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Produktinformation
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Mit Diamant legt Andreas Brandhorst eine Space Opera gigantischen Zuschnitts vor: Die Handlung spielt Jahrtausende in der Zukunft, nach einem Zeitkrieg, von dem zahlreiche Anomalien zeugen, in denen die normalen Gesetzmäßigkeiten von Zeit und Raum außer Kraft gesetzt sind. Die beiden Hauptfiguren Valdorian und Lidia, zwischen denen die Handlung sich kapitelweise abwechselt, besuchen im Laufe des Romans nicht nur eine ganze Reihe verschiedener Welten, sondern auch fremde Dimensionen. Besonders in diesen Abschnitten stellt Brandhorst seine fantastische Imaginationskraft unter Beweis: Seine Welten schillern, wachsen, splittern in tausend Farben. Die Handlung beginnt wortwörtlich mit einem Knall, gönnt einem dann ein paar kleine Verschnaufpausen, um sich in das Universum des Romans einzufinden, um ziemlich genau in der Mitte des Romans ein paar überraschende Wendungen zu nehmen. Was dann kommt, möchte man am liebsten in einem Stück lesen.
Die rasante Erzählweise und das Universum mit seinen zahlreichen Alienspezies und bizarren Welten liefern dabei nur die Bühne, auf der die beiden Hauptfiguren grundlegende persönliche Entscheidungen treffen müssen. Valdorian, der zynische Materialist, wäre zutiefst unsympathisch, wenn er nicht feststellen müsste, wie sehr gerade er von sozialen Bindungen abhängig ist. Und die Individualistin Lidia, die alle Bindungen zu Gunsten der Erforschung des Kosmos aufgegeben hat, muss sich im Laufe der Handlung mit den Lebensmöglichkeiten, die sie ausgeschlagen hat, auseinander setzen. Brandhorst dosiert diese Elemente sparsam genug, um nicht moralisierend zu werden -- der Schwerpunkt liegt durchweg auf dem Fortgang der Handlung. Diamant ist ein Weltraumabenteuer, das den Vergleich mit Dan Simmons' SF-Werken durchaus standhält. --Jakob Schmidt
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So dachte ich, bis ich den Roman "Diamant" von Andreas Brandhorst gelesen hatte. Ja, genau, DER Andreas Brandhorst, den ich mittlerweile schon in mehr als 40 meiner Buchinfos als Uebersetzer angegeben habe.
Um es vorwegzunehmen: "Diamant" ist der erste Roman einer Serie, die in einem ganz neuem Universum angesiedelt ist. Die Menschheit hat unglaublich expandiert, ist in mehrere Machtbloecke zerfallen und ist abhaengig von zwei ausserirdischen Rassen, den Kantaki und den Horgh. Denn nur diese beiden Rassen besitzen das Wissen und die Technik um interstellare Reisen zu ermoeglichen. Die Kantaki benutzen dafuer begabte Menschen als Piloten fuer ihre Schiffe.
Dorian, der Erbe des gewaltigen Valdorian-Wirtschaftsimperiums und spaetere Fuehrer des Konsortiums verliebt sich unsterblich in Lidia, die aber einen anderen Lebensweg waehlt und Pilotin der Kantaki wird und durch die Reisen ausserhalb der Normalzeit fast unsterblich und fast ewig jung bleiben wird, waerend ein verbitterter, stetig alternder Dorian zurueckbleibt und trotz seiner fast unbeschraenkten Macht ein langes, aber unerfuelltes Leben verbringen muss. Kurz vor seinem nahen Tod beginnt er mit der Suche nach Lidia, in der Hoffnung, das sie mit ihren Kenntnissen der Zeit seinen Tod aufhalten kann. Dafuer riskiert er sogar einen Krieg gegen die Allianz...
Dieser Roman ist fraglos eine Spaceopera. Sie enthaelt alle dafuer erforderlichen Bausteine: Grosse Imperien, die gegeneinander Krieg fuehren, fremdartige Ausserirdische, eine Verschwoerung im Hintergrund, die man nur erahnen kann, viel Technik, geheimnisvolle ausgestorbene Rassen und einen Hauch von Fantasy. Dem Autor ist eine Geschichte gelungen, deren Komplexitaet in diesem ersten Band nur zu erahnen ist. Sein Spiel mit der Zeit ist durchweg logisch und behindert das fluessige Lesen nicht, man weiss immer, in welcher Zeitphase man sich gerade befindet. Das ist beileibe nicht immer so, wenn sich ein Autor mit dem Thema Zeit beschaeftigt.
Erfrischend ist auch, das fuer den SciFi-Leser bekannte Geraetschaften neue Namen erfunden wurden, so gibt es keine "Computer", keine "Nanomaschinen" etc. mehr. Das macht schon einen gewissen Reiz dieses Romans aus.
Der absolute Hammer ist dem Autor aber mit dem Cliffhaenger am Ende seiner Geschichte gelungen! Aber lest selbst! Geruechten nach soll der 2. Band schon Anfang 2005 erscheinen. Hoffentlich bleibt dem Autor vorher noch Zeit fuer die Uebersetzung des 3. Teils von Kevin J. Andersons "Saga der Sieben Sonnen". :-)
Noch ein Tip: Am Ende des Romans befindet sich eine ausfuehrliche Zeittafel. Es empfiehlt sich wirklich, diese vor dem Lesen der eigentlichen Geschichte zu studieren.
Fazit: Science-Fiction der Super-Extraklasse!
Der Roman spielt in einer fernen Zukunft, in der die Menschheit zusammen mit Hilfe von Alien-Völkern unsere Galaxie besiedelt haben, wobei die Menschheit in zwei verfeindete Teile, das Konsortium und die Allianz, gespalten ist.
Der Anführer des Konsortiums, Valdorian, ist Zeit seines Lebens auf der besessenen und rücksichtslosen Suche nach seiner alten Liebe, die unter dem Namen Diamant ein Kataki-Raumschiff steuert und ihm kurz vor seinem Tod noch eine Art ewiges Leben verschaffen kann.
Der Autor führt den Leser dabei durch phantasievolle, aber stets glaubwürdige Welten. Eine Space-Opera, die durch die Einbeziehung einer fast zeitlosen Dimension neue interessante Aspekte liefert und ebenbürdig ist mit den aktuellen Werken von Reynolds oder Kevin J. Anderson, für den der Autor auch als Übersetzer arbeitet.
Das gesponnene Universum wird facettenreich und logisch aufbauend dargestellt, so daß man unbedingt die Zeittafel im Anhang vor dem eigentlichen Roman lesen sollte, um einen Überblick zu erhalten.
Da die Handlung mit diesem Buch nicht vollständig abgeschlossen ist, kann man sicher gespannt auf die Fortsetzung sein. Besonders auch darauf, ob der Protagonist der Bösewicht bleibt oder sich noch eine Wende ergibt.
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