Für den Preis habe ich jetzt keine Wunder erwartet. Aber eine durchaus benutzbare Leinwand erhalten. Einiges wirkt jedoch kurios. Der Lieferant legt extra Werkzeug bei, damit man die Endschalter einstellen kann. Aber eine Funktion dieser ist nicht feststellbar oder es verließ mich der Mut nach geschätzten 50 Umdrehungen die Stellschraube weiter zu drehen. Eigentlich sollte mindestens die obere Endlage auch voreingestellt sein (so steht es im Beipackzettel). Wenn die Leinwand allerdings vollkommen eingefahren ist klappert der Motor fröhlich weiter und dreht frei (hoffe das war nicht schädlich). Zudem fährt meine Leinwand trotz peniblem Positionieren nicht vollständig ein, da die untere Querstrebe sich nicht sauber in den Kasten einfädelt, wenn der letzte Rest Leinwand verschwindet.
Sei es drum.
Das Lösungsmittelstinken konnte auch ich feststellen (stinkt auch immer noch). Die Welligkeit der Leinwand, welche hier auch schon bemerkt worden ist, ist von der Stärke her so, dass man bei Kameraschenks in den Filmen durchaus einen Effekt sieht. Das kann man in etwa so beschreiben, dass es komisch wirkt, wenn z.B. ein massiver Brückenpfeiler sich plötzlich durchbiegt, wenn er durchs Bild geschwenkt wird. Aber dafür ist die Leinwand ja auch recht günstig... Als Einsteigerleinwand akzeptabel. Und ich hoffe, dass sich das mit der Welligkeit eher verbessert, als stärker wird (na, mal sehen)...
Fazit für mich: kann man durchaus kaufen. Die Geschichte mit den Endlagenschaltern finde ich nicht ganz so schön. Gut für den Hersteller, dass man dies erst dann fest stellt, wenn das Ding montiert ist. Die Bequemlichkeit siegt vermutlich bei mir und sie wird wohl hängen bleiben. Wäre nur schön gewesen, dass es, wenn es schon keine funktionstüchtigen Endlagenschalter gibt, wenigstens kein rastender Kippschalter verbaut wäre, sondern eine Tastenwippe. Dann würde die Bedienung nämlich intuitiv passen und man würde den Endlagenschalter gar nicht erwarten.
Übrigens, kleiner Basteltip: wen die Falten im unteren Bereich stören: dies ist offensichtlich darin begründet, dass die Leinwand in der unteren Strebe allernöchsten links und rechts aufgehängt ist. Wenn man die Leinwand in der Mitte anfast, merkt man das, Strebe und Leinwand geben zueinander nach. Ich habe ein paar Kabelbinder zur Hand genommen und diese als Keile von hinten zwischen Leinwand und Strebe in den Schlitz geklemmt, wo eine Falte saß. Nun ist das Ganze schon viel besser. Mal sehen, welche Dauerlösung ich finde. Also: Der Leinwandbastelsatz ist zum Kauf zu empfehlen ;-)