich noch eine Wende ergibt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
|