1756 hatte der schottische Philosoph David Hume seine religionsphilosophische Schrift fertiggestellt, veröffentlicht wurde sie erst aber nach seinem Tod. In den Dialogen treten drei Personen auf, die jeweils ihre Standpunkte zum Thema Gott und Religion argumentativ vortragen, wobei aber hinter Philo sich David Hume am stärksten versteckt. Diskutiert wird auch die Frage der Theodizee. David Hume verneint nicht die Existenz Gottes, sondern zweifelt an einen christlich verstandenen Gott, der ein unendlich weises, mächtiges und gütiges Wesen sein soll. Blickt man wachsam in die Welt mit ihren Übeln, kann man Gott niemals einen unendlich gütigen Vater im Himmel nennen: "Nehmen wir dagegen an, dieses Wesen ist nicht im voraus vom Dasein eines, mit Güte und Macht begabten Geistes überzeugt, sondern muss dieses Überzeugung aus der Erscheinung der Dinge gewinnen. Dann ändert sich der Fall vollkommen und das betreffende Wesen wird für eine solche Schlussfolgerung nie einen Grund finden". Nach Humes Meinung sollte der Mensch Gott keine moralischen Eigenschaften geben: "Wer sind denn wir, dass wir uns über die moralischen Qualitäten Gottes ein Urteil anmaßen dürfen". Diese Urteile führen nur zu einem Anthropomorphismus. Die Existenz Gott hat allerdings nach Hume keinerlei Auswirkungen auf das Leben auf der Erde, drum sind alle Gebete, religiöse Rituale und Bräuche nutzlos. Gott selbt steht nach Hume dem Treiben auf dem Globus "gleichgültig" gegenüber und diese Annahme bezeichnet Hume als die am "wahrscheinlichste". Also auch hier will sich der Skeptiker Hume nicht 100 Prozent festlegen. Die Religion lehnt Hume nur dann ab, wenn diese einen verirrten Aberglauben darstellt. Jedoch zeigt die Geschichte dass dieser Aberglaube mit seinen schrecklichen Folgen jahrtausendlang vorherrschte. Somit distanziert sich Hume von dem traditionellem Christentum. Obwohl dieses Büchlein ein ganz schmalles ist, zählt es für mich zu einem der wichtisgten Bücher, die ich in meinem Bücherschrank habe.