Fotografie ist faszinierend. Warum? Weil es dem Menschen ein von Natur aus innewohnendes Bedürfnis ist, etwas, wenn auch nur für eine kleine Ewigkeit, festzuhalten. Gerät man einmal in diesen Sog, so kann man sich dieser Faszination nicht entziehen. Doch will man seine Bildergebnisse nicht einfach nur spartanisch erstellen, wie zum Beispiel von der LOMO Gemeinde zelebriert, dann ist Basiswissen unumgänglich.
Vor einigen Jahren schon griff ich daher zu diesem Buch. Seit dieser Zeit begleitet es mich durch mein Fotografenleben und immer wieder empfehle ich es Fotoanfängern und das aus gutem Grund. Martin Sigrist und Matthias Stolt haben in diesem Buch alle wesentlichen Fakten zur ernsthaften Fotografie mit Diamatierial zusammengetragen. Beginnend mit einem Kapitel über Kameras und Filmformate wird ein Überblick über die Diafotografie gegeben. Hierbei werden wesentliche fotografische Grundlagen zu Filmen, Filmempfindlichkeiten, Blendenwerten, Verschlusszeit oder die Wirkung von unterschiedlichen Brennweiten sauber und klar verständlich für jedermann erläutert. Anhand unzähliger Bildbeispiele sind die jeweiligen Themen hervorragend nachvollziehbar. Ergänzt werden all dieses Informationen durch viele weitere interessante Themen wie die Verwendung von Filtern, Ausführungen zum Schwarzschildeffekt oder die Funktionsweise unterschiedlicher Belichtungsmessmethoden. Im Großen und Ganzen kann man sagen, sind alle wesentlichen Bereiche der Fototheorie abgedeckt.
In Zeiten digitaler Fotografie werden viele vielleicht daran zweifeln, ob dieses Buch noch zeitgemäß ist. Ich kann nur sagen, ja das ist es. Denn die Grundlagen digitaler Fotografie sind im wesentlichen keine anderen als die der analogen Fotografie. Und so hervorragend, wie in diesem Buch aufbereitet, habe ich Grundkenntnisse zur Fototheorie in noch keinem anderen Lehrbuch gefunden. Das Buch ist also in jedem Fall eine sinnvolle Ergänzung der eigenen Bibliothek, egal ob man digital oder analog fotografiert.